Bundesoberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie

"Militärrealgymnasium"

News & Presse

Hier finden Sie stets aktuelle Neuigkeiten, Informationen über unseren Schulalltag sowie eine Auswahl von Presse-Fotos.


 


Das MilRG ist Geschichte!

[13.06.2018]

In den kommenden Wochen werden die gesamten Rückorganisationstätigkeiten am MilRG finalisiert und bis Anfang Juli abgeschlossen. Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber, Administrator Mag. Christoph Birnbauer und einige Militärangehörige (Letztere unter Leitung des Rücklasskommandanten Major Stefan Haas) führen dies in dieser Schlussphase weiterhin durch. 

Mit der letzten Reifeprüfung am MilRG, die am 11. Juni abgeschlossen wurde und mit einer Feier am Vormittag des 12. Juni begangen wurde, sind keine Schüler/innen mehr im Haus, aber auch keine Lehrer/innen.

Kontaktaufnahmen mit Pädagogen/innen erfolgen künftig über deren Stammschule (zum Beispiel das BG/BRG Zehnergasse, das BG Babenbergerring etc. - vgl. Menüleiste "Schule", wo dies abgebildet sein wird).

Die bestehende Website bleibt als Informationsplattform voraussichtlich bis zum Jahresende 2018 erhalten. Sie wird zu diesem Zweck neu strukturiert werden.

Kandidaten/innen, die noch einen Teil ihrer Reifeprüfung zu absolvieren haben, müssen sich am BG/BRG Zehnergasse, Wiener Neustadt, zu dieser anmelden, weil dort künftig die RP-Kommission bestehen wird. Nähere Details dazu werden ehestmöglich online folgen.

De jure ist das BORG an der Theresianischen Militärakademie mit Ende August 2018 aufgelöst und hat zu bestehen aufgehört.


 




Eine würdige Abschlussveranstaltung anlässlich der Schließung des MilRG

[12.06.2018]

Am Dienstag, dem 12. Juni 2018, fand im Innenhof der Militärakademie die Abschlussveranstaltung anlässlich der Schließung des "BORG an der Theresianischen Militärakademie" statt. Neben zahlreichen Gästen beehrte auch Herr Generalsekretär Dr. Wolfgang Baumann (BMLV) mit seiner Anwesenheit diesen Akt.

Ans Rednerpult kamen Mag. Dr. Werner Sulzgruber (Schulleiter), Oberst Wilhelm Mainhart (Schulkommandant), Generalmajor Mag. Karl Pronhagl (Kommandant der MilAk), Stadtrat Franz Piribauer (in Vertretung des Bürgermeisters) sowie Dr. Wolfgang Baumann.

Auch der letzte Jahrgang des MilRG mit seinen 26 Absolventen/innen nahm im Innenhof Aufstellung - gemeinsam mit der gesamten Zahl der MilAk-Angehörigen. Aufgrund der zeitlich vorangegangenen Maturafeier wohnten der Veranstaltung auch Eltern und viele Familienangehörige bei.

Mit der Fahnenrückgabe des "Schulbataillons" (die tradierte Bezeichnung für das militärisch geführte Internat) durch Oberst Mainhart erfolgte das symbolische Ende der Ära des Militärrealgymnasiums. Gleichzeitig trat auch der langjährige Leiter des Internats, Schulkommandant Wilhelm Mainhart, in Pension. Er hatte das Internat über viele Jahre mit hoher Kompetenz, Erfahrung und Empathie geführt. In seiner Rede nahm er unter anderem auf die Geschichte des Hauses Bezug und betonte den Stellenwert der am MilRG vermittelten breiten Ausbildung und der bedeutsamen Werte.

Schulleiter Dr. Sulzgruber blickte in seiner Rede zum einen auf das Jahr 2014, als er die Direktion übernommen hatte, zurück und erinnerte an die Ereignisse und Entwicklungen dieser Zeit - als es in der Folge um den Kampf für den Erhalt des MilRG ging. Er wies zum anderen auf dringend zu beachtende Aspekte (auch in Hinblick auf eine neue "Schule für Sicherheit") hin und dankte all seinen Mitarbeitern/innen und jenen Personen, mit denen die Zusammenarbeit gepflegt worden war. 

  • Das Militärrealgymnasium war eine einzigartige Bildungseinrichtung in Österreich!
  • Das MilRG war eine Bereicherung in der vielfältigen Bildungslandschaft Österreichs!
  • Das MilRG schrieb Geschichte und ist Geschichte!




Die letzte Reifeprüfung am MilRG mit einem höchst erfolgreichen Verlauf

[11.06.2018] 

Seit Schulbeginn wurden am MilRG in einem hohen Ausmaß Förderungs- und Unterstützungsmaßnahmen gesetzt, sodass es den Schülern/innen des letzten Jahrganges möglich ist, bei der letzten Reifeprüfung entsprechend erfolgreich zu sein. Das Investment hat sich gelohnt, denn die Reifeprüfung 2017/18 erbrachte die besten Ergebnisse, die es jemals am MilRG gegeben hat!

Direktor Sulzgruber: "Ich freue mich außerordentlich über dieses historische Ergebnis. Unsere Kandidaten haben intensiv gelernt. Schon die Ergebnisse der schriftlichen Klausuren haben sich von anderen Schulen - man denke nur an die allgemein schlechten Mathematik-Ergebnisse in Österreich - deutlich unterschieden. Es hat sich in der Zentralmatura bei uns am MilRG widergespiegelt, wie gut gewappnet unsere Burschen und Mädchen waren. Beim mündlichen Teil sind unsere Schüler erfahrungsgemäß immer gut."

Das hat sich bewahrheitet, denn die Kandidaten/innen haben sich dann im letzten und mündlichen Teil der Reifeprüfung bestens präsentiert. Auch die diesjährige Vorsitzende, Frau Dir.in Mag.a Isabella Zins - ihrerseits auch Direktorensprecherin Niederösterreichs -  zeigte sich angesichts der Leistungen beeindruckt.  

Die letzte Reifeprüfung am MilRG wurde durch eine kleine Gruppe von Lehrer/innen getragen. Die meisten mündlichen Prüfungen wurden vom Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber (in Psychologie und Philosophie sowie in Geschichte) - mit 24 Prüfungen - und vom erfahrenen Pädagogen OStR Mag. Othmar Holzer (in Englisch und Geographie) - mit bald ebenso vielen Prüfungen - durchgeführt. Die meisten Schüler/innen hatten sich also in ihrer Fächerwahl für diese Gegenstände und damit auch die beiden Pädagogen entschieden.

Wenngleich es leider keine "weiße Fahne" gab, da drei Maturanten jeweils eine Klausur oder Prüfung im Herbst (dann aber bereits an einer anderen Schule vor einer neuen Matura-Kommission) absolvieren müssen, so war die Freude heuer am MilRG aber sehr groß.

Wir gratulieren unseren fleißigen Absolventen/innen des letzten Jahrganges und wünschen ihnen für ihre Zukunft alles Gute!




Know Your Status!

[01.06.2018]

Bald ist die Reifeprüfung abgelegt und unsere Absolventen/innen werden ihres Weges gehen. Lebensfrohe, sportliche, sympathische und engagierte junge Menschen werden - mit einer sehr guten Ausbildung im Rucksack - das BORG an der Ther. MilAk verlassen und nach einer intensiven Phase des Lernens für die Reifeprüfung dann einfach das Leben genießen. Es stehen diverse Feste, Reisen etc. auf dem Plan - mit vielen neuen Erfahrungen und vielen neuen Begegnungen.

Eines darf man bei aller Lebensfreude und allem Hedonismus aber nicht vergessen: Ja, genieße die schönen Augenblicke des Lebens, die dir geschenkt werden! Aber entscheide dich richtig - und: Achte stets auf dein Leben und das der anderen - "Know Your Status!"

Die Kampagne mit dem Titel "Know Your Status" brachte internationale Stars, wie Kate Winslet, Uma Thurman oder Tatjana Patiz, vor die Kamera, um ein Zeichen gegen HIV und Aids zu setzen. Am kommenden Wochenende findet der 25. Life Ball statt, der uns vor dem Hintergrund eines riesigen, teils extravaganten und schrillen Events darauf hinweisen soll, dass die Anzahl von mit dem HI-Virus infizierten Menschen rasant zunimmt: darunter viele heterosexuelle junge Menschen und Kinder!

Zur Info: Laut der WHO ist die HIV-Epidemie in Europa rasant im Wachsen begriffen, Schwerpunkt in Osteuropa! Jeden Tag wird in Österreich mindestens eine neue positive Diagnose (HIV) registriert. Hier bleibt die Anzahl der Neu-Diagnosen relativ stabil.

Also: Lebt das Leben, aber sicher!

Kate Winslet für die Kampagne Know Your Status von LIFE+

(c) Life Ball / Peter Lindbergh




Mag. Claus erhielt den Titel "Oberstudienrat"

[18.05.2018]

Am Freitag, dem 18. Mai, wurde dem allseits bekannten MilRG-Lehrer und Erzieheroffizier Mag. Serge Claus im Rahmen einer festlichen Feier im Rittersaal an der MilAk der Titel eines "Oberstudienrates" verliehen. Es waren außergewöhnlich viele Gäste anwesend, darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur, aber auch Schüler/innen, Absolventen/innen und ehemalige Kollegen/innen sowie Freunde und Familienmitglieder des engagierten Pädagogen.

Nach einführenden Worten von Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber über die Person Mag. Serge Claus wurde von Landesschulinspektorin Mag.a Hermine Rögner dessen dienstliches Tun während der Jahre seines beruflichen Wirkens am MilRG erläutert und - nach dem Verlesen des Inhalts der Ehrenurkunde - diese dem Geehrten überreicht. Auch Mag. Leopold Horvath (als Stimme des Lehrer/innen-Kollegiums), die Elternvertretung und Herr Brig. Dorner, in Vertretung für den Kommandanten der Akademie anwesend, ergriffen das Wort, um die zahlreichen positiven Leistungen von Mag. Claus hervorzuheben und jenem zu gratulieren.

Die Schulgemeinschaft des MilRG wünscht Mag. Claus alles Gute zu diesem verdienten Ehrentitel!




Alle Schüler/innen des MilRG beenden die 8. Klasse erfolgreich!

[23.04.2018]

Große Freude herrscht unter den Schülern/innen der beiden 8. Klassen des MilRG, aber auch bei den Eltern und den Lehrern/innen: Alle Schüler/innen der 8A und 8B haben das letzte Schuljahr am BORG an der Ther. MilAk erfolgreich abgeschlossen. Das fleißige Lernen und die Anstrengungen haben sich gelohnt. Nachdem nun bereits die "1. Säule der Reifeprüfung" (VWA) gut absolviert worden ist, können die Burschen und Mädchen der Abschlussklassen nun glücklich sagen: "Wir haben die 12. Schulstufe beendet!"

Schulleiter Werner Sulzgruber bringt seine Freunde zum Ausdruck, wenn er meint: "Unsere Abschlussklassen haben wirklich keine einfache Zeit hinter sich. Sie sind es nämlich, denen in der 5. Klasse - im Oktober 2014 - verkündet wurde, dass das MilRG geschlossen werden wird. Sie haben von Anfang an für den Erhalt gekämpft, viele Einschränkungen und Angebotsreduktionen in Kauf nehmen müssen und stehen nun nach vier Jahren am Ende ihrer Zeit als MilRG-Schüler. Sie sind der letzte Jahrgang; und ich freue mich wirklich sehr, dass alle die 8. Klasse abgeschlossen haben und weiter zur schriftlichen und mündlichen Reifeprüfung antreten werden. Ich wünsche allen weiterhin nur das Beste dafür!"




Gemeinsames Frühstücken und Gottesdienst zum Abschluss des Unterrichtsjahres 

[20.04.2018]

Am 20. April versammelten sich die Schüler/innen des letzten Jahrganges des MilRG, gemeinsam mit Mitgliedern des Lehrer/innen-Teams und des militärischen Personals, im Wappensaal der Militärakademie, um das Ende des Unterrichtsjahres zu begehen. Denn nun standen alle Jahresnoten für den letzten Jahrgang fest und mit Freude konnten alle - vor den kommenden Hürden der schriftlichen und mündlichen Reifeprüfung - nochmals auf die Zeit als Klassengemeinschaft zurückblicken. Es wurde damit bewusst, wie auch Schulleiter Dr. Sulzgruber in seiner Rede zum "Maturanten-Frühstück" verdeutlichte, dass sich schon jetzt eine gravierende Veränderung vollzieht, weil sich die gewohnte Klassengemeinschaft auflöst und die Schüler/innen zu "Kandidaten/innen" der Reifeprüfung werden, auf die sie sich nun fokussieren müssen. Stellvertretend für den Kommandanten der MilAk wünschte Oberst Hollerer, Chef des Stabes, der Gruppe alles Gute für die kommenden Prüfungen.

Bei einem wohlschmeckenden Frühstück, mit allerlei Auswahl bis zu koffeinhaltigen und süßen "Energiebringern", wie Kaffee und Kuchen, startete man also in diesen besonderen Tag. Nach dem Einnehmen der morgendlichen Stärkung in festlicher Uniform und den entspannten Gesprächen bei Tisch gingen alle in die Kirche der Burg, wo Militärsuperior Gugerel den Burschen und Mädchen Gottes Segen gab. Organisiert und begleitet wurde der gemeinsame Gottesdienst von den Professoren Mag. Claus, der zum Beispiel die Orgel in gewohnter Manier zum Klingen brachte, VL Bruckschwaiger, die mit ihrer geschulten Stimme den Gesang anleitete, sowie Dr.in Komaromi, die Ablauf und Textgestaltung mitorganisiert hatte. Aber auch einige Schüler/innen trugen mit ihrem Zutun als Vortragende und Akteure zum Gelingen bei. 

Die Fahne des MilRG wurde in der St.-Georgs-Kathedrale von Schülern auf der Galerie platziert, wo sie in Zukunft dauerhaft präsent sein soll und sichtbar machen wird, dass es immer eine Verbindung zwischen dem BORG an der Theresianischen Militärakademie und dem Gotteshaus in der Burg gab. Militärsuperior Gugerel überreichte jedem/r Schüler/in ein kleines Geschenk und sprach ihnen unter anderem Mut für die kommenden Herausforderungen zu.

Insofern war dieser frühe Vormittag eine Bereicherung und ein würdiger Abschluss des letzten Unterrichtsjahres!











Expedition über die Dächer der Stadt und in die Untiefen der Burg

[17.04.2018]

Es war der Abschluss des Schuljahres für die Gruppe des Wahlpflichtgegenstandes Geschichte bei Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber, der für die Schüler/innen der 8. Klassen am 17. April stattfand: eine Tour der besonderen Art in der Militärakademie. Die Schüler/innen sollten etwas zu Gesicht bekommen, das nur für sehr Wenige möglich ist. Denn die Zielsetzung dieser "Expedition" bestand darin, zunächst auf den Turm der MilAk, den bekannten Rákóczi-Turm, zu steigen. 

Geführt von Major Stefan Haas und ausgerüstet mit Schlüsseln, die sonst niemand in die Hand bekommt, stieg die Gruppe über die steinerne Wendeltreppe und alte Holz- und Eisenstufen bis in die höchste Ebene des Nord-West-Turms der Burg. Als Belohnung gab es einen grandiosen Blick über die Stadt - in alle Himmelsrichtungen, bei bestem Wetter. Auch die Glocken im Inneren der zweithöchsten Ebene konnten bewundert werden und wurden mit ein bisschen Kraftanstrengung zum Klingen gebracht: Man sollte in der Stadt hören, dass nach langer Zeit wieder jemand im Turm ist.

Anschließend ging es - nach einem Rundgang durch das eindrucksvolle Dachgeschoß der MilAk mit seinen unfassbar riesigen Räumlichkeiten - in die "unsichtbare" Ebene der Burg, nämlich in den Keller. Dort gibt es einige Bereiche, wo sich noch die mittelalterliche Welt zeigt: zum Beispiel im Mauerwerk des Nord-Flügels. In gebückter Haltung konnte die Gruppe bis zu den letzten Windungen der Keller-Gänge vordringen. Auf was man da alles stoßen kann! Oder wussten Sie von "geheimen Türen"?

Die "Burg zu Neustadt" - ein echtes Erlebnis!







Intensive Arbeit für die Modifizierung des Militärrealgymnasiums

[14.04.2018]

Obgleich es - von außen betrachtet - einen anderen Anschein haben mag, so gibt es dennoch seit Jänner 2018 intensive Gespräche und Verhandlungen zum Thema "Militärrealgymnasium". Wie die Presse kürzlichst berichtete (vgl. z. B. NÖN v. 10.04.2018), lautet es aus dem Büro von Verteidigungsminister Kunasek, dass eine "Sicherheitsschule neuer Art" entstehen werde.

Das ist auch richtig. Denn es laufen seit vielen Wochen Gespräche auf Bundesebene zwischen verschiedenen Ressorts, um die Grundlagen für weitere Schritte zu schaffen. Auch die Führung der Militärakademie, der Landesschulrat für Niederösterreich und die Schul- sowie die Internatsleitung des BORG an der Ther. MilAk sind in diesen produktiven Prozess eingebunden.

Direktor Werner Sulzgruber zum Thema: "Wir sind froh darüber, dass wir in die Gespräche von Anfang an eingebunden sind und sich durch den kontinuierlichen Austausch zunehmend klare Ausrichtungen für die neue Bildungseinrichtung herauskristallisieren. Ich habe stets vor irgendwelchen Schnellschüssen gewarnt. Seriöse Grundlagenarbeit braucht nun einmal Zeit. Die Entscheidungen müssen bestmöglich vorbereitet werden, und wir liefern Daten, Fakten, Optionen und Erfahrungswerte. Ich kann nur betonen, dass die involvierten Personen viel Zeit investieren. Die Bewertung dieser dichten Inputs ist eine andere Sache. Meinungsbildung ist bekanntlich ein Prozess, und es ist auch in Ordnung, ja sogar wichtig, dass über Diskurse ein optimales Endergebnis entsteht. Dementsprechend hoffe ich, dass sich die Minister auf eine sinnvolle Form der Neuaufstellung einigen werden."

Das MilRG in seiner jetzigen Form läuft mit dem Ende des Schuljahres aus. Die folgenden Monate und daher auch das gesamte kommende Schuljahr dienen den weiteren Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für die neue Bildungseinrichtung, in die 2019 voraussichtlich die ersten Schüler/innen aufgenommen werden sollen. Die neue Schule wird ihren Fokus auf unterschiedlichste Bereiche der Sicherheit haben. 

NÖN WN vom 10.04.2018, Seite 19NÖN WN vom 10.04.2018, Seite 19



Vorwissenschaftliche Arbeiten präsentiert 

[05. und 06.04.2018]

Die VWA-Präsentationen und Diskussionen verliefen am MilRG erfolgreich. Nachdem alle Schüler/innen ihre VWA im Februar vorgelegt hatten, konnten auch alle die sogenannte 1. Säule der Reifeprüfung abschließen. Insgesamt ist überhaupt  - mit einem Schnitt von 2,3 - ein gutes Gesamtergebnis erzielt worden: mehr als die Hälfte der 26 Schüler/innen konnte ein Sehr gut oder Gut erreichen (z. B. 8 sehr gute und 7 gute Arbeiten). 

Schulleiter Dr. Sulzgruber freut sich über diesen Erfolg, aber auch darüber, wie professionell sich die Schüler/innen im Vorstellen ihrer VWA präsentiert hatten. Auch die Vorsitzende, Direktorin Mag.a Isabella Zins, zeigte sich erfreut.

Wir gratulieren zum ersten Teil der Reifeprüfung!










Ein Vierteljahrhundert Schulbibliothek am MilRG – Von verstaubt keine Spur!

[24.03.2018] 

Vor 25 Jahren, genau am 24. März 1993 wurde am MilRG eine zentrale Schulbibliothek eröffnet. Prof. Mag. Leopold Horvath wurde vom damaligen Direktor HR Mag. Stefan Jezik mit der Aufgabe betraut, entsprechend den Vorgaben des Bildungsministeriums die Planung, Organisation und Verwaltung der Bibliothek in Angriff zu nehmen.

Entsprechend dem Ressortübereinkommen stellte das Bundesministerium für Landesverteidigung als Schulerhalter die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung, die eine Adaptierung eines ehemaligen Ausweichlehrsaals, dessen Decke teilweise noch mit Holzstämmen gestützt war, in einen attraktiven Lehr- und Studierraum ermöglichten. Nach intensiver Planungsphase und Realisierung der Ausstattung sowie einer EDV-mäßigen Erfassung sowohl des umfangreichen Altbestandes der damaligen Lehrer- und Internatsbibliothek als auch der neu angeschafften Medien konnte die Bibliothek am 24. März 1993 eröffnet werden.

Manche Lehrer/innen nutzten die neue Einrichtung für den Unterricht in Kleingruppen, andere für die pädagogische Anleitung zum Recherchieren geeigneter Literatur für eine Fachbereichsarbeit oder vorwissenschaftlichen Arbeit im Rahmen der Vorbereitung auf die Reifeprüfung. Regen Zuspruch erfuhr die Bibliothek zu Zeiten, als für die Reifeprüfung Spezialgebiete in diversen Unterrichtsfächern ausgearbeitet werden mussten. Zudem wurde der Raum immer wieder von lese- und bildungshungrigen Schülern, Lehrern und Erziehern genutzt, um in Ruhe ihrer Fortbildung nachgehen können oder einfach nur Zeit zur Muße beim Durchblättern von Büchern oder Zeitschriften zu finden.

War in der Planungsphase von einer Zielvorstellung von ca. 8.000 Medien für den Endausbau ausgegangen worden, ist nun nach 25 Jahren der Medienbestand auf über 12.000 Medien angewachsen, der aufgrund des Platzmangels auch eine Dislokation mancher Medien in diverse Lehrsäle erforderte.

Maßgeblichen Anteil an dem nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ hochstehenden Bestand der Bibliothek am MilRG haben äußerst engagierte Lehrer/innen, die ihren Schülern/innen zeitgemäße Literatur zur Verfügung stellen wollten, um z. B. aufzuzeigen, wo aktuell Forschungsschwerpunkte liegen, oder ihnen Literatur ans Herz legten, um kritische Haltungen in einer zunehmend kritiklosen Massengesellschaft kennenzulernen. Nicht zu kurz in der Beschaffung kamen auch Wünsche von Schülern/innen nach Literatur, etwa aus dem militärischen Bereich.

Insofern zeigt sich trotz des leichten Zuganges zu Informationen über elektronische Medien, dass der Wert des Buches oder einer aktuellen Zeitschrift ungebrochen ist.

Großer Dank gilt dem Schulerhalter, dem Bundesministerium für Landesverteidigung, das in einer angespannten Budgetsituation finanziell sehr großzügig den Ausbau der Bibliothek förderte und somit in die Zukunft der Jugend investierte.

Durch die Vernetzung der Bibliotheken ist die Nutzung der Schulbibliothek am MilRG auch allen anderen Einrichtungen des Bundesheeres möglich, eine Tatsache, die insbesondere von der Fachhochschule an der MilAk zunehmend in Anspruch genommen wurde.

Möge der Bildungswert dieser Einrichtung auch in Zukunft einer neuen Form des MilRG erhalten bleiben!










Fliegerluft schnuppern - Schüler/innen des MilRG bei den Eurofightern

[22.03.2018]

Einen militärischen Ausflug am 22. März 2018 machten die Militärgymnasiasten/innen und fuhren zum größten Militärflugplatz des Österreichischen Bundesheeres nach Zeltweg. Major Marko Kaltenegger, der bereits mehrmals als Schikurslehrer für das Militärrealgymnasium tätig war, führte die Gruppe nach einer lebendigen Präsentation zu einem Eurofighter „zum Angreifen“. Jeden Donnerstag dürfen interessierte Gruppen nach Anmeldung den Fliegerhorst besichtigen.

Gleich zu Beginn wurde auf das strenge Fotografierverbot hingewiesen, womit die Militärgymnasiasten/innen sofort wussten, dass sie sich an einem wichtigen Standort befinden. Dort rücken pro Termin 120 Grundwehrdiener ein, auch Luftfahrttechniker, außerdem verfüge die Anlage über eine Biogasanlage, womit 13.000 l Gülle für den Flugplatzrasen entstehe, erklärte Mjr Kaltenegger. Historisch gesehen wurde die Start- und Landebahn 1942 betoniert und 1955 an die Zweite Republik übergeben. Der Namenspatron Hauptmann Franz Hinterstoisser war Aeronaut und ihm gelang am 16. April 1902 die erste Fahrt über die Alpen von Salzburg nach Zeltweg mit einem Heißluftballon.

1983 war die erste große Adaptierung für die Abfangjäger Saab 35 Draken und seit 2007 erfolgt die zweite für die aktuellen Eurofighter. Tausend Bedienstete arbeiten am Fliegerhorst. Die Startpiste ist 2.700 m lang und 60 m breit, sogar 80 m mit dem Bankett.

Die Luftraumüberwachung erfolgt sowohl passiv mit dem System Goldhaube (dank der Radarstationen) als auch aktiv mit dem Eurofighter, wovon sich zwei Staffeln in Zeltweg, eine andere in Hörsching befinden. Im Jahr komme man auf 56 Luftraumverletzung der höchsten Alarmstufe.

Nachdem die Gruppe den Start von zwei Eurofighter miterleben durfte, kam sie zu einer Maschine mit seinem Pilot, beim Eurofighter sind dies allesamt Offiziere. Der Pilot plauderte aus dem Nähkästchen und wurde mit Fragen bombardiert. Er fliege durchschnittlich dreimal pro Woche, die Überwachungsflüge dauern nur ein paar Stunden, wodurch für ihn keine Windel notwendig sei. Er schilderte seine Ausbildung, zeigte die Bewaffnung, die Sauerstoffgeräte und klagte über die Frauenstimme, die sehr oft aus dem Cockpitcomputer ertönt.

Piloten haben die gleichen Limits wie alle Soldaten, dass sie allerdings etwas trainierter sein sollen, ist eine Selbstverständlichkeit. Man sei bei der Ausbildung zum Pilot nie unterfordert.

Mit diesen neuen positiven Eindrücken vom Österreichischen Bundesheer fuhren die Maturanten/innen nach einem guten Mittagessen wieder nach Wiener Neustadt zurück.










Dr.in Marianna Komáromi - Wir können voneinander lernen!

[08.03.2018] 

Im Rahmen der Gesprächsrunden der Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten referierte am 8. März 2018 Dr.in Marianna Komáromi über 500 Jahre Reformation - mit dem Schlussappell, die Gegensätze zu überwinden. Auch Oberst Mag. Johann Pleninger informierte als AKS-Vorsitzender in Wr. Neustadt über Aktuelles.

„Die AKS Wiener Neustadt wächst mit derzeit 26 Mitgliedern“, erwähnte stolz der AKS-Vorsitzende und begrüßte die Vortragende Dr.in Marianna Komáromi, ihrerseits katholische Theologin und Religionspädagogin an Wiener Neustädter MilRG, die an der Universität Innsbruck mit einer Vergleichsarbeit zwischen evangelischer und katholischer Rechtfertigungslehre promoviert hatte, und auch Militäroberkurat Mag. Wilfried Schey, evangelischer Pfarrer für die Militärkommanden Niederösterreich und Burgenland.

Die Reformation sei aus der Geschichte zu verstehen, erklärte die Theologin, es gab immer Reformen und die wird es immer geben, mit dem Ziel, sich auf etwas Ursprüngliches zurückzubesinnen. Die Ortskirchen seien am Anfang der Kirche gleichberechtigt gewesen, die vier Evangelien seien das beste Beispiel dafür, Markus vertrat die jüdische Gemeinde, Matthäus die syrische. Als später mit Kaiser Konstantin das Christentum Staatsreligion wurde, änderte sich der Status der Würdenträger und Teile des römischen Hofzeremoniärs wurden übernommen. Als erste Reformbewegung könne das Mönchtum angesehen werden, die die Irre der Frühkirche angezeigt habe und eine Rückkehr zur Armut und Einfachheit des Evangeliums vorlebe.

Mit Karl dem Großen entwickelte sich eine Staatskirche, die auf deutschem Boden funktioniere, so entstand auch der Investiturstreit. Hier trat wiederum das Mönchtum gegen die Verweltlichung, Franziskus war damals beim Papst und seine Lebensweise wurde als legitim anerkannt.

Aus der weiteren Spannung zwischen Staat und Kirche verbunden mit großer Armut, hoher Sterblichkeit, Seuchen und politischen Unfriede wuchs die Reformation, deren Hauptauslöser war, das Angebot an Erzbischof Albrecht 1514 für 10.000 Dukaten die Erz-/Bistümer Magdeburg, Halberstadt und Mainz zu kumulieren, dadurch gehörte er zum mächtigsten Gremium, das den Kaiser wählte. Martin Luther wollte mit seinen 95 auf Latein verfassten und an Erzbischof Albrecht gerichteten Thesen auf diese Missstände hinweisen. Nachdem keine Antwort kam, wurden sie dank dem Buchdruck auf Deutsch verbreitet, eigentlich der erste mediale Aufruhr. Luther wollte einen barmherzigen Gott finden, durch die Politisierung der Angelegenheit entglitt die Reformation aus seinen Händen.

Die katholische Reform mit dem Konzil von Trient vergrößerte die Kluft zwischen evangelischen und katholischen Christen. Die Reformen des II. Vatikanischen Konzils hätten in vieler Hinsicht die Ideen von Luther nachgeholt mit beispielsweise der kollektiven Sicht der Kirche und der Wichtigkeit der Heiligen Schrift. Die jüngste Reform der katholischen Kirche im Geiste Jesu sehe Dr. Komáromi bei Papst Franziskus, der bei den Armen und Schwachen stehe.

Als Schlussappell artikulierte sie bei der anschließenden Diskussion: „Schauen wir auf das Wesentliche!“ Luther habe die Arbeit geschätzt, sie wurde bis damals als nieder angesiedelt betrachtet, und brachte Ansätze einer sozialen Grundordnung mit seiner Kritik an den Auswüchsen des Frühkapitalismus.










Militärgymnasiasten bei den Wiener Neustädter Peacekeepers

[26.02.2018] 

„Einsatz am Golan 2011-2013“ war das Thema für den zweiten Jour fixe am 26. Februar 2018 im Neustädter Café Nuovo, wo Frau Irene Valina ihr Dekret als Bereichsleiterin der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper bekam.

Direkt aus Tirol angereist kam Oberst iR Friedrich Scheibler, um über die humanitären und logistischen Herausforderungen beim Einsatz am Golan von 2011 bis 2013 zu referieren. Der hintere Raum vom Cafe Nuovo in der Fußgängerzone füllte sich.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde Frau Irene Valina von Landesleiter Oberstleutnant Manfred Sommer als Bereichsleiterin mit dem entsprechenden Dekret bestätigt. Prof. Serge Claus bekam eine Kristallkugel für die Öffentlichkeitsarbeit sowie der Vortragende für den gelungenen Abend. Bildungsgemeinderat Mag. Christian Filipp begrüßte alle im Namen der Gemeinde und freute sich über weitere Aktivitäten, vor allem über das bevorstehende Bundestreffen im Jahre der Landesausstellung 2019. Unter den Gästen waren noch Umweltgemeinderat Ing. Robert Pfisterer, Polizei-Gruppeninspektor Christian Dungl, ein Fähnrich der Militärakademie, der selber am Golan Dienst machte, Militärgymnasiasten, die sich sehr für das Thema interessierten sowie zahlreiche Freunde und Peacekeeper, alle die an einem internationalen Friedenseinsatz teilgenommen haben.

Und nun folgten alle gespannt den Ausführungen von Oberst Scheibler über die Erfahrungen seines UNDOF-Einsatzes am Golan, der immer versuchte, einerseits die schönen Seiten dieses Auslandeinsatzes zu schildern, aber auch die brenzlichen Situationen zu zeigen. Er begann mit der historischen Entwicklung am Golan mit dem entmilitarisierten Streifen, wo die angrenzenden Zonen von Beobachten kontrolliert wurden, eine friedliche Lösung, die an sich 40 Jahre bestand und wo 400 österreichische Soldaten Dienst versahen. Zwei anwesende Gäste erinnerten sich an den ersten Einsatz 1974. Mit Karten und Bildern war der Vortrag auch für die jungen Militärgymnasiasten sehr anschaulich. So sahen sie Fotos von den sogenannten Positions, wo die Österreicher ständig beobachten mussten, und erfuhren manches über spezielle Problemfelder: wie die Schmuggler in der entmilitarisierten Zone oder Schäfer, die die Zone nicht verlassen wollten, oder die Versuche, Soldaten, die in die Zone eindringen wollten, zur Vernunft zu bringen. „Der Soldat ist eindeutig die Schlüsselfigur in diesem Einsatz, man musste alles an der Basis lösen“, schätzte Obst Scheibler ein.

Wenn das Land von den Minen frei gegeben wurde, konnten die Landwirte es wieder bebauen, sodass eine schöne Freundschaft entstand. Weitere angenehme Seiten des Einsatzes wurden auch geschildert wie der AUSBATT-Marsch oder die Medaille Parade. Im März 2011 hatte es die große Bataillonsübung „Gopher Hole“ gegeben. - Was damals simuliert worden war, wurde danach bittere Realität.

„Um auf dem Weg nach Damaskus über die Check Points zu fahren, musste man die Syrier mit Zigaretten beispielsweise bestechen“, schilderte mit Fotobeispielen Scheibler weiter. Dort wurde sehr oft die Post aufgegeben, das ging bis Ende 2012, danach war kein Flugbetrieb mehr in Damaskus möglich. „Sehr schwierig waren manche Sitten zu ertragen; wenn dort eine Frau bestraft werden soll, wird ihr Kind misshandelt! Wir hatten so einen tragischen Fall, wo das Kind mit heißem Wasser verbrannt wurde. Das Sanitätsteam hatte sehr viel zu tun, um es zu retten.“ 

Mit der Überreichung des Ritterkreuzes in Bronze an Oberst Scheibler durch den Vorstand und dem darauffolgenden gemütlichen Beisammensein fand die informative Veranstaltung gegen 22.00 Uhr ihr Ende. 






Pränataldiagnostik

[22.02.2018] 

Oberstleutnant der Miliz Dr. Rudolf Bräuer, Gynäkologe und medizinischer Ausbilder beim Österreichischen Bundesheer, beleuchtete anlässlich eines Vortrages am 22. Februar 2018 am Militärrealgymnasium das Thema „Vorgeburtliche Diagnostik“.

Aufbauend auf wesentlichen Themenbereichen des Biologieunterrichtes, nämlich der Schwangerschaft und den durch Mutationen bedingten Veränderungen des Erbgutes während der Embryonalentwicklung und daraus resultierender Probleme für die Entwicklung des ungeborenen Kindes und die psychische Situation der Eltern, wurde die Pränataldiagnostik aus medizinischer und auch aus ethisch moralischer Sicht thematisiert.

In einem äußerst lebendigen Vortrag mit fachlichem Tiefgang wurden die Möglichkeiten der modernen Medizin aufgezeigt, einerseits den Verlauf der Schwangerschaft zu begleiten und andererseits frühzeitig während der Schwangerschaft festzustellen, ob etwaige Probleme in der Entwicklung des Kindes auftreten, die zu schwerwiegenden Defekten oder zu Totgeburten führen würden.

Dabei wies Dr. Bräuer mit dem Satz „Wir Gynäkologen haben nur eine beratende Funktion!“ auf die Eigenverantwortung eines Paares hin, wie es mit dem Befund einer festgestellten Behinderung eines heranwachsenden Kindes umgeht.

Der Blickwinkel richtete sich dabei nicht nur auf medizinisch relevante Fragestellungen und rechtliche Aspekte, sondern auch auf ethische Überlegungen. Aspekte, welche die Schüler/innen mit großem Interesse mit dem Referenten diskutierten.










Die Maturanten/innen in der Nordsteiermark

[20.02.2018] 

Eine Ganztagsexkursion des Militärrealgymnasiums am 20. Februar 2018 führte die Maturanten/innen in die Leobener Gegend. Eine Werksführung bei der Voest Alpine Donawitz mit der längsten Endlos-Eisenbahnschiene der Welt ließ sich die Gruppe mit ihrem Chemieprofessor OStR Johann Galler und ihrem Klassenvorstand Mag. Serge Claus nicht entgehen. Von der modernsten Technik ging es dann weiter ins nahgelegene Vordernberg zu den wichtigsten geschichtlichen Aspekten der Eisenverarbeitung in der Steiermark.

Donawitz hat sich als Stahl-Standort einen internationalen hervorragenden Ruf geschaffen. Die Voestalpine Stahl Donawitz GmbH ist derzeit nach wie vor der weltweit einzige Anbieter der von ihr entwickelten und seit 1990 vermarkteten Technologie, den längsten schweißstoßfreien Schienen mit einer Länge von 120 Metern.

Eine Führung mit drei sehr engagierten Studierenden hat in Theorie und Praxis gezeigt, was man mit dem Werkstoff Stahl alles machen kann. Sie startete mit einem Einführungsfilm, danach ging es fast drei Stunden lang zum Hochofen, zum Stahlwerk und schließlich zum Schienenwalzwerk. Gleichzeitig wurden immer geschichtliche Hintergründe erläutert. So gehen beispielsweise die Ursprünge des heutigen Stahlwerkes in Donawitz auf die urkundlich nachweisbaren Hammerwerke aus dem Jahre 1436 zurück. Die Errichtung eines Koksofens und die Erweiterung der Bahnlinie Vordernberg-Eisenerz 1878 leiteten eine neue Ära in der Stahlerzeugung ein. Nach dem Wiederaufbau nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges kam es zu einer der bedeutendsten metallurgischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert, und am 22. Mai 1953 ging das mit zwei 30t-Konvertern und einem 500t-Roheisenmischer ausgestattete LD-Stahlwerk in Donawitz als zweite Anlage der Welt in Betrieb. Donawitz war an der Entwicklung des LD-Verfahrens bis zur Betriebsreife maßgeblich beteiligt. Es ist jenes Verfahren, nach dem weltweit der meiste Stahl (60 %) erzeugt wird. Mit Hilfe des LD-Verfahrens kann man große Mengen Roheisen und Schrott wirtschaftlich verarbeiten sowie Rohstahl von besonderer Güte liefern. Weitere Meilensteine waren die Errichtung einer Stahlentgasungsanlage, der Bau einer 120 m langen Schienenfließadjustage und einer Anlage zur Wärmebehandlung von Schienen aus der Walzhitze. Im Frühjahr 1994 ging das weltweit modernste Schienenlager in Betrieb. Das bedeutendste Investitionsprojekt der letzten Jahre war der Umbau des LD-Stahlwerkes in ein topmodernes Kompakt-LD Stahlwerk, mit intelligenter Technik, effizienter Energienutzung, optimierten Materialfluss, geringem Instandhaltungsbedarf und minimierter Umweltbelastung.

Die MilRG-Exkursion fand ihre nächst Station in Vordernberg. Die interessante Besichtigung begann mit der im Jahre 1873 installierten Dampfmaschine des teilweise älteren Hochofengebläses beim Radwerk III. Danach besuchte man das erste Industriegebäude, das seit 1929 unter Denkmalschutz steht, und das Radwerk IV mit dem weltweit einzigen historischen noch funktionsfähigen Holzkohlenhochofen, der ebenso wie alle anderen Radwerke in seiner langen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert hinauf mehrmals den Eigentümer wechselte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zu einer schweren Krise der Vordernberger Eisenindustrie, aber unter maßgeblichem Einfluss von Erzherzog Johann wurde 1829 die Vordernberger Radmeisterkommunität gegründet. In dieser haben sich 13 von den 14 Vordernberger Radmeistern (Hochofenunternehmern) zu einem Quotenkartell zusammengeschlossen und ihre Anteile am Erzberg zu einem gemeinsamen Eigentum zusammengelegt, um rationeller als vorher zu arbeiten. Auf Initiative von Erzherzog Johann erfolgte 1840 die Gründung der bergmännischen Lehranstalt in Vordernberg, die 1849 nach Leoben verlegt wurde. Aus ihr ging später die Montanuniversität hervor.

Die Militärgymnasiasten/innen waren von diesem Nachmittag begeistert, dies liegt sicherlich auch an den hervorragenden, begeisternden Qualitäten der Führung durch Herrn Adolf Lampl, dem hier nochmals gedankt werden soll.










Ein Faschingsdienstag mit der Süße der Überdosis Zucker

[13.02.2018]

Es war der letzte Faschingsdienstag, der am MilRG begangen wurde, und entsprechend wichtig war es der Schulleitung und der Lehrervertretung, das Team der Pädagoginnen und Pädagogen, aber auch alle Mitglieder des militärischen Kaders zu verwöhnen. Für die überschaubare Runde waren mehr als genug Krapfen vorbereitet worden (vgl. Abbildung unten). Bei solchen Köstlichkeiten, ergänzt mit einer Tasse Kaffee, traf man sich zu einem humorvollen Miteinander. Rekorde im Krapfen-Vertilgen wurden zwar nicht gebrochen, aber für ein fröhliches und sattes Lächeln reichte es allemal.




Ein Lehrbeispiel: "Man beachte, es kommt dringend darauf an, keinem Scheuklappen-Journalismus Gehör zu schenken!"

[01.02.2018]

Das  Militärrealgymnasium in Wiener Neustadt wird in der derzeitigen Berichterstattung mit der Burschenschaft "Germania" in Verbindung gebracht. So liest man beispielsweise, dass "viele" der Mitglieder aus dem MilRG kämen.

Wegen dieser Formulierung glauben Leser/innen, dass Schüler, die das MilRG besuchen, in dieser Burschenschaft wären. Insofern handelt es sich um eine Diffamierung von Jugendlichen, die nur wenige Wochen vor ihrer Reifeprüfung stehen.  Jene müssen sich nun - als Folge eines unseriösen Sensationsjournalismus - für etwas in der Öffentlichkeit rechtfertigen, das nicht der Wahrheit entspricht. Denn Faktum ist, dass kein Schüler Mitglied in der genannten Burschenschaft ist und auch in den vergangenen letzten Jahren keine Schüler Mitglieder gewesen sind!

Alle am BORG an der Theresianischen Militärakademie tätigen Personen, egal ob Schüler/innen, Lehrende oder Erzieher sind daher völlig zurecht empört darüber, dass solche Unwahrheiten verbreiten werden und es zu einer sichtlich bewusst gesteuerten Verzerrung in der Wahrnehmung über die Schule kommt.

Einem "Scheuklappen-Journalismus" fehlt, wie der Name schon sagt, der nötige Recherche-Horizont; er lenkt seinen Blick (mit Absicht, unbewusst oder aufgrund fehlender Informationsgrundlagen) - trotz einer facettenreichen Bandbreite - nur auf einen Ausschnitt. Die Folgen dieser Scheuklappen-Mentalität sind Einseitigkeit, Unvollständigkeit und letztlich Halb- und Unwahrheit. Im schlimmsten Fall kommt es zu Sündenbock-Theorien.

In dieser sensiblen Thematik wäre es dringend angeraten, Zeit in Grundlagen-Recherchen zu investieren, einen richtigen Zugang zum Thema zu finden, auf die Wortwahl zu achten und klare Fakten zu nennen - eben um seriösen Journalismus sicherzustellen und Sensationsjournalismus und Fehlsichtigkeit bzw. Meinungsmanipulation zu vermeiden.

Eine Erweiterung der Blickspanne beim aktuellen Thema würde nämlich schnell deutlich machen, dass sich in diversen Schüler- und Studentenverbindungen sowie schlagenden wie nicht schlagenden Burschenschaften in den Städten Österreichs - sei es in Wiener Neustadt, Wien, Graz etc. - logischerweise Schüler aus unterschiedlichsten Schulen finden.

Und vor allem einen Denkfehler darf man nicht begehen: Schule für alle gesellschaftlichen Probleme verantwortlich zu machen! Schule ist nicht für Rechts- oder Linksradikalismus verantwortlich! Im Gegenteil, Pädagogen/innen versuchen bestmöglich dem Auftrag von Schule zu entsprechen und begleiten junge Menschen auf ihrem Weg zum reifen, demokratischen Staatsbürger.

Bei knappen Schlagzeilen ist nicht die Zeit über die wirklichen Ursächlichkeiten und Zusammenhänge zu schreiben: die Ideologisierung in der Sozialisation außerhalb der Schule, die Prägung durch das familiäre Umfeld, Freunde und Vorbilder, die Rolle der Opinion-Leaders, die Dynamik in Jugendgruppen, der Umgang mit der Geschichte in einer Gesellschaft etc. etc. Doch gerade die Komplexität des Zusammenspiels vieler solcher Faktoren muss berücksichtigt werden.

Wir verwehren uns dagegen, dass unsere Schüler mit Rechtsradikalismus in Verbindung gebracht werden, aufgrund von Sensationsjournalismus Schüler diskreditiert werden und sich falschen, völlig ungerechtfertigten Vorwürfen ausgesetzt sehen müssen!

Wir verwehren uns gegen die Strategie, unsere Schule als Ganzes mittels dieser Vorwürfe zu diffamieren!

"Ich verstehe unsere Eltern, dass sie empört darüber sind, dass ihre Kinder mit Rechtsextremismus und Antisemitismus in Verbindung gebracht werden. Es macht mich sehr betroffen!", kommentiert Schulleiter Dr. Sulzgruber, selbst Fachmann für Zeitgeschichte und jüdische Geschichte sowie als Historiker seit vielen Jahren in der Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit aktiv. "Zum Vergleich: Stellen Sie sich vor, in Ihrer Nachbarschaft gerät eine Person unter Verdacht, mit Rauschmitteln zu dealen. Und plötzlich kommen mehrere Bewohner der Nachbarschaft - darunter auch Sie - unter den Generalverdacht, Teil eines Dealer-Rings zu sein und Sie sind genötigt, den Gegenbeweis zu erbringen. Die ganze Siedlung, und somit Sie und Ihre Familie, wird medial zur kriminellen Stätte. Absurd - oder? Im Falle des Militärrealgymnasiums wird leider in erschütternder Weise und in letztlich vorurteilsvoller und Ruf schädigender Art und Weise versucht, die Schule mit ihren Schülern und Lehrern in ein rechtsextremes Licht zu stellen. Ich weise solches auf das Schärfste zurück!"

Wir brauchen keine Fake News!


  


BREXIT am MilRG

[29.01.2018]

Auf Einladung von OStR Othmar Holzer kam der ehemalige Englisch-Assistent John Patterson am 29. Jänner 2018 zu einem zweistündigen Vortrag an das MilRG.

John Patterson war von 2008 bis 2011 Englisch-Assistent an der Schule. Seine ausgedehnten Reisen führen ihn auch fast jedes Jahr nach Österreich, um freundschaftliche Beziehungen zu pflegen. Schon bei seiner Tätigkeit als Sprachassistent konnte er viele Schüler/innen und Lehrer/innen von seinen pädagogischen Qualitäten überzeugen. Er ist heute als Schriftsteller im historisch-politischen Bereich tätig.

Als Themen für seinen diesjährigen Vortrag wählte er: „BREXIT“, „Austria between 1918 and 1938“ und „US President Trump“.

Seine Ausführungen in englischer Sprache waren für die beiden 8. Klassen von großem Interesse, da er den Blickwinkel auf diese Themen aus britischer Sicht erläuterte. Der klare politische Standpunkt und sein fundiertes Wissen konnten das Publikum überraschen und beeindrucken.

„Es war höchst informativ und eine sehr gute Vorbereitung, um bei der mündlichen Englisch-Matura argumentieren zu können“, freute sich MilRG-Schulsprecher Kajetan Lindmayr.










Gespräche der MilRG-Schulleitung mit den Generalsekretären des BMBWF und BMLV

[28.01.2018]

Angesichts der Bestrebungen der Bundesregierung, das Militärrealgymnasium in einer modifizierten Form erhalten zu wollen, fanden in den vergangenen Wochen zahlreiche Meetings und Orientierungsgespräche statt. 

Direktor Dr. Werner Sulzgruber führte hierzu persönliche Gespräche mit Herrn Generalsekretär Dr. Jakob Calice (BMBWF) sowie mit Herrn Generalsekretär Dr. Wolfgang Baumann (BMLV), um direkt auf Bundesebene jeweils genau zu informieren. Beide Generalsekretäre nahmen sich dankenswerterweise ausgesprochen viel Zeit, um ein möglichst konkretes Bild über die Situation des MilRG zu erhalten und in der Folge weitere sinnvolle Optionen bewerten zu können. Selbstverständlich steht für beide Seiten eine verantwortungsvolle Vorgangsweise im Sinne der künftigen Schüler/innen-Generationen im Vordergrund, um die bestmöglichen Voraussetzungen herzustellen und eine fundierte Basis für eine neue Bildungseinrichtung mit einer österreichweit einzigartigen schulischen Ausbildung sicherzustellen.

BMLV


Dr. Wolfgang Baumann


BMBWF


Dr. Jakob Calice







Grünes Licht für Ressortabkommen mit Bildungsministerium

[27.01.2018]

Auf Initiative von Verteidigungsminister Mario Kunasek wurde im Ministerrat am 5. Jänner 2018 der Erhalt des Militärrealgymnasiums beschlossen. 

Um den Schulbetrieb weiterhin sicherzustellen, werden nun erste Maßnahmen gesetzt. Zur Erneuerung des Ressortabkommens zwischen dem BMLV und dem Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBWF) wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe vorbereitet. Aus dem BMBWF gibt es bereits grünes Licht für dieses Abkommen.  

Weiters wird nun geprüft, ob bis zur Umsetzung eines erforderlichen Neubaus der Schule, in einer Übergangsphase der Schulbetrieb in der derzeitigen Infrastruktur (Daun-Kaserne) aufrechterhalten werden kann. Dazu haben am Freitag, 26.01.2018 der Generalsekretär des BMLV – Dr. Wolfgang Baumann – und der Schuldirektor Dr. Werner Sulzgruber einen ersten Lokalaugenschein vorgenommen. 

Verteidigungsminister Kunasek möchte mit diesen Maßnahmen erreichen, dass der Schulbetrieb bis Ende des Schuljahres 2017/2018 nicht eingestellt wird. 

Quelle: APA vom 27.01.2018




Wie werde ich wahrgenommen?

[25.01.2018] 

Der Höhepunkt bei der Rhetorikausbildung der Militärgymnasiasten/innen stellten Filmaufnahmen von Präsentationen dar. Nach drei Theorieblöcken kam nun endlich die praktische Anwendung, und die Teilnehmer/innen bekamen durchaus viel positives Feedback.

Die Donnerstagnachmittagsausbildung war im Jänner 2018 der Rhetorik gewidmet. Mag. Serge Claus schulte die Maturanten/innen mit dem Ziel, Techniken und Methodenkompetenz für die kommenden Prüfungen zu erwerben. Die Theorie umfasste unterschiedlichste Inhalte und Themenfelder: Redevorbereitung, allgemeine Präsentationstechniken, Aufbau einer Rede, Redeangst, Körpersprache, Wortsprache und Stimmtraining.

An diesem Donnerstag kamen drei Gasttrainer ans MilRG, um die praktische Ausbildung zu unterstützen: Bgdr i.R. Josef Puntigam, Mjr Dr. Alexander Gstrein vom Institut für Offiziersbildung der Theresianischen Militärakademie und Olt Daniel Stog von der Entwicklungsabteilung der MilAk.

Jede/r Militärgymnasiast/in bereitete eine 5-minütige Präsentation nach seiner/ihrer Wahl vor und wurde bei der Präsentation gefilmt. Mittels der Videoanalyse wurden die Stärken und Schwächen anschießend analysiert.

Zweifellos profitierten die Militärgymnasiasten/innen aus dem Feedback des Vortragenden und der Zuhörer, indem ihnen ihr „blinder Fleck“ bei der Präsentation eines Referates oder einer Rede aufgezeigt wurde.

„Damit haben sie weitere Techniken erhalten und ihre Methodenkompetenz ausgeweitet“, so Prof. Claus am Ende der Ausbildung.

„Das Seminar hat mir gezeigt, dass es bedeutend schwieriger ist, die wichtigsten Informationen innerhalb der vorgegebenen Zeit darzulegen, als ich dachte. Das Feedback meiner Kameraden war sehr hilfreich, genauso wie die Tipps von unserem Trainer. Allgemein denke ich, dass jeder Einzelne von uns wertvolles Feedback bekommen hat, das uns bei künftigen Vorträgen im Berufsleben helfen wird“, resümierte Martin, stellvertretender Schulsprecher der 8B.











Neubau für das Militärrealgymnasium

[12.01.2018]

Beim Neujahrsempfang der Theresianischen Militärakademie am 11. Jänner gab der neue Generalsekretär im BMLV, Dr. Wolfgang Baumann, Auskunft über das neue Militärrealgymnasium: „Wir werden kein totes Pferd weiterreiten! Wir wollen gemeinsam für die jungen Österreicherinnen und Österreicher etwas entwickeln: eine Schule für die Sicherheit!“

Der Empfang begann mit der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste, gleich danach sprach der Generalsekretär, ein Beamter des BMLV mit der entsprechenden Fachausbildung, der das besondere Vertrauen des Ministers genießt. Während der Bundesminister die politische Verantwortung für das Ressort wahrnimmt, stellt der Generalsekretär sicher, dass die Vorgaben des Bundesministers effizient und fachlich richtig umgesetzt werden. Er übt die Koordinationsfunktion für die Sektionen aus. Das Weisungsrecht gibt ihm die Möglichkeit, diese Aufgabe unmittelbar wahrzunehmen.

Dr. Baumann begann seine Rede mit einer persönlichen Erfahrung: Als er seinen Sohn von der Stellungsstraße abholte, fragte er die anderen Jugendlichen, ob sie zum Heer gingen, aber alle verneinten. „Deshalb ist es für das Heer notwendig, die Schüler in der Schule abzuholen! Deshalb brauchen wir das Militärrealgymnasium. Wir brauchen etwas, das in Kooperation mit dem Innenministerium eine gemeinsame Zukunft hat. Der Bundeskanzler sprach sogar von einer Eliteschule. Das wird unsere Zukunft!“

Außerdem wurde der Ist-Stand vom Generalsekretär betrachtet: „Es ist leider 5 nach 12! Wir werden eine vernünftige Lösung für das Schuljahr 18/19 erarbeiten, es wird keine Schule für ein Jahr in einem Kammerl geben! Nachdem das Schulgebäude für andere militärische Zwecke bereits umgewidmet wurde, ist ein Neubau das Zukunftweisende!“

Dr. Baumann überbrachte die Grüße des Herrn Bundesministers und ersuchte den Wiener Neustädter Bürgermeister und auch Frau Landeshauptfrau Mikl-Leitner um Unterstützung.

 

 

 

Wir packen es an!

[06.01.2018]

Mit der definitiven Zusage des Erhalts des Militärrealgymnasiums am vergangenen Freitag wurde im Führungsteam des BORG an der Ther. MilAk sofort mit ersten Planungen für das Schuljahr 2018/19 begonnen. Die Zeit drängt, die Voraussetzungen zu schaffen, dass wieder neue Schüler/innen am BORG an der Ther. MilAk aufgenommen werden können.

Direktor Sulzgruber: "Wir wollen unsererseits keine Zeit vergehen lassen. Jeder Tag zählt, wenn es um Planungen für das kommende Schuljahr geht. Es ist eine Herausforderung, aber alles kann gemeistert werden. Es braucht jetzt jedenfalls das Zusammenspiel aller Kräfte. Wir sind motiviert und gehen auch aktiv in die Gespräche mit den vorgesetzten Behörden und Ministerien. Wir sind gespannt, welche neuen Möglichkeiten sich bieten und wir schon 2018/19 umsetzen können."




III - News zum Jahresbeginn 2018 - Bundeskanzler Kurz über unsere Schule

[05.01.2018]

Die Schulgemeinschaft des MilRG bedankt sich bei unserem Bundeskanzler für seine lobenden Worte über das Militärrealgymnasium Wiener Neustadt:

Aussagen von Bundeskanzler Kurz (Zählwerk 01.42 min.)

Jetzt müssen die offenen Fragen geklärt werden:

http://noe.orf.at/news/stories/2887854/




II - News zum Jahresbeginn 2018 - APA-Meldung vom 5. Jänner

[05.01.2018]

Ministerrat: Gemeinsamer Erfolg der Bundesregierung beim Militärrealgymnasium

Wien (OTS) - Heute wurde im Ministerrat der Erhalt des Militärrealgymnasiums beschlossen. Der Ministerrat folgte einem Vortrag von Verteidigungsminister Mario Kunasek, der damit das erste seiner vier Leuchtturmprojekte eingeleitet hat.

Kunasek: „Ich freue mich über diesen ersten Erfolg. Nun gilt es, dieses Projekt und die Ausbildungskooperation mit der Polizei rasch anzugehen, um einen fundierten Ausbildungszweig für den Sicherheitssektor schaffen zu können.“

Zunächst soll der Schulbetrieb des Militärrealgymnasiums bis in das Schuljahr 2018/19 verlängert werden. Als erster Schritt soll das Ressortübereinkommen mit dem BMBWF erneuert werden.

Weitere Informationen zu den Leuchtturmprojekten:

http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=9271  




I - News zum Jahresbeginn 2018

[04.01.2018]

Die neue Regierung hat den Erhalt des Militärrealgymnasiums nicht nur im Regierungsprogramm angekündigt, sondern es wird für seine Erhaltung auch eine Weiche gestellt. So ist es Thema bei der aktuellen Regierungsklausur: 

"Auf der Agenda der Klausur stehen [...] Einsparungen ,im System' sowie - von Kurz extra erwähnt - der Erhalt des Militärrealgymnasiums Wiener Neustadt."


 

 

Aktuelle Statements zum „Erhalt des Militärrealgymnasiums“

[23.12.2017]

Nach einer Anzahl von Meetings und Gesprächen am BORG an der Ther. MilAk hat sich die Schulgemeinschaft entschieden, einige Statements zur Klarstellung abzugeben. 

Wir sind uns einig:


Schulleitung des MilRG:

Man muss sich darüber bewusst sein, dass das MilRG heute nicht mehr mit jenem vor dem Oktober 2014 oder gar vor 10 Jahren verglichen werden kann. Es ist längst nicht mehr jenes, wie es unseren vielen Absolventen/innen in Erinnerung geblieben ist.

Es in der heutigen Form weiterzuführen, wäre ein Schritt in die falsche Richtung. Nicht ohne Grund wurde im November 2014 der Schulbehörde ein neuer Schwerpunkt als Schulversuch vorgelegt, da es schon damals Veränderungen brauchte und eine Weiche gestellt werden musste  zumindest im Schwerpunkt der Schule.

Ein zukunftsorientiertes Neu-Aufsetzen einer Bildungseinrichtung geht nicht von heute auf morgen.

Man sollte sich vor Augen führen, was es bedeuten würde, jetzt Schüler/innen aus 4. Klassen der AHS-Unterstufe und der Neuen Mittelschulen anzuwerben: Was soll man ihnen sagen bzw. versprechen? Was soll man ihnen zeigen  ein leeres, abgewohntes Gebäude Baujahr 1939/40? Wer übernimmt die Verantwortung für all die vielleicht schnellen Versprechungen? Schon 2014 wurden Schüler/innen am MilRG aufgenommen, nämlich genau unser letzter Jahrgang, dem man vieles versprochen hatte, das nicht eingehalten werden konnte. Das darf sich doch bitte nicht wiederholen!

Es gilt aus meiner Sicht als Kapitän, unser schwankendes Schiff  das in den letzten Jahren viele Unwetter, teils Orkane, hat aushalten müssen und Schaden erlitten hat  mit seiner Mannschaft in den sicheren Hafen zu bringen. In der Folge muss es in der Werft nach einer Analyse der Schadstellen sorgfältig runderneuert werden, um wieder hochseetüchtig zu sein: in seiner Hülle, in Ausstattung und Technik, in Einsatzmöglichkeiten etc. Erst dann ist es verantwortungsvoll, mit einer in jeder Hinsicht gestärkten Crew und jungen Matrosen in See zu stechen, um dem hohen Wellengang des 21. Jahrhunderts sicher zu trotzen.


Schülervertretung des MilRG:

Das Militärrealgymnasium ist und war wohl die einzigartigste Schule in Österreich. Sie ist eine Eliteschule, welche den Zöglingen nicht nur akademisches Wissen, sondern auch viele andere Fähigkeiten wie Etikette, richtiges Auftreten und Eloquenz vermittelt. Dies galt vor 50 Jahren genauso wie heute, wo nur noch der letzte Jahrgang im Haus ist. Wir als Schüler lasen den Punkt „Erhalt des Militärrealgymnasiums“ mit großer Freude im Regierungsprogramm, dennoch müssen wir feststellen, dass es schwierig wird, diese Schule einfach so ohne Reform weiterzuführen. Man kann nicht in 4 Jahren die Struktur der Schule auf ein Minimum abbauen, um sie in einem halben Jahr wieder aufzubauen und glauben, man habe jetzt eine zeitgemäße Schule. Es gilt jetzt gezielt Vorschläge zu bringen, wie genau die erhaltene beziehungsweise die reformierte Schule aussehen soll. Selbstverständlich hoffen wir als Schüler, dass möglichst bald weitere junge Menschen nach uns eine Ausbildung wie diese genießen dürfen.

 

Lehrervertretung des MilRG:

Wir hoffen, dass ein wohlüberlegtes Konzept erarbeitet und das bereits 2014 vorgelegte Konzept mit dem Schwerpunkt „Leadership und Sicherheit“ herangezogen bzw. aktualisiert wird.

Zu einem Neustart gehört auch eine Generalsanierung des bereits in die Jahre gekommenen Gebäudes der DAUN-Kaserne samt Raumadaptierung, um das Leben im Internat zu attraktivieren. Der Standort an der Theresianischen Militärakademie ist für den Lehrkörper eine Selbstverständlichkeit.

Ohne entsprechende finanzielle Unterstützung wäre dieses großartige Projekt zum Scheitern verurteilt, aber so ein noch nie da gewesener deutlicher politischer Wille freut uns sehr.




Weihnachtsfeier am MilRG

[21.12.2017]

Am Donnerstag, dem 21.12., kamen rund 80 Personen zusammen, um gemeinsam die Weihnachtsfeier des BORG an der Ther. MilAk zu begehen. Eingeladen waren nicht nur alle Schüler/innen des letzten Jahrgangs, Lehrer/innen, Erzieheroffiziere und Kaderangehörige, sondern auch alle ehemaligen Mitglieder der Lehrerschaft und des Kaders, mithin ehemalige Schulleiter und Kommandanten.

Im Vorfeld wurde das Freizeitzentrum entsprechend weihnachtlich dekoriert. Der Leiter der Küche der Daun-Kaserne, Herr Schuster, und sein Team sorgten für ein perfektes Arrangement und ein hervorragendes Buffet. Lehrervertreter Mag. Claus, der federführend in der Organisation war, gab beispielsweise die musikalischen Beiträge, welche  im Zusammenspiel mit einigen Festansprachen anlässlich dieser Weihnachtsfeier  Vorfreude auf die besinnlichen Weihnachtsfesttage vermittelten. Der Kommandant der MilAk, Generalmajor Karl Pronhagl, beehrte die Feier, die zu einem höchst kommunikativen Abend wurde. 

Im Rahmen der Feier wurden letztlich auch zwei Schüler des MilRG für ihr jahrelanges Engagement für das Österreichische Schwarze Kreuz (Kriegsgräberfürsorge) ausgezeichnet. Anna Pajer und Felix Brader erhielten das Große Ehrenkreuz des ÖSK für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieses schönen Abends beigetragen haben! (W. S.)










Projekttag zur Gen-Analyse mit faszinierenden Ergebnissen

[18.12.2017]

Mag. Leopold Horvath, Biologielehrer der 8. Klassen, organisierte ein weiteres und durch die bevorstehende Schließung ein letztes Mal am 18. Dezember 2017 einen Projekttag zum Thema Gentechnik und Genanalyse am MilRG. Referent Mag. Reinhard Nestelbacher  von der Firma DNA Consult Sciencetainment machte diesen Praxistag durch sein kompetentes und engagiertes Auftreten zu einem Erlebnis für die Schüler/innen, das sicherlich nachhaltig Spuren hinterließ.

Mehrere Gene standen zur Auswahl, die die Studierenden aus ihrem eigenen Erbgut analysieren konnten und einen Rückschluss auf eine angeborene Disposition zulassen, unter anderem Gene für mongolische Vorfahren, Nikotinabhängigkeit, Kaffeesensibilität, Kraft, Ausdauer, Bindungsfähigkeit und den Body-Maß-Index.

Nach Isolierung und Reinigung der DNA aus Zellen der eigenen Mundschleimhaut, praktischer Anwendung der PCR-Methode und anschließender Analyse des milliardenfach vermehrten Erbgutes wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse sichtbar.

Die zahlreichen notwendigen Arbeitsschritte erforderten große Disziplin, geistige Präsenz und Durchhaltevermögen, um saubere Proben herstellen und sichere Ergebnisse erzielen zu können.

Das bereits im Biologieunterricht erworbene und im Projekt ausgeweitete theoretische Wissensfundament, in der Praxis anwenden zu können, gehörte zu den spannenden Erlebnissen dieses Projekttages, an dem Einblicke in den Forschungsgegenstand und den Forschungsalltag der Molekularbiologen, Gentechniker und Forensiker gewährt wurde.

Durchhaltevermögen, Routine im Arbeitsalltag, Kommunikationsfähigkeit, Aufbau von Netzwerken, Fehlerkultur, Frustrationstoleranz und besonders die notwendige Begeisterung für das, was man tut, sind nur einige Persönlichkeitseigenschaften, die generell für ein erfolgreiches, motivierendes Arbeitsleben Voraussetzung sind, wie der Referent betonte. (L. H.)




 



Direktor Dr. Werner Sulzgruber  auf ein Wort zum "Erhalt des Militärrealgymnasiums"

[17.12.2017]

Ein hochinteressantes Detail findet sich aktuell im neuen Regierungsprogramm, nämlich der Punkt "Erhalt des Militärrealgymnasiums und Ausbildungskooperation mit Polizei". Diese Ankündigung bzw. Absichtserklärung kommt natürlich einerseits zu einem problematischen Zeitpunkt, weil die Auflösung des MilRG  längst im Laufen ist und knapp vor ihrem Abschluss steht. Personell ist das Haus massiv ausgedünnt, finanziell ist die Schule zahlungsunfähig und räumlich sind Schule und Internat nur mehr in einzelnen Bereichen des Daun-Kasernen-Gebäudes vertreten (viele Räumlichkeiten mussten nämlich an das Institut II der MilAk übergeben werden). Denn die Ab- und Auflösungsprozesse von Jahren haben das Ihre bewirkt, wie beispielsweise Verärgerung über den fehlenden Weitblick des damaligen Bundesministers Klug und die Unwahrheiten, mit denen man gegen das MilRG argumentiert hatte. Die Betroffenen sind selbstverständlich frustriert, sie haben über Jahre unter einem besonderen Druck leiden müssen (sowohl Lehrer, Schüler, Kader als auch die Eltern). Eine grundlegende Neuorientierung (Schulwechsel, neue Berufsziele bei den Schülern/innen, Arbeitsplätze an anderen Schulstandorten bei Lehrern/innen etc.) war die notwendige Folge. 

Das MilRG, wie es seit rund 50 Jahren Bestand hatte, läuft unaufhaltsam aus. Die 2014 eingeleitete "Ausphasung" ist unaufhaltsam. Alles andere ist leider irrealistisch.

Andererseits ist diese im Regierungsprogramm festgeschriebene Absichtserklärung eine große Chance für die Zukunft. Denn der Bedarf für eine solche einzigartige Bildungseinrichtung ist in jedem Falle vorhanden. Das von mir im Mai 2016 dem damaligen Verteidigungsminister vorgelegte Konzept enthielt bereits wichtige Bestandteile für eine Schule zum Thema Sicherheit, in der über den Tellerrand hinausgesehen wird. Damals wollte man dies nicht umsetzen, obgleich es die Möglichkeit gewesen wäre, parallel zum schrumpfenden MilRG, eine "Schule für Sicherheit" hochzuziehen. 

Jetzt aber scheint der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein. Der richtige Zeitpunkt bedingt jedoch auch, und darauf sei ausdrücklich hingewiesen, das richtige bzw. ein vernünftiges Handeln. Es wäre fatal, jetzt überstürzt zu handeln, indem man glaubt, man müsse, das in den letzten Jahren "zerschlagene Geschirr" einfach nur schnell ein bisschen "zusammenkleben" und dem zu Ende gehenden MilRG damit Leben einhauchen. Wer von schulischen Ausbildungen und sozialen Systemen etwas versteht, weiß, dass es so nicht funktionieren kann.

Der Prozess muss meiner Ansicht nach ein völlig anderer sein: Wenn man sich nun dazu entschlossen hat, das "Militärrealgymnasium zu erhalten", dann muss man sich gleichzeitig bewusst sein, dass es eine neue dem MilRG sehr ähnliche Schule sein wird müssen, von der wir hier eigentlich reden. Wir, die Verantwortungsträger vor Ort am MilRG, wissen sehr genau, wo die Schwachstellen und Probleme liegen, die es nicht blind fortzusetzen gilt. Man hat das MilRG zerstört, nun muss eine solche für Österreich einzigartige Bildungseinrichtung mit der entsprechenden Basis nicht nur zeitgemäß, sondern auch zukunftsorientiert aufgebaut werden. Dazu muss man auch Geld in die Hand nehmen - Absichtserklärungen mit einem Null-Kosten-Spiel im Hinterkopf wären schlichtweg illusorisch.

Das MilRG nun neu aufzusetzen, bedeutet mehr als nur die Wiederbelebung eines entkräftet am Boden Liegenden, der die letzten Atemzüge holt. Aus ihm wird kein Spitzensportler mehr, er würde am Leben erhalten werden - mit all seinen Erfahrungen, seinem Trauma und seinen Frustrationen.

In jeder Hinsicht richtig wäre es nämlich, insbesondere nachhaltig, innovativ und proaktiv, in eine Planungsphase zu gehen, in der sachlich eruiert werden muss, was es alles für das 21. Jahrhundert brauchen wird: mit einem Blick nach vorne, mit dem Bewusstsein, aus den Fehlern und Systemschwächen gelernt zu haben. Dazu liegt bekanntlich ein umfassendes Konzept auf. Und das Neue muss den politisch Verantwortlichen dann auch das Investment wert sein - ohne Budget-Kompromisse, ohne schwächelnde Zwischenlösungen.

Ja, lasst uns eine neue Bildungseinrichtung auf die Beine stellen! Neu in jeder Hinsicht! 

Ja, verlassen wir alte Pfade und lernen wir aus dem Vergangenen! 

Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber




Goldener Ring der Militärakademie ging an Direktor des MilRG und zwei Erzieheroffiziere

[14.12.2017]

Am Donnerstag, dem 14. Dezember, wurde drei Personen des Militärrealgymnasiums der Akademiering in Gold verliehen: Direktor Mag. Dr. Werner Sulzgruber, Olt. Mag. (FH) Peter Resch und Olt. Mag.a Julia Lechner. Die feierliche Übergabe erfolgte anlässlich des Stiftungsfestes im Innenhof der Militärakademie. Generalmajor Karl Pronhagl übergab die Ringe persönlich an Dr. Sulzgruber und Olt. Resch. Frau Olt. Lechner konnte wegen eines Auslandsaufenthalts nicht anwesend sein.

Direktor Sulzgruber meinte dazu: "Ich freue mich über diese Auszeichnung, denn sie wird in einer demokratischen Art und Weise beschlossen, indem die Runde der Ring-Träger der Militärakademie in ihrem Kreis abstimmt, wem der goldene Akademiering zuerkannt werden soll. Sichtlich hat man unter anderem die Bemühungen um das Militärrealgymnasium - für seine Erhaltung - und den intensiven Einsatz für das Haus und die Schulgemeinschaft gesehen und honoriert." 

Begründet wurde die Zuerkennung auch mit dem jahrzehntelangen Engagement Dr. Sulzgrubers für die Aufarbeitung der Geschichte von Wiener Neustadt und damit letztlich für die Stadt und ihre zeitgeschichtliche Vergangenheit.

Es ist eine Ehre, die Berechtigung zum Tragen des Akademieringes in Gold zu erhalten. Schließlich wird er aufgrund der Satzungen über den Akademiering von 1957/93 für besondere Verdienste um die Theresianische Militärakademie vergeben.

Nach dem Festakt versammelten sich alle Fest- und Ehrengäste, darunter auch die Schülervertreter des MilRG, beim Empfang in der Burg.







Exkursion Schöller-Bleckmann Oilfield Ternitz

[12.12.2017]

Unter der Leitung von Prof. Othmar Holzer und Prof. Johann Galler unternahmen die beiden 8. Klassen am 12. Dezember eine Exkursion zur Firma Schöller-Bleckmann Oilfield Equipment in Ternitz.
Prof. Galler und Prof. Holzer hatten im Vorfeld die Werksbesichtigung im Chemie- bzw. GWK-Unterricht gut vorbereitet.

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen und führender Anbieter von Oilfield Equipment für die Oilfield Service-Industrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrang-Komponenten sowie High-Tech-Downhole-Tools für das Bohren und Komplettieren von Directional und Horizontal Wells.
Der Technologievorsprung auf der Materialseite sowie in der Hochpräzisionsfertigung sichern SBO im Kerngeschäft einen Weltmarktanteil von deutlich über 50 %.

Die engagierte und detailreiche Führung durch das Werksgelände gab den Schülern/innen einen guten Einblick in die Herstellungsprozesse dieser Firma. Einerseits wurden die technischen Abläufe gut dargestellt und erläutert, andererseits auch die ökonomischen Aspekte des börsennotierten Unternehmens in einer wirtschaftlich sehr abwechslungsreichen Zeit vermittelt.


 





"Haus der Illusionen" & Christkindlmarkt in Wien

[05.12.2017]

Am Dienstag, dem 5. Dezember, starteten die Schüler/innen des MilRG am späten Nachmittag mit einem Heeresbus nach Wien, um das "Haus der Illusionen" im ersten Bezirk zu besuchen. Organisiert wurde der Ausflug von Direktor Werner Sulzgruber, der beide Klassen unter anderem auch in Psychologie und Philosophie unterrichtet. Insofern kam es sehr gelegen, diese neue Einrichtung  genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn es warteten optische Täuschungen der unterschiedlichsten Art auf die Schüler/innen. Mag. Claus, Klassenvorstand der 8A, war mit dabei und fotografierte die Militärgymnasiasten/innen gekonnt an den verschiedenen Stationen.

Die Gruppe nahm an einer Führung durch das ausgesprochen kleine Museum teil. Der Guide - der als "Illusionist" vorgestellt wurde - versuchte mit "kreativen Mitteln" die Aufmerksamkeit des Publikums aufrechtzuerhalten und dieses durch die Räumlichkeiten zu führen. Neben Wandbildern, auf denen klassische optische Täuschungen (z. B. Bewegungstäuschungen, geometrisch-optische Täuschungen etc.) betrachtet werden konnten, gab es einige Zonen und Punkte, die zur Aktivierung einluden und mit Spaß absolviert werden konnten (z. B. das Durchgehen einer Trommel zur Bewegungstäuschung, Räume mit Größen-/Perspektiven-Täuschung). Am Ende der Führung bot der Illusionist noch sehr bemüht eine belustigende Zaubershow: Unterhaltung mit einem Touch von Kindergeburtstag.

Im Anschluss an den Besuch des "Hauses der Illusionen" spazierte die Gruppe zum nahen Christkindlmarkt zwischen dem Natur- und Kunsthistorischen Museum. Direktor Sulzgruber lud alle zu einem heißen Punsch ein, mit dem man sich etwas aufwärmen konnte. Dann galt es, die vielen Marktstände zu entdecken, bis der Autobus die Ausflügler wieder aufnahm und zurück nach Wiener Neustadt brachte.

Das Ziel dieser abendlichen Wien-Fahrt bestand nicht nur darin, praktische Erfahrungen mit dem Phänomen der Wahrnehmungstäuschungen zu machen, sondern es sollte auch Abwechslung in den schulischen Alltag gebracht werden. Alle Schüler/innen waren deshalb zu dieser gemeinsamen Fahrt und ihren Angeboten von der Schulleitung eingeladen.








 


Großes Interesse für eine Karriere beim Heer 

[16.11.2017]

Vizeleutnant Helmut Bader, Wehrdienstberater der Rekrutierungsgruppe Wien, kam am 16. November für die Maturanten des Militärrealgymnasiums ans BORG an der Ther. MilAk, um die Karrieremöglichkeiten beim Bundesheer zu erläutern.

Mit einem interessanten Vortrag und Broschüren aus dem Heerespersonalamt erläuterte der Wehrdienstberater verschiedene Wege der Karriere beim Heer nach der Matura, wie beispielsweise das Jagdkommando, den Beruf des Militärpiloten oder den Weg des Offiziers über die Theresianische Militärakademie.

Das Heerespersonalamt (HPA) ist eine dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport unmittelbar nachgeordnete Dienststelle und nicht Teil der Heeresorganisation (Bundesheer). Es ist für die Personalangelegenheiten (Personalgewinnung, -planung, -versorgung) zuständig und verfügt über Dienststellen in Wien (Leitung), Graz, Wels und Innsbruck.

Es gab großes Interesse unter den Militärgymnasiasten/innen. Nach dem Vortrag meldeten sich rund 20 Schüler/innen für die Kaderausbildung 1 und 2.

„Es ist eine gute Möglichkeit, den weiteren Ausbildungsweg zu planen und das bisher Erlernte zu bestätigen. Auch wenn man die Absicht hat, die 'Jägerschiene' einzuschlagen, kann man noch immer beispielsweise Panzergrenadier werden“, resümierten Felix und Sebastian aus der 8A-Klasse ihre Erkenntnisse.

http://karriere.bundesheer.at/allgemein/Fragen-und-Antworten-242









 

Im Landesgericht Wiener Neustadt

[17.10.2017]

Mit dem Ziel, den Militärgymnasiasten/innen das Gerichtswesen näher zu bringen, besuchte die Geschichte-Wahlpflichtfachgruppe mit Direktor Dr. Werner Sulzgruber am Dienstag, dem 17. Oktober 2017, das Landesgericht in Wiener Neustadt. „Das Besondere an dieser Exkursion war, dass wir uns nicht irgendeine Gerichtsverhandlung angesehen haben, sondern es handelte sich um eine Anklage wegen versuchten Mordes“, erwähnt Gilda aus der 8B-Klasse.

Um 09.10 Uhr begann die Verhandlung mit den klassischen Belehrungen durch eine der drei Richterinnen: Der Angeklagte wurde über seinen derzeitigen Sozialstand, seine Familienverhältnisse, sein Eigentum und Ähnliches befragt. Anschließend wurden der Sachverhalt der Tat, der Tatablauf und die Vorwürfe durch die Staatsanwältin geschildert. Man hörte vorerst jedoch nur die Sicht des Opfers, denn bis zum Verhandlungstag hatte der Angeklagte noch nicht ausgesagt. Darauf folgte der Vortrag des verteidigenden Anwaltes, der sehr ausführlich und – aus Schülersicht – allgemein äußerst belehrend war. In der Folge kam es zur Befragung des Angeklagten, welche viele Lücken offenließ und widersprüchlich war. Nach einer Pause äußerte sich der Sachverständige, in diesem Fall ein Arzt, der den Gesundheitszustand des angeschossenen Opfers darlegte. Die Verhandlung wurde schließlich vertagt.

„Dieser Tag war unglaublich interessant, denn zu sehen, wie eine Gerichtsverhandlung wirklich abläuft, kennen die meisten nur aus dem Fernsehen. Aber das im echten Leben zu sehen, noch dazu bei so einer Straftat, war etwas ganz Anderes. Es war wirklich informativ und interessant und ich bin schon sehr gespannt auf das Urteil, welches gefällt wird. Ob der Angeklagte nun für schwere Körperverletzung oder wirklich für versuchten Mord bestraft werden wird, oder vielleicht auch wegen der anderen zahlreichen Straftaten, die ihm vorgeworfen wurden“, schilderte Gilda nach diesem Vormittag.

Link zum NÖN-Bericht über die Verhandlung









 

Die Militärgymnasiasten/innen brachten die Wirtschaft auf Erfolgskurs

[16.10.2017]

Im Festsaal der Wiener Neustädter Sparkasse nahm am 16. Oktober 2017 der letzte Jahrgang des Militärrealgymnasiums am bekannten Wirtschaftsplanspiel ECO-Mania teil. ECO-Mania ermöglicht Schülern/innen und Studenten/innen ein nachhaltiges Erlernen volkswirtschaftlicher Zusammenhänge. OStR Prof. Mag. Othmar Holzer organisierte die Veranstaltung, die dankenswerterweise inklusive Getränke und Mittagessen von der Wiener Neustädter Sparkasse gesponsert wurde.

Wissen über Wirtschaft und Finanzmärkte gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die zunehmende Komplexität der wirtschaftlichen Verflechtungen und die Auswirkungen auf das eigene Leben erfordern von jedem Einzelnen eine intensivere Auseinandersetzung mit der Wirtschaft und den Finanzmärkten. ECO-Mania bietet den Schülern/innen im Rahmen eines volkswirtschaftlichen Brettspiels die Möglichkeit, volkswirtschaftliche Themen spielerisch aufzuarbeiten und Volkswirtschaft zu erleben.

Die Militärgymnasiasten/innen der 8A- und 8B-Klasse nahmen spielerisch auf dem Sitz des Bundeskanzlers Platz, führten als Gewerkschaftsvorstand Lohnverhandlungen mit Vertretern/innen der Wirtschaftskammer und brachten die Wirtschaft in ECO-Mania auf Erfolgskurs.

Globale Wirtschaft braucht globale Bildung, deshalb sind für das Planspiel keine volkswirtschaftlich-spezifischen Eingangsvoraussetzungen notwendig. „Das Spiel fand in einem einladenden Ambiente statt und hat sehr kompetent durchdacht gewirkt. Dadurch haben wir viel an Wissen gewonnen“, schilderte Andreas.

Der Jahrgang bedankte sich bei Frau Stephanie Schöberl, Marketing-Managerin an der Wiener Neustädter Sparkasse, die im Festsaal als Trainerin eingesetzt war.

Das nachhaltige Wissen durch ECO-Mania wird von den Teilnehmern/innen bestätigt. „Wir können vieles für die Matura verwenden!“, freute sich Anja über die zahlreichen Theorie-Inputs.

http://www.eco-mania.at/









 

Die bedeutendsten Chemiker Österreichs

[10.10.2017]

Am Dienstag, dem 10. Oktober 2017, fuhr OStR Mag. Johann Galler mit der Wahlpflicht-Gruppe Chemie des MilRG noch einmal in das Wirtschaftsmuseum nach Wien. Die fünf Damen und Herren der letzten Maturaklassen konnten sich einen hervorragenden Vortrag über Leben und Wirken des wohl bedeutendsten Chemikers, den Österreich je hervorgebracht hat, anhören und eindrucksvolle Experimente sehen.

Dr. Carl Auer von Welsbach entdeckte vier chemische Elemente, das Gasglühlicht, die Metallfadenlampe (= Glühbirne) und den Cer-Eisen-Zündstein für Feuerzeuge. Die dazugehörenden Patente haben ihn damals zum reichsten Mann der Welt gemacht. Mit seinem Vermögen hat er Wissenschaftler in der ganzen Welt unterstützt und dafür von fünf Universitäten die Ehrendoktor-Würde zuerkannt bekommen. Dr. DDDDDr. h.c. Auer von Welsbach konnte auch die ersten Tonaufzeichnungen (Vorläufer der Schallplatte) durchführen und er gilt als erster Farbfotograf Österreichs. Als Wohltäter stiftete er viele Sozialprojekte; ein besonderes Herz hatte er für die Anliegen von Krankenanstalten und Jugendeinrichtungen.

Einen kleinen Abschnitt im Café-Museum rundete den Vortrag ab, dabei konnten die Militärgymnasiasten die Ausstellung „Die Schönheit der Elemente“ anschauen.

„Das war sehr lehrreich“, war das Echo aller Teilnehmer nach der Exkursion.









 

MST am MilRG & ein neuer Top-Rekord von Jan Mencl

[05.10.2017]

Am 5. Oktober bewältigten die Schüler/innen des MilRG den sogenannten MST, den militärspezifischen Test, einen anspruchsvollen Soldaten-Parcours. Dieser besteht aus vier Teilen, die unmittelbar hintereinander folgen: Er beginnt mit einem Lauf, zuerst als Slalom, dann mit einer 10-Meter-Strecke, die im Robben zurückgelegt werden muss, und endet schließlich in Form eines neuerlichen Slalomlaufs ins Ziel. Insgesamt sind auf diese Weise ungefähr 80 Meter zurückzulegen. Der nächste Schritt ist das Ziehen eines 50-kg-Sacks über eine Distanz von 40 Metern. Nachdem dieser kraftraubende Teil abgeschlossen ist, müssen die Teilnehmer/innen zwei 18 kg schwere Kanister über insgesamt 100 Meter zu einem Zielpunkt tragen. Der letzte Abschnitt besteht darin, einen 24-kg-Kanister fünf Mal auf eine 1,25 Meter hohe Ebene zu heben. 

"Wir haben diese Übung gemacht, um diejenigen, die auf die Militärakademie wollen oder die Kaderanwärter-Ausbildung als erstes Ziel nach der Matura haben, vorzubereiten. Genauso wie bei der Testung, die jene noch vor sich haben, sind wir in Uniform, mit Feldschuhen und Rucksack gelaufen. 
Für das Bestehen dieser Prüfung ist eine Zeit von 4 Minuten und 10 Sekunden vorgegeben", erzählt Gilda, eine der weiblichen Teilnehmerinnen. 

Fast alle haben die Herausforderung unter dieser Vorgabe gemeistert. Hervorzuheben ist, dass die meisten Schüler/innen sogar weit unter dem Limit waren, das heißt die Herausforderung bestens gemeistert haben. Jan Mencl, Schüler der 8B-Klasse des MilRG, brach sogar den bisherigen Rekord im MST und übertraf damit alle Spitzenleistungen der Fähnriche der MilAk.

Eine Stimme aus der motivierten Gruppe der MilRG-Schüler/innen: "Zugegeben, es war sehr anstrengend, dennoch ist es jedes Mal aufs Neue reizvoll, solche Erfahrungen zu machen und seine Grenzen kennenzulernen!" (G. M.)







MilRG unterstützte die Ausmusterung und war öffentlich präsent

[29.-30.09.2017]

Die Schüler/innen des MilRG waren wie in jedem Jahr auch heuer wieder an der Ausmusterung beteiligt und unterstützten diese für die Akademie wichtigen Tage.

Heuer waren erstmals rund 300 Kader-Anwärter/innen zur Ausmusterung in Wiener Neustadt, darunter auch Absolventen/innen des MilRG, die eine Karriere als Offizier oder Unteroffizier anstreben. Manche wollen an die MilAk gehen und Berufsoffiziere im ÖBH werden.

Nicht nur, dass die Militärgymnasiasten/innen - gemeinsam mit ihren Erzieheroffizieren und der Internatsleitung - am 29. September in die Vorbereitungen involviert waren, sondern sie zeigten auch am 30. September zu den Feierlichkeiten am Maria-Theresienplatz in der Aufstellung und der Parade ihre Präsenz. Auf diese Art und Weise brachte das MilRG (zum letzten Mal in diesem Rahmen) zum Ausdruck, dass es seit über 50 Jahren ein zentraler Bestandteil der MilAk ist bzw. gewesen ist. (W. S.)

Video der Parade mit unseren Schülern/innen auf WNTV: 

http://www.wntv.at/page/video/MTY3NjM1







Schulsprecher am MilRG gewählt

[29.09.2017]

Im letzten Schuljahr des MilRG hatten sich insgesamt vier Schüler der Wahl zum Schulsprecher gestellt. Die Entscheidung wurde nun am 29. September getroffen. Mit einer deutlichen Mehrheit wählten die MilRG-Schüler/innen Kajetan Lindmayr (8A) zum Schulsprecher sowie Martin Helbig (8B) zum 1. und David Perktold (8B) zum 2. Stellvertreter. Ihnen wurde das Vertrauen ausgesprochen, die Schülerschaft im letzten Schuljahr zu vertreten.

Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber: „Ich finde es wichtig, dass sich junge Menschen bereit zeigen, Verantwortung für ein Team und eine Gemeinschaft zu übernehmen. Das beweist den Führungswillen des Einzelnen, der für künftige Führungskräfte natürlich von Bedeutung ist. Ich bin mir sicher, dass die gewählten Schülervertreter ihren Teamgeist und ihre Kommunikationskompetenz bestens für ihre Mitschüler/innen einsetzen werden.“ 

Kajetan Lindmayr, Martin Helbig und David Perktold treten damit in die lange Reihe der Schülervertreter am BORG an der Theresianischen Militärakademie.

 

 

Mit Segways auf den Spuren Maria Theresias

[26.09.2017]

Sightseeing auf höchstem Niveau bot Dr. Werner Sulzgruber seinen Militärgymnasiasten an: Auf Segways flitzten sie an einem schönen Herbstnachmittag auf einer Strecke von fast sieben Kilometern durch die Stadt und den Akademiepark auf der Suche nach Spezialinformationen über Maria Theresia und ihre Zeit in Wiener Neustadt.

„Ich wollte, dass meine Schüler mehr über ihre Schulstadt erfahren“, verriet der Schulleiter als Ziel seiner Exkursion am 26. September. Als Teilnehmer waren die Mitglieder der Wahlpflichtfachgruppe Geschichte dabei.  

Aufzusteigen, das Gewicht zu verlagern und sich beinahe geräuschlos durch die Gegend zu bewegen, das sind die Geheimnisse dieser Segways, womit man außergewöhnlich schnell und ohne Anstrengung von Station zu Station gelangen kann. Die Militärgymnasiasten erfuhren Dinge, die man in einem Reiseführer nicht nachlesen kann: Es begann mit der faszinierenden Beschreibung, wie das Gelände der Militärakademie zur Zeit ihrer Gründerin ausgesehen hatte und mit der Schlacht zu Kolin, wo Feldmarschall Daun - Oberdirektor der Akademie - 1757 siegreich gegen den Preußenkönig Friedrich war. 

Im Stadtpark sah sich die Gruppe beispielsweise Reste des Stadtgrabens an, aber auch die nähere Vergangenheit mit dem Gestapo-Hauptquartier, wo von 1938 bis 1945 gefoltert wurde. Bei den Kasematten, die derzeit eine Riesenbaustelle für die Landesausstellung 2019 ist, schärfte man den Blick auf die alten Stadtbefestigungen. Auch beim Reckturm ging es vorbei und auf den Domplatz. Beim Dom erfuhr die Gruppe so manch Interessantes zur Stadtgründung und dem Abstecken der Kirche 1192. Auch über die einstigen Kuriere der Kaiserin und ihre Schnellritte gab es Faszinierendes zu hören. Am Hauptplatz war unter anderem von den „Ausbrasslern“ als Fast-Food-Anbieter vor 300 Jahren die Rede, aber auch von den Brottischen und Händlern.

Mit diesen vielen Informationen und Anekdoten ging es nach rund zweistündiger Tour schließlich wieder zurück ans MilRG - zu Fuß.








 


Exklusive Gelegenheit: Das MilRG im Hangar-8

[21.-22.09.2017]

Wie Eltern Schulexkursionen organisieren können, wurde in Salzburg bewiesen: Für den letzten Jahrgang des Militärrealgymnasiums wurde diesmal die etwas andere Werft, der Red Bull Hangar-8 mit den Flugzeugen der Flying Bulls und den berühmten Panoramafenstern, geöffnet. Flugzeuge werden nicht nur ausgestellt und geflogen. Regelmäßige Wartung ist bei historischem Gerät von besonderer Bedeutung. Dies erfüllt der Hangar-8. Exklusiv für die Militärgymnasiasten/innen aus Wiener Neustadt öffnete diese Edelschmiede ihre Tore.

Bereits am Donnerstagnachmittags begann die Reise mit einer komfortablen Übernachtung mit Frühstück in der Schwarzenberg-Kaserne beim Jägerbataillon 8. Im Osten des Salzburger Flughafengeländes sind zwei Hangars der Red-Bull-Gesellschaft errichtet worden. Um Punkt 9.00 Uhr am Freitag erwartete bereits Flying Bulls Helikopter Chef-Pilot Siegfried „Blacky“ Schwarz die Militärgymnasiasten/innen für die Besichtigung und Führung.

Siegfried Schwarz ist einer der hochdekoriertesten Hubschrauber-Piloten Österreichs und sitzt schon seit dreißig Jahren am Steuerknüppel verschiedenster Helis. Er war der erste zivile Hubschrauberschüler in Österreich – zuvor konnte die Lizenz nur über das Bundesheer erworben werden. Schon bald startete Schwarz ehrgeizig seine Profikarriere als Helikopterpilot in der Luftbildfotografie. 1987 wurde er Pilot bei der Heli-Air in Tirol - Transport- und Rettungsflüge waren seine Hauptaufgaben In den 1990er Jahren war er auch Ausbildungsleiter bei der Christophorus Flugrettung. Seit 2000 ist Schwarz Pilot bei den Flying Bulls, beginnend als Freelancer, mittlerweile ist er Chefpilot und Flugbetriebsleiter der Helikopter bei den Flying Bulls. Er ist der einzige Österreicher mit einer zivilen Helikopter Kunstflug Lizenz und einer von zwei Piloten mit einer US FAA-Helicopter-Aerobatic-Lizenz! Highlights: 2x Goldmedaille mit der BO105 der Flying Bulls bei der Hubschrauber-Freestyle Weltmeisterschaft in Russland 2012 und Polen 2015.

Ursprünglich geplant, um die stetig wachsende Sammlung historischer Flugzeuge der Flying Bulls zu beherbergen, ist der Hangar-7 heute ein Synonym für avantgardistische Architektur, moderne Kunst und Spitzengastronomie. Die Frage „Wer sind die Flying Bulls?“ könnte man einfach beantworten: Eine Crew von Enthusiasten, deren Leidenschaft historischen Flugzeugen und Helikoptern gilt. Die „Fliegenden Bullen“ sind aber viel mehr: Sie verfügen über eine Flotte der schönsten Flugzeuge der Luftfahrtgeschichte – und über einzigartiges Know-how in der Instandhaltung und Restaurierung der historischen Fluggeräte.
Zur einzigartigen Sammlung zählen Raritäten wie die Lockheed P-38 Lightning, eine North American B-25J Mitchell, eine Chance Vought F4U-4 „Corsair“ oder eine DC-6. Die Flotte der Helikopter ist nicht weniger beeindruckend: mit zwei Modellen der BO 105 stehen die weltweit einzigen zivilen, für Kunstflug zugelassenen Hubschrauber in den Reihen der Flying Bulls. Dazu Helikopter wie die Bell Cobra, die mit einer glamourösen Vergangenheit aufwarten kann.
Der Hangar-8 ist im Gegensatz zur Eventlocation Hangar-7 als reiner Wartungshangar für die Flugzeuge der Flying Bulls gedacht und als solcher auch nicht öffentlich zugänglich. Der Spatenstich für den Hangar-8 erfolgte im Frühjahr 2002 genau gegenüber dem Hangar-7, getrennt durch einen geräumigen Vorplatz, um Flugzeuge manövrieren oder auch parken zu können. Anfang 2004 übersiedelte der gesamte Wartungsbetrieb der Flying Bulls in den Hangar-8.
In Konstruktion und Bauweise ist der Wartungshangar mit dem Hangar-7 ident, die Stahlkonstruktion besteht ebenfalls aus einem gerichteten Dreiecks-Netztragewerk, das mit ungefähr 1650 Glasscheiben verkleidet ist. Die Ausmaße von 63 x 58 x 12,5 Metern bieten einen Bruttorauminhalt von 26.700 m³. Als Salzburger Architekt wurde das Atelier Volkmar Burgstaller beauftragt. Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der technischen Ausstattung übertrifft der Hangar-8 alle international gängigen Standards, was auch kein Wunder ist: Flugzeuge wie jene der Flying Bulls erfordern die intensivste Zuwendung auf höchstem professionellem Niveau. Der Hangar ist so ausgelegt, dass das größte Flugzeug der Flying-Bulls-Flotte, eine DC-6B, genug Platz findet.
Die Geschichte der Flying Bulls beginnt in den Achtzigerjahren. Sigi Angerer, ein Pilot der Tyrolean Airways, flog zu dieser Zeit beruflich zwar moderne Jets, seine Liebe aber gehörte historischen Flugzeugen. Auf der Suche nach einem erschwinglichen Warbird stieß er schließlich auf eine North American T-28B, die er nach Innsbruck bringen und dort restaurieren ließ.
Schnell folgte eine Grumman G44 Widgeon und schließlich die legendäre Chance Vought F4U-4 Corsair. Die Corsair brachte Angerer mit Dietrich Mateschitz zusammen, der in den außergewöhnlichen Flugzeugen einen idealen Markenbotschafter für den Red Bull Claim „Verleiht Flügel“ erkannte. Die Idee der Flying Bulls war geboren. Mit dem weltweiten Erfolg des Energiegetränks wuchs auch die Flotte. Da der Platz am Heimatflughafen Innsbruck bald nicht mehr ausreichte, reifte Ende der Neunzigerjahre das Konzept zur Errichtung eines Hangars am Salzburg Airport.
Nun war auch der Zeitpunkt gekommen, die bislang lose Gemeinschaft von Piloten und Technikern unter ein gemeinsames Dach zu bringen, was 1999 zur Gründung der Firma „The Flying Bulls“ führte. Die technisch und optisch perfekten Flugzeuge der Flying Bulls sind seitdem gern gesehene Airshow-Teilnehmer und eine Attraktion bei jeder Art von Luftfahrtveranstaltung.

Um die Exkursion des MilRG festlich abzurunden, lud der Elternverein ins Gasthaus Kuglhof gleich neben dem Flughafen zu einem ausgezeichneten Mittagessen ein.







Wallfahrt nach Dreistetten

[07.09.2017] 

Um den zwei letzten Klassen des Militärrealgymnasiums etwas Abwechslungsreiches zu bieten, wurde als Alternative zur traditionellen Schuleröffnungsmesse am 7. September 2017 eine Wallfahrt gestaltet. So wanderten die Militärgymnasiasten/innen mit zwei Lehrern - Mag. Claus und Dr.in Komaromi - sowie Schulleiter Dr. Sulzgruber von der St. Georgs-Kathedrale zum Fuß der Hohen Wand - gleichsam "vom Hl. Georg der Theresianischen Militärakademie zum Hl. Georg von Dreistetten". Begleitet wurden die Wallfahrer/innen von Erzieheroffizier Olt. Stog, Rektor Stefan Gugerel und Elternvertreterin Brigitte Perktold.

An einem wunderschönen Spätsommertag begann die Wallfahrt der 8A und 8B in der St. Georgs-Kathedrale, wo Rektor Gugerel den ersten Segen gab und der Sinn und Zweck des gemeinsamen Weges thematisiert wurde.

In der Folge galt es 15 km mit rund 200 Höhenmeter zu absolvieren. Zwar war der erste Bereich nach Bad Fischau flach, aber von dort an ging es bergauf. Bei einem Kreuz nahe der Fischa und in der Pfarrkirche sangen und beteten die Teilnehmer/innen. Die idyllische Waldandacht war besonders eindrucksvoll. In de letzten Phase der Wallfahrt musste das Tempo erheblich gesteigert werden, um rechtzeitig zum Festakt zu kommen, der im Pfarrhof Dreistetten stattfand. Wegen der sehr guten Kondition der Schüler/innen stellte das kein Problem dar, brachte aber die Gruppe natürlich ins Schwitzen.

Bürgermeister Roland Braimeier begrüßte alle Anwesenden herzlich und betonte unter anderem die dreißigjährige Freundschaft mit dem Organisator Prof. Serge Claus. Der Pfarrhof von Dreistetten war der Ort, an dem Oberst Wilhelm Mainhart als Kommandant die Insignien - die vom Militärbischof Dr. Werner Freistetter gesegnet wurden - an neue Träger, nämlich Andreas Erblehner und Mario Irlweg übergab. Direktor Dr. Werner Sulzgruber betonte in seiner Rede besonders den Wert des Gemeinsamen, der Kooperation und des Zusammenhalts. Er verabschiedete außerdem Mag. Michael Lattinger, seinerseits Lehrer für evangelische Religion, vom Lehrkörper und bedankte sich bei ihm für die jahrelange Betreuung der Schüler.

Den Festgottesdienst feierten schließlich Militärbischof Werner Freistetter und Bischofsvikar Alexander Wessely mit der Pilgerschar. In seiner Predigt ging der Bischof auf die Wichtigkeit, als Christ zu agieren, aber auch über seinen Glauben Bescheid zu wissen, ein. Er zeigte sich sehr zufrieden mit den Vorbereitungen von Prof. Claus mit der Unterstützung von Prof.in Komaromi.

Im Anschluss an den Festakt ließ man den Abend gemütlich bei einem Abendessen beim „Schererwirt“ ausklingen (nach einer Einladung der Pfarrgemeinde, wofür sich die Militärgymnasiasten/innen sich herzlich bedankten). Die gemeinsame Wallfahrt - also das gemeinsame Gehen eines Weges und die dabei stattfindenden Gespräche - sowie das abendliche Beisammensein waren ein wichtiger sozialer Beginn für die Schulgemeinschaft.

„Es kam - wie auch viele Rückmeldungen der Schüler und Schülerinnen zeigen - zu einem wirklich schönen Gemeinschaftserlebnis des letzten Jahrganges“, resümierte Dr. Sulzgruber.








 



RÜCKBLICK IN DAS SCHULJAHR 2016/17:



Gletschermarathon mit purem Alpen-Panorama - der jüngste Athlet: MilRG-Schüler Kajetan Lindmayr top!

[2. Juli 2017]  

„Der Lauf war toll. Ich bin 10. in der allgemeinen Klasse!“, freute sich Kajetan Lindmayr, Klassensprecher der 7A am Militärrealgymnasium nach seinem Halbmarathon. Der jüngste Athlet des Gletschermarathons Pitztal-Imst 2017 mit der Startnummer 656 absolvierte die 21,1 km in einer Stunde und 40 Minuten. Wir gratulieren!

Das Rennen im schönen Tiroler Pitztal am 2. Juli 2017 führte ausgehend von Wenns (999 m), entlang der Pitztaler Landesstraße durch Arzl und bis zur Pitztal Einfahrt. Weiter ging es bis nach Strad und zurück in Richtung Tarrenz, vorbei am Fischteich bis zum Sportzentrum der Bezirkshauptstadt Imst (790 m).

Für die Zirbenholz-Trophäe aus dem Pitztal hat es nicht gereicht, aber nächstes Jahr ist Kajetan noch besser trainiert, es waren doch zu der Distanz von 21,1 km 224 Höhenmeter hinauf und 451 Höhenmeter hinunter zu absolvieren. „Nur die 1.600 km selbst Auto zu fahren, in 2 Tagen, haben mich ziemlich fertig gemacht“, schmunzelte der Steirer. „Es war stark bewölkt und daher ein optimales Wetter zum Laufen!“

Der Gletschermarathon Pitztal – Imst findet seit 2006 jährlich statt und ist inzwischen ein fester Bestandteil der Sommersport-Events in Tirol. Stetig steigende Läufer- und Besucherzahlen zeigen das große Interesse an dieser außergewöhnlichen Laufveranstaltung vom Pitztaler Gletscher zur Bezirkshauptstadt Imst.

Für das nächste Jahr ist das Datum schon gespeichert: 1. Juli 2018!







Schulschluss 2017

[30.06.2017]

Zum Ende des Schuljahres ist es am MilRG Tradition, dass sich die Schulgemeinschaft im Innenhof versammelt. Heuer wurden in diesem Rahmen einige Lehrer/innen verabschiedet: 

  • Frau Mag.a Barbara Danek, die am MilRG über das Schuljahr mit großem Einsatz Russisch unterrichtet hatte
  • Herr Mag. Christoph Posch, der das MilRG verlässt, um zukünftig in zwei anderen Schulen in NÖ zu unterrichten; er war - neben seiner Lehrtätigkeit in GWK und GSPB - jahrelang als Personalvertreter für die Lehrer/innen des Hauses aktiv
  • Frau Mag.a Casson-Szabad, die in Pension geht und beispielsweise wegen ihrer Leistungen im Bereich der Ausbildung im vorwissenschaftlichen Arbeiten und der Peer-Mediation prägend war
  • Frau Mag.a Edith Weissinger, die ebenfalls ihre Pension antritt und als Lehrerin für Spanisch und Russisch Generationen von Schülern/innen mittels Auslandsreisen den Sprachunterricht versüßte sowie als SQA-Beauftragte für die MilRG-Schulentwicklung tätig war

Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber hob in seinen Ansprachen zu den genannten Personen unter anderem das hohe Engagement der Kollegen/innen hervor und wünschte alles Gute für den weiteren Lebensweg. Oberst Wilhelm Mainhart und Generalmajor Karl Pronhagl schlossen sich den Glückwünschen an.

Hauptmann Mag. Gernot Sixt, der als langjähriger Erzieheroffizier das Internat verlässt, wurde von Oberst Mainhart und Generalmajor Pronhagl alles Gute für seine berufliche Zukunft ausgesprochen. Frau Oberleutnant Mag.a Julia Lechner gratulierten beide zur abgeschlossenen Ausbildung zur Trainerin.

Auch ein Absolvent des MilRG, Alexander Göbesberger, wurde von Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber vor den Versammelten für seine sehr gelungene vorwissenschaftliche Arbeit geehrt. Er hatte sich in der Schülervertretung engagiert und während seiner Schulzeit hervorragende Leistungen erbracht. Göbesberger erhielt von der MilRG-Elternvertretung aus den Händen des Elternvereinsobmannes Dr. Schrodis eine Belohnung für sein vorbildliches Tun. (W.S.)

 







MilRG-Schüler-Team gewann im "Vienna Spartan Race"!

[30.06.2017]

Wie erst kürzlich publik wurde, war ein Schüler-Team des MilRG beim "Vienna Spartan Race" überaus erfolgreich gewesen. Das Team erreichte den stolzen 2. Platz. Es ließ damit fast alle männlichen Teilnehmer in der Mannschaftswertung dieses Großwettkampfes hinter sich - wirklich beachtlich!  Andreas Erblehner übernahm den Preis für die siegreiche Gruppe.

Unsere Gratulation! (W.S.)




Besondere Ehrung für Mag. Serge Claus

[30.06.2017]

Beim Abschluss zum Schuljahr 2016/17 am 30. Juni 2017 im Innenhof des MilRG wurde Mag. Serge Claus eine ganz besondere Ehre zuteil. Denn der Pädagoge, der seit Jahrzehnten als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Militärseelsorge in Wiener Neustadt und andernorts aktiv gewesen ist, erhielt von der Österreichischen Albert Schweitzer Gesellschaft die "Ehrenmedaille für Kunst und Wissenschaft" verliehen. 

In seiner Lobrede wies Bischofsvikar Alexander Wessely unter anderem auf die musikalische Begleitung durch Mag. Claus in der St.-Georgskathedrale hin, aber auch auf das Wirken des Lehrers für die Schüler/innen des MilRG, die Fähnriche der MilAk und seine intensive Tätigkeit als Erzieher - mit viel Herz und großer Empathie, was ihn zu einem allseits beliebten Menschen macht.

Generalmajor Karl Pronhagl überreichte die Auszeichnung an den engagierten Pädagogen.

Wir schließen uns dieser Ehrung an und gratulieren herzlichst zu dieser verdienten Auszeichnung!  (W.S.)







Projektwoche in Saalfelden

[21.-28. Juni 2017] 

Die letzte Projektwoche des MilRG erlebten die Militärgymnasiasten/innen der 7A- und 7B-Klasse unter der Leitung von Prof. Serge Claus, Klassenvorstand der 7A, vom 21. bis zum 28. Juni 2017. Von Saalfelden aus erkundeten die Jugendlichen unter Begleitung von Mag. Claus und VL Bruckschwaiger die Wiechenthalerhütte, das Kitzsteinhorn, die Eisriesenwelt, die Stadt Salzburg, Hochfilzen und schließlich bei der Heimfahrt den Abenteuerpark in Gröbming.

Mit Temperaturen von weit über 30° waren manche Aktivitäten sehr anstrengend, wie der Marsch auf die Peter Wiechenthaler Hütte, aber die wunderschöne Aussicht auf Saalfelden und Zell am See entschädigte alle zum  Abschluss der fünfstündigen Tour. Die Militärgymnasiasten/innen wurden vom jüngsten Heeresbergführer Österreichs geführt. Am Kitzsteinhorn war es deutlich kühler, die Gruppe war auch auf dem höchsten Aussichtspunkt im Salzburger Land mit 3029 m. Am Nachmittag des zweiten Tages stellte die Sommerrodelbahn von Saalfelden eine richtige Erholung für alle dar.

Am Samstag ging es in den hohen Bergen gleich weiter mit der Eisriesenwelt in Werfen. Das Betreten des Eises für das Gruppenfoto rief bei manche ein komisches Gefühl hervor. Der direkte Blick auf St. Wolfgang lud danach geradezu zum Schwimmen im Wolfgangsee ein. Der Sonntag war der  Kultur in Salzburg gewidmet: mit Mozarts Geburtshaus, dem Dom, dem Haus der Natur, dem Mirabell-Garten, dem Friedhof zu St. Peter und der Festung Hohensalzburg.

Der Tag in Hochfilzen war grandios, der dortige Kommandant empfing den 50. Jahrgang des MilRG, machte eine Einweisung im Lehrsaal und führte ihn durch das Gelände. Vzlt Alexander Wöll, Kommandant Führung und Verwaltung des Tragtierzentrums, ermöglichte eine Begegnung mit den Haflinger-Pferden. Bei einem biathlonähnlichen Bewerb konnten die Militärgymnasiasten/innen ihre körperliche Fitness unter Beweis stellen. Der Trainer OStv Roland Schablitzky lobte die Teilnehmer/innen für ihre Treffergenauigkeit.

Der Dienstag war der Militärmusik Salzburg gewidmet. Kapellmeister Prof. Herzog bot dem 50. Jahrgang dankenswerterweise exklusiv ein Platzkonzert auf dem Antreteplatz der Schwarzenberg Kaserne. Anschließend führte die Reise ins Schloss Hellbrunn, wo manche nasse Überraschung wartete.

Zum  Abschluss der Woche ging es gemeinsam noch in den Abenteuerpark Gröbming in der Steiermark. Dort erfreute man sich am abwechslungsreichen Angebot - vor allem am Flying Fox.

„Eine hervorragende Mischung aus Kultur und Action“, meinte Felix nach seiner Rückkehr.







Konzert für das MilRG

[27. Juni 2017]

Eine große Ehre wurde dem 50. Jahrgang des Militärrealgymnasiums zuteil. Denn die Militärmusik Salzburg - unter der Leitung von Kapellmeister Prof. Herzog - spielte am 27. Juni 2017 in der Schwarzenberg-Kaserne ein Platzkonzert für die Schüler/innen. Der „Rainer-Marsch“ durfte natürlich nicht fehlen. Mit viel Applaus bedankten sich die Militärgymnasiasten/innen.

Im Rahmen ihrer letzten Projektwoche am MilRG erlebten die Schüler/innen der 7A und 7B Besonderes. Nicht nur die Freundlichkeit der Leute im Salzburger Land, sondern auch die Mühe war außerordentlich - mit dem Ziel, dass die letzten Militärgymnasiasten/innen die beste Erinnerung an ihre Projektwoche haben.

Zuerst wurden von Major Werner Geosits, selbst Absolvent der Schule, Grüße von Brigadier Heinz Hufler, dem Militärkommandanten von Salzburg, überbracht. Dann gab es einen Einblick in die Infrastruktur. „Wir sind dann bei der Probe im großen Saal gewesen. Beeindruckend, wie der aussieht - und noch dazu völlig schalldicht“, bemerkte Mario. Anschließend wurde der Platz zwischen den Gästen und den Musikern getauscht, sodass alle Militärgymnasiasten/innen hinter den Pulten saßen. Der Kapellmeister erklärte vor Ort den Tagesablauf und die Ausbildung der Militärmusiker. Die Übersiedlung aus der Rainer Kaserne in das neue Gebäude in der Schwarzenberg Kaserne erzählte Prof. Herzog mit einigen Anekdoten.

Bis zum Höhepunkt des Openair-Konzertes zeigte Major Geosits alle Einheiten der größten Kaserne Österreichs mit 240 ha und ca. 400 Gebäuden, von der Luftraumüberwachung über das Fliegerabwehrbataillon 3, das Radarbataillon, das Heereslogistikzentrum, die Militärstreife & Militärpolizei bis zum Pionierbataillon 2. Das Streitkräfteführungskommando und das Militärkommando Salzburg mit der Militärmusik gehören ebenfalls dazu.

Das Konzert bot Modernes und Traditionsmärsche, das Spiel zwischen Solisten und Orchester war gut zu erkennen. Die Militärgymnasiasten/innen bedankten sich sehr für dieses tolle Erlebnis. 


 






Alexander Göbesberger - Militärgymnasiast mit lauter Sehr gut!

[20. Juni 2017] 

Vier Jahre am BORG an der Ther. MilAk und ein Abschlusszeugnis, das ausschließlich die Note Sehr gut enthält, ist wohl nicht alltäglich. Aber dies schaffte Alexander Göbesberger aus St. Johann im Pongau am ersten Tag der mündlichen Reifeprüfung unter dem Vorsitz von Fachinspektor Mag. Alfred Nussbaumer.

Das MilRG sei genau seine Schule gewesen, erzählt Alex nach seinen Prüfungen: „Den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt habe ich sehr gut gewählt!“ Bei der mündlichen Matura war er mit Mathematik, Englisch und Chemie sehr zuversichtlich. Schon bei seiner vorwissenschaftlichen Arbeit „Nicht Klassische Aggregat-Zustände“ hatte er fächerübergreifend (Physik und Chemie) gearbeitet.

Seine Bilanz: „Hätte ich noch einmal die Wahl, würde ich jederzeit das MilRG nochmals wählen!“

Wir gratulieren!

Vorsitzender FI Mag. Nussbaumer gratuliert Alexander Göbesberger 

zu seinem ausgezeichneten Erfolg bei der Reifeprüfung



Rundflug mit der C-130 „Hercules“

[20. Juni 2017] 

„Es war ein Erlebnis, das auf alle Fälle!“, war das Resümee dieses ganz besonderen Tages für die Militärgymnasiasten/innen. Auf Einladung der Luftstreitkräfte konnten alle einen Rundflug mit der C-130 „Hercules“ erleben und dabei ins Cockpit gehen.

Am 20. Juni 2017 war es endlich soweit, dass die Militärgymnasiasten/innen mitfliegen konnten. Gleich in der Früh begaben sie sich nach Hörsching, wo die Maschine stationiert ist. Die C-130 „Hercules“ ist ein Flugzeug für vorwiegend militärische Transporte. Die Maschine verfügt über vier Turbo-Propeller-Triebwerke. Die Beladung erfolgt über eine Hecktür. Der Flieger dient in erster Linie zum Transport von Personal und Versorgungsgütern, vor allem im Rahmen von Auslandseinsätzen des Bundesheeres.

Der Rundflug ging von Hörsching nach Salzburg, wo die Mitfliegenden am Flughafen ein Touch-and-go erlebten. (Es bezeichnet das Landen eines Flugzeuges mit Aufsetzen des Fahrwerkes und anschließendem Durchstarten ohne Stillstand. Ein Touch-and-go wird zur Übung des Landeanfluges vorwiegend bei der Flugausbildung durchgeführt.) Von dort ging es weiter über den Fliegerhorst Aigen im Ennstal und zurück nach Hörsching.

„Es war ein besonderes Erlebnis, zumal wir ziemlich nah am Boden geflogen sind; wir konnten durch kleine Fenster unser Heimatland Österreich anschauen“, berichtete Sebastian aus der 7A.








Gemütliches Beisammensein

[13. und 14. Juni 2017]

Das Wetter spielte mit, sodass sich die Schüler/innen der 7A- und 7B-Klasse am 13. Juni unter freiem Himmel versammeln konnten und von Grillmeistern bestens umsorgt wurden. Zur Zeit des Notenschlusses am MilRG hatte Amtsrat Mag. Serge Claus nämlich zu sich nachhause ins Grün eingeladen, wo alles bestens zum Verwöhnen der Schüler/innen vorbereitet war. Vom alkoholfreien Gösser-Kracherl und Limonaden gegen den Durst bei den eigentlich schon hochsommerlichen Temperaturen bis zum Kotelett mit Pommes für alle Hungrigen war alles vorhanden.

Übrigens auch Oberstudienrat Mag. Othmar Holzer hatte seine Schüler/innen der 8A-Klasse tags darauf zu Besuch bei sich zuhause, um (in der laufenden Vorbereitungszeit für die mündliche Reifeprüfung) noch einmal gemeinsam Energie zu tanken und sich auszutauschen zu können.

Es ist erfreulich und ausgesprochen wertvoll, dass solche Zusammenkünfte von Lehrern des MilRG - in diesem Falle von Mag. Claus und Mag. Holzer - für unsere Jugendlichen organisiert werden. Sie sind ein Zeichen des guten sozialen Klimas, des Gemeinschaftsgefühls und der gegenseitigen Wertschätzung! 

Danke! (W.S.)


 






Geologische Schichten im Wiener Becken

[Juni 2017]

Fast unbekannt in unserer Umgebung sind die glaziäolischen Ablagerungen, wie beispielsweise der Löss oder andere Sedimente, weniger bekannt ist auch der Ursprung der Fischa, wo gleich ein ganzer Fluss aus der Erde fließt. Wer weiß, dass der Neufelder See aus den Gruben der Bergbauwerke entstanden ist? Mit einer Tagesexkursion wurde der Jahresstoff des Wahlpflichtfaches Geographie mit Prof. Mag. Christoph Posch wiederholt.

Das Wiener Becken erstreckt sich von Tschechien bis nach Gloggnitz, die jüngste Senke ist die Mitterndorfer Senke. Deshalb wurden die Militärgymnasiasten gleich zu Beginn mit der Kontaminierung des Grundwassers der Mitterndorfer Senke in Theresienfeld konfrontiert, wo in der 80.000 m3 großen Fischer-Deponie, trotz ihrer Lage inmitten eines riesigen Grundwasserreservoirs, unter anderem gefährlicher Industrie- und Gewerbemüll illegal abgelagert wurde. Die Räumung, bei der im Mittel 160 LKW-Ladungen Deponiematerial abgetragen wurden, verursachte Kosten von 130 Millionen Euro!

In Haschendorf wurde der Fischa-Ursprung bewundert, aus dem nichts unter den Bäumen entspringt ein ganzer Fluss mit klarem Wasser. Hier würde ein Löschfahrzeug der Feuerwehr in 11 Sekunden gefüllt!

Gerade die Wasserkraft wurde für die industrielle Revolution sehr wichtig, auch bei der neu entstandenen Textilindustrie, die beiden Flüsse Fischa und Leitha boten die notwendige Wasserkraft, um die Wasserräder anzutreiben. Bei den Fabriken wurden Werksiedlungen gebaut sowohl bei der Pottendorfer Baumwollspinnerei als auch bei der Metallwaren- und Messingnadelfabrik Nadelburg in Lichtenwörth, das seit 1986 endlich unter Denkmalschutz steht. Diese Arbeitersiedlung, die nach einem einheitlichen Grundplan in Theresianischer Zeit errichtet wurde, zähle zweifellos zu den ältesten noch weitgehend einheitlich erhaltenen Anlagen dieser Art in Europa, erklärte Prof. Posch.

In Neufeld an der Leitha wurde 1807 mit dem Abbau von Lignitkohle begonnen, durch den Schwefelkies entstand beim Verbrennen Schwefelwasserstoff, der für den Smog in Neufeld verantwortlich gewesen sei. In den 1920er Jahren erreichten ein Viertel der Kinder aus diesem Grund das 14. Lebensjahr nicht! Die Stilllegung des Bergbauwerkes erfolgte definitiv 1932 und aus den 1922/23 zusammengewachsenen Gruben entstand bis 1934 der Neufelder See.

In Müllendorf entdeckten die Exkursionsteilnehmer zahlreiche Muscheln im Leithakalk, dem Kalkstein des Leithagebirges. Dies sind tertiäre marine Sedimente des Paratethys-Meeres im Alpenvorland und sind um die 16 bis 13 Millionen Jahre alt. In Müllendorf wird aus Leithakalk Kreide produziert, in Mannersdorf wird er zur Zementherstellung gebrochen.

In Seebenstein waren Reste des glazialen Niveaus von Sandern zu sehen, sie befinden sich auf dem Niveau der Steinzeit, die Umgebung ist allerdings stark gesunken. Schließlich waren in Bad Erlach Lössverwehungen aus dem Quartär beim Ziegelwerk Lizzi zu entdecken.

Mit den vielen Impressionen konnten den etwas schwierigen Geographiestoff mit den beeindruckenden realen Bildern verknüpft werden.  





Das BORG an der Theresianischen Militärakademie

[9. Juni 2017]

Die Fehlinterpretation von Aussagen von Bundesminister Doskozil (über den vermeintlichen Fortbestand des MilRG in Wiener Neustadt) haben ungeahnte Auswirkungen und ziehen einen regelrechten "Rattenschwanz" nach sich. Dies hat in den vergangenen Wochen nämlich dazu geführt, dass für uns deutlich wurde, was das Phänomen eines Gerüchts eigentlich bewirken kann, welche Kreise es ziehen kann und wie schwierig eine Richtigstellung ist (wenn sie überhaupt möglich ist). Denn in den Köpfen vieler Menschen hat sich die (falsche) Schlagzeile festgesetzt (vgl. Beiträge unten), sodass eine typische Feststellung in den letzten Tagen die folgende ist: "Ich habe gehört/gelesen, dass das MilRG jetzt doch nicht geschlossen wird ..."

Hinzu kommen Annahmen und Behauptungen, die zu einem "großen Ganzen" versponnen werden: So ist beispielsweise die verzerrende Rede von der "Kadettenschule", in der Schüler/"Zöglinge", die wie Soldaten gekleidet sind, gleich zu "Militärpersonen"/"Soldaten" werden - keine unproblematische Vermischung von Begriffen.

Genauso verhärtet ist das Gerücht, dass das MilRG eine private "Militärschule" sei. Gemeinhin wird unsere Schule als "Militärrealgymnasium" (kurz "MilRG") bezeichnet, was den Eindruck erweckt, dass es sich um eine Privatschule des Bundesheeres handeln würde. Das ist aber nicht der Fall. Das "Bundesoberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie" - so die korrekte Bezeichnung - ist de jure eine öffentliche Schule. Nicht ohne Grund wird sie auch von Schülern/innen besucht, die hier nur den Unterricht genießen und nicht im Internat (des BMLVS) sind. Die Schule und das Internat sind zwei unterschiedliche Bereiche des MilRG, weshalb es für jeden Bereich eine eigene Leitung gibt, die jeweils unterschiedlichen Behörden untersteht: die Schulleitung (Direktor mit allen Lehrern/innen) dem Bundesministerium für Bildung, kurz BMB, und die Internatsleitung (Kommandant mit Kader und Erzieheroffizieren) dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, kurz BMLVS. Wenn man so will: eine "zivile Welt" neben einer "militärischen Welt", oder besser gesagt, eine besondere Verbindung von schulischer Ausbildung und zusätzlichen Angeboten militärischer Prägung.

Überhaupt muss man zwischen der Geschichte von Schulen, die dem MilRG ähnlich sind, und der Ist-Situation von Schulen in der Gegenwart klar unterscheiden. Das MilRG ist, historisch betrachtet, eine Geburt des Kalten Krieges, 1965 ins Leben gerufen und deshalb mit dem Geist einer neuen Modalität ausgestattet: zwar mit einer klaren Trennung von Kompetenzen (BMB, BMLVS), aber mit dem Ziel der Kombination von in Österreich Einzigartigem. Darin liegt auch der essentielle Unterschied zwischen einer klassischen Militärschule (wie wir sie in den USA, Russland etc. finden) und einer schulischen Bildungseinrichtung wie dem "Bundesoberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie" für 15-18-Jährige. 

Das einstige "Schulbataillon" gibt es in Wiener Neustadt in der Realität längst nicht mehr, wenngleich sich die Bezeichnung erhalten hat.

Das "Bundesoberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie" ist als öffentliche Schule (Verwaltung, Klassen, Lehrsäle) auf dem Areal der MilAk untergebracht; auch das Internat (Verwaltung, Internatszimmer, Aufenthaltsräume) befindet sich im selben Gebäude am Burgplatz 1. Das MilRG ist aber keine "Militärakademie", das heißt, es ist völlig verfehlt, "Militärschulen", wie es sie im Ausland gibt und wo beispielsweise Schießausbildungen o. Ä. zum Standardprogramm der Ausbildung gehören, mit dem MilRG gleichzusetzen, wo solches gar nicht erfolgen darf. Es spricht nichts gegen einen Vergleich ("... wie das MilRG"), aber es ist eben nicht dasselbe! Vielmehr ist und bleibt das MilRG einzigartig.

Das "Bundesoberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie" ist grundsätzlich ein Realgymnasium mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Die unterrichtenden Lehrer/innen sind dem Landesschulrat für NÖ und damit dem BMB unterstellt. Das BMLVS ist der sogenannte Schulerhalter und finanziert (bis Juni 2018) Sachgüter für die Schule (Unterrichtsräume und -mittel) sowie darüber hinaus das Internat (militärisches Personal, Ausstattung, Unterkunft, Versorgung, Internatssport, vormilitärische Ausbildung). Und genau deshalb kann das BMLVS das MilRG auch schließen, weil es als Schulerhalter die finanziellen Mittel (ausgenommen für die Lehrer/innen der Schule) nicht mehr in das Gebäude und das Internat investieren möchte. Das BMB wollte die Schulerhaltung nicht übernehmen, und es fand sich keine andere Finanzierungsgrundlage (z. B. Verein, Stiftung). Die bittere Konsequenz: Schließung mit Juni 2018.

Man hatte sich in den 1960er Jahren ein wirklich gelungenes Konzept für ein Unikat in der österreichischen Bildungslandschaft überlegt und dieses damals neue Bundesoberstufenrealgymnasium in Wiener Neustadt - neben der Theresianischen Militärakademie - angesiedelt, wodurch es letztlich seinen Standort-Namen erhielt.

(W.S.)




BMLVS berichtigt - Fortbestand ein Gerücht - Schließung des Militärrealgymnasiums mit Juni 2018 ist fix!

[20. Mai 2017]

Nachdem ein Betrag über die vermeintliche Weiterführung des Militärrealgymnasiums (fälschlich auch als "Militärgymnasium" oder "Militär-Gym" bezeichnet) am 19. Mai in der Printausgabe des "Kurier" erschienen war und sich in der Folge auch der ORF an die MilRG-Schulleitung und das BMLVS gewandt hatte, um der Sache auf den Grund zu gehen, musste nun seitens des BMLVS klargestellt werden: ein Gerücht, Weiterführung ausgeschlossen, keine Trendwende, sondern Schließung des MilRG mit Juni 2018! 

Mag. Dr. Werner Sulzgruber, Schulleiter des BORG an der Ther. MilAk

(c) wwwebmeister/James Abott/thinkstock




"Und übrigens, wer noch immer diversen Pressemeldungen Glauben schenken will ..."

Die Schließung des MilRG - Ein Beitrag zum Nachdenken!

[18. Mai 2017]

Zu großer Irritation führten Aussagen von Bundesminister Doskozil am vergangenen Montag, dem 15. Mai 2017, in Wiener Neustadt, als die Rede von einer "Kaderschule" war. Und es ließ nicht lange auf sich warten, dass danach plötzlich davon gesprochen und geschrieben wurde, dass das Militärrealgymnasium nun doch nicht geschlossen werde. Reaktionen blieben nicht aus und das klassische Szenario nimmt immer noch seinen Lauf: Journalisten schreiben zum Thema ("Heute", "Bezirksblätter" etc.), Politiker äußern sich dazu, der MilRG-Schulleiter wird kontaktiert etc. etc. - Stimmt denn das?

Es ist nur leider zur Kenntnis zu nehmen, dass das MilRG definitiv mit Juni 2018 geschlossen wird, auch weil die Schließung längst unaufhaltsam im Gange ist. Es gibt in einer solchen späten Phase der Auflösung einer Institution kein Zurück mehr - bedauerlicherweise. Der vorletzte Jahrgang maturiert zurzeit; nur noch zwei Klassen sind übrig; große Teile des Schulgebäudes wurden an die MilAk übergeben; seit Jahren wurde nichts mehr in die Ausstattung investiert. 

Was soll denn da bitte noch das Gerede von einer "Rettung" zu diesem Zeitpunkt? Eine solche Rettung wurde 2014 und 2015 mit größten Anstrengungen seitens der Schulgemeinschaft und gegen den massiven Widerstand des BMLVS und der MilRG-Gegnern versucht. Das MilRG wurde 2014 zum Spielball in einem politischen Handel und wurde leichtfertig als Gabe geopfert, sodass die Militärakademie als Ausbildungsstätte gegenüber der Landesverteidigungsakademie gewinnen konnte. 35.000 Unterstützungsunterschriften, die in nur vier Wochen eingingen, wurden 2014 einfach vom Tisch gewischt und damit demokratische Willensbekundungen von einer - man möchte fast sagen - kleinen Oligarchie ignoriert. Viele Gespräche mit politisch Verantwortlichen auf der Ebene der Stadt Wiener Neustadt, des Landes und des Bundes haben nur zur Desillusionierung geführt. Wo kein Wille von den verantwortlichen Politikern und ihren Strategen, da kein Weg - diese Lektion haben wir lernen müssen.

Bildlich ausgedrückt, lassen sich die gegenwärtigen Aussagen in den Medien so interpretieren, als ob man einem Sterbenden (dem MilRG) noch schnell anvertraut, dass man eigentlich doch ein Heilmittel ("Rettung", "Zukunft") für ihn gehabt hätte, aber erst jetzt darauf gekommen sei, es zu verabreichen. - Es grenzt also wahrlich an eine Provokation, jetzt, im Mai 2017, von einer "Rettung" des MilRG zu sprechen.

Die Diktion von einem "drohenden Aus" für das MilRG ist ebenso als Galgenhumor einzustufen, weil das MilRG im Oktober 2014 sein "Aus" durch den damaligen Kurzzeitminister namens Klug erhalten hat, was unverzüglich zur Demontage und zum Aushungern der Schule geführt hat: Werbeverbot, Aufnahme-Stop, Einfrieren der finanziellen Mittel u.v.a.m.

Man denke an einen Abstürzenden von einem Hochhaus, dem man knapp vor dem Aufprall auf dem Betonboden noch nachruft: "Vielleicht geht es ja doch noch gut!" - ein Witz - oder? Man hat das MilRG bereits "an die Wand gefahren"! Die letzten MilRG-Schüler/innen sowie die im System engagierten Menschen (Pädagogen/innen, Erzieher/innen des Internats) müssen mit den Folgen zurechtkommen. Alle tragen unter den schweren Bedingungen die wirkliche Last, verursacht von anderen.

Aber vielleicht handelt es sich doch einfach nur um ein großes "Missverständnis" oder man weiß gar nicht, wovon man hier eigentlich redet. Nur zur Klarstellung: Mit einer "Kaderschule" ist nicht das MilRG gemeint, sondern die Idee von irgendeiner schulischen Ausbildung (als implementierter Zweig, als Schwerpunkt o. Ä.). Wenn also eine Schule in Österreich Sorgen wegen der Schülerzahlen hat, dann könnte sie sich einen neuen Touch verleihen und Schüler/innen quasi mit ein bisschen Militär-Abenteuer rekrutieren, sodass diese dann einmal in das ÖBH pilgern, um dort Unter-/Offiziere zu werden. Aber das darf es wohl nicht sein, und das ist auch nicht vernünftig.

Zur Erinnerung: Es liegt ein völlig fertig ausgearbeitetes Konzept für eine neue Schule zum Thema Sicherheit (Leadership, Krisenmanagement, Cyber-Sicherheit etc.) mit unterschiedlichen Variationen und Erweiterungsmöglichkeit im BMLVS vor, das von Dr. Werner Sulzgruber im Mai 2016(!) Herrn Bundesminister Doskozil vorgestellt und übergeben wurde. Es verschwand nicht nur in der Schublade, sondern es wurde damals klar gestellt, dass das BMLVS weder Interesse an diesem Gesamtkonzept für eine neue Schule und ihren Varianten hat noch an der Schließung des MilRG zu rütteln sei. Das war vor einem Jahr, und das hatte Konsequenzen!

Fake-News? Die Schulgemeinschaft des MilRG hat wirklich schwierige Zeiten hinter sich, man ist in hohem Maße vom BMLVS enttäuscht und hat sich erzwungener Maßen vom MilRG ablösen und trennen müssen. Die Lehrer/innen des MilRG unterrichten längst auch an anderen Schulen in Wiener Neustadt und der Region. Fast alle sind bereit, die Schüler/innen des letzten Jahrganges bis zur Reifeprüfung 2018 zu unterrichten und zu begleiten. Ein Danke an dieses Lehrer/innen-Team! 

Man hat lange genug mit den Wünschen und Hoffnungen der Betroffenen gespielt. Wir hoffen am MilRG gar nicht mehr auf eine Weiterführung, sondern wir mussten uns mit der Tatsache der Schließung letztlich  - trotz vehementer Gegenwehr und höchsten Engagements für eine Weiterführung - abfinden. Spätestens seit Mai 2016! Was jetzt geschieht, ist nichts als das Bohren in seelischen Wunden. Das MilRG ist mit Juni 2018 Geschichte - und verantwortlich dafür sind Herr BM Klug und seine Berater, aber auch nicht sie allein, sondern mithin eine ganze Reihe von Personen, die hier nicht weiter genannt werden soll!

Aber es spricht nichts dagegen, eine zukunftsorientierte Bildungseinrichtung - die dem MilRG nicht unähnlich sein muss - neu zu errichten. Ein Gesamtkonzept wurde, wie beschrieben, von Dr. Sulzgruber 2016 vorgelegt. Nun wäre ein den modernen Standards entsprechender Schulbau unter anderem eine Grundvoraussetzung, der Standort Wiener Neustadt zweifellos sinnvoll ... - aber welch Ironie: Das MilRG musste zerstört werden, sodass man erkennt, dass es Schulen mit seiner speziellen Prägung braucht. 

Mag. Dr. Werner Sulzgruber, Schulleiter des BORG an der Ther. MilAk

(c) NÖN vom 31. Mai 2016, Seite 20

Wer erinnert sich noch daran?




Klares Statement gegen Rechtsradikalismus!

[13. Mai 2017]

Wenn in Bezug zum MilRG in einer aktuellen Ausgabe der "Zeit Online" (vom 12. Mai 2017) zu lesen ist, dass unsere Schule eine "Kaderschmiede des Rechtsextremismus und des Neonazismus" gewesen sei und es "jetzt ruhiger geworden" sei, dann kann ich als Schulleiter dieses Hauses solche Aussagen - von Andreas Peham (DÖW) - nicht unkommentiert lassen:

Link zum Beitrag

In der konkreten Textstelle heißt es auf die Feststellung des/der namentlich nicht genannten Zeit-Online-Redakteurs/in ("Sie haben gesagt, dass das Bundesheer in der Ausbildung schon einiges verbessert habe, aber offenbar bestehen die Probleme mit Rechtsextremismus noch immer an gewissen Ausbildungsstätten.") aus dem Mund von Andreas Peham: 

"Das Militärgymnasium in Wiener Neustadt in Niederösterreich ist hier besonders negativ aufgefallen. Dieses Gymnasium war bis vor Kurzem eine Kaderschmiede des Rechtsextremismus und des Neonazismus. Durch personelle Veränderungen und die Trennung von rechtsextremistischen Lehrern ist es dort jetzt ruhiger geworden. Seit 2015 haben wir nichts Einschlägiges mehr gehört."

Dazu ist festzuhalten: Am MilRG kommt der politischen Bildung ein besonderer Stellenwert zu. Wir fördern in unserem Haus das Demokratiebewusstsein und sprechen uns klar und deutlich gegen jede Form des Radikalismus, Rassismus und Antisemitismus aus. Wir sind gegen Ausgrenzung, gegen Diskriminierung und gegen politischen Extremismus (ob Rechts- oder Linksextremismus). Wir setzen uns für ein soziales Engagement ein, für Menschenrechte und demokratische Werte. Es ist mir als Leiter dieser Schule (seit Oktober 2014) ein großes Anliegen, auch gegen jegliche Anzeichen von Fehlentwicklungen vorzugehen, da wir in unserer Schulgemeinschaft keinen Rechtsradikalismus oder Neonazismus dulden!

Mag. Dr. Werner Sulzgruber, Schulleiter des BORG an der Ther. MilAk


Links zu Informationen gegen Extremismus:

Jugend und Extremismus (BMB)

Dschihadistischer Extremismus (BMB)

Beratungsstelle Extremismus (BMFJ)





MilRG beim Spartan Race 2017

[12.-13. Mai 2017] 

Auf dem Gelände der Theresianischen Militärakademie fand heuer wieder einmal das Spartan Race statt. Das Team der 7. Klassen des Militärrealgymnasiums errang in der Kategorie Spartan Super mit zwei Stunden die für ihr Alter hervorragende 13. Platzierung von 89 angetretenen Teams.

Das Spartan Race ist weltweit die führende Hindernislaufserie. Die Kategorie Spartan Super, die die Militärgymnasiasten ausgesucht hatten, bot alles, was man sich bei einem Hindernislauf vorstellen kann. Das Rennen gleicht mit seiner Distanz von 13+ Kilometern und 20+ Hindernissen einem Schlachtfeld. Der Spartan Super bringt den Teilnehmer an seine physischen und mentalen Grenzen, zeigt einem seinen inneren Schweinehund und bringt ihn dank Willenskraft über die Ziellinie. Lukas meinte: „Die Bezeichnung 13+ war ein bisschen irreführend, schließlich waren es 17 km mit 36 Hindernissen!“ Hindernisse sind beispielsweise: Überwinden einer Eskaladierwand, Überspringen brennender Balken, an Tauen hochkletterten, Speerwurf, unter Stacheldraht hindurchkriechen oder Sandsäcke einen Berg hinaufschleppen.

Nach der erfolgreichen Premiere des Spartan Race im Mai 2016 kehrte diese Veranstaltung am 12. und 13. Mai 2017 nach Wiener Neustadt zurück. Die rund 4.000 Athleten, die mit dem antiken Spartaner-Schlachtruf „AROO“ den schweißtreibenden Kampf gegen Matsch, Hindernisse und Feuer aufgenommen hatten, verbrachten unvergessliche Stunden auf dem 130 Hektar großen Campus der ältesten Militärakademie der Welt.

Der Spartan Race, der 2009 gegründet wurde, fordert die Disziplinen: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination; Fairness und Teamarbeit haben hier hohe Priorität. „Ich habe schon viele Wettbewerbe mitgemacht, aber dies war der ärgste!“, resümiert Lukas aus der 7A-Klasse.


(c) Gerhard Seeger

(c) Thomas Lampersberger


                           



Erste-Hilfe-Training für unsere MilRGler - Selbstschutz geht vor Fremdschutz

[4. Mai 2017]

Die Erste Hilfe und „Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen“ müssen immer wieder aufgefrischt werden, so waren auch die Militärgymnasiasten am 4. Mai 2017 in einem Stationsbetrieb mit dieser wichtigen Ausbildung beschäftigt.

„Eine der wichtigen Lektionen aus diesem Nachmittag, die erlernt werden musste, ist: Selbstschutz geht vor Fremdschutz“, so die geprüfte Sanitäterin und Ausbildungsleiterin Oberleutnant Mag.a Julia Lechner, „man kann nicht helfen, wenn man selbst verletzt wurde!“

Die Erste Hilfe mit Schwergewicht Eigenschutz wurde mit Stationsbetrieb und mit Unterstützung von zwei Sanitätern der truppenärztlichen Ambulanz durchgeführt. Bei der ersten Station zum Thema Kohlenstoffmonoxid war die Lehre, dass man auf die Einsatzkräfte warten muss, da die Gefahr der Intoxikation viel zu groß ist. Bei der nächsten Station zum Thema Reanimationstraining in engen Räumen war erlebbar, dass eine andauernde Reanimation bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gerade unter erschwerten Bedingungen höchst anstrengend werden kann. Bei der dritten Station wurden diverse Gefahrenquellen besprochen, die den Helfer selbst in ernste Gefahr bringen können. In der vierten Station wurde auf die Problematik der Autounfälle eingegangen, wo Beteiligte und Helfer einen kühlen Kopf bewahren müssen, die gesamte Situation im Auge zu behalten haben und aufmerksam beobachten müssen. Es gibt außerdem Situationen, in denen sich der Patient selbst aus der Gefahrenzone bringen muss, bevor Helfer ihn versorgen können.

„Nicht zu vergessen ist, dass weitere Hilfe nur dann kommt, wenn man weitere Hilfe auch anfordert!“, wies einer der MilRG-Teilnehmer, Kai aus der 7A, noch hin.






Gemeinsamer Abschluss mit den 8. Klassen am MilRG

[21. April 2017]

Knapp vor dem Ende des letzten Schuljahres unserer beiden 8. Klassen wurde der 21. April als Tag gewählt, an dem das Ende der Schulzeit für alle Maturanten mit unseren Schüler/innen der 8A- und 8B-Klasse gemeinsam begangen wurde. 

Zuerst wurde ein gemeinsames "Maturanten-Frühstück" im Speisesaal der Daun-Kaserne veranstaltet, bei dem nicht nur alle Schüler/innen der 8A und 8B anwesend waren, sondern auch die Schul- und Internatsleitung mit Direktor Sulzgruber und Oberst Mainhart sowie der Kommandant der MilAk, Brigadier Pronhagl, Pfarrer Gugerel, unsere Erzieheroffiziere, ein paar Lehrer/innen und andere Angehörige der Schule. Nach einigen Worten an alle Anwesenden durch Dir. Sulzgruber, in denen er unter anderem darauf hinwies, dass nun ein besonderer Lebensabschnitt (nämlich der "des/der Schülers/in") zu Ende geht, sich die gewohnte Klassengemeinschaft auflöst und auch das Internatsleben nur noch wenige Wochen dauert, und Ansprachen von Oberst Mainhart und Brigadier Pronhagl widmete man sich dem gemeinsamen Frühstück, bei dem zum einen Rückschau gehalten wurde und zum anderen auch auf die kommende Matura vorausgeblickt wurde.

Nach diesem kommunikativen Beisammensein ging es in die St.-Georgs-Kirche, wo man Gottes Segen erbat, um mit Kraft und Zuversicht die letzten Wochen der 8. Klasse gut zu bewältigen und die erwünschten schulischen Ziele im Mai und Juni zu erreichen.

Das Maturanten-Frühstück und die kirchliche Veranstaltung wurden von den Schüler/innen der 8. Klasse sehr positiv aufgenommen. (W. S.)







Im Militärhundezentrum

[20. April 2017] 

Das Militärrealgymnasium stattete dem zirka acht Hektar großen Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch einen Besuch ab. Die Schüler/innen wurden vom Kommandanten, Oberst Otto Koppitsch MSD, in die Zucht und Ausbildung in Kaisersteinbruch eingewiesen und erlebten bei einer Vorführung die Leistungsfähigkeit der Diensthunde des Österreichischen Bundesheeres.

Nach einer herzlichen Begrüßung von Oberst Koppitsch bekamen die Militärgymnasiasten/innen einen geschichtlichen Überblick über die Militärhunde, die es seit 100 Jahren im österreichischen Heer gibt. „Bereits Alexander der Große züchtete für Kriegszwecke große molosserartige Hunde, die durch die Römer in den zentraleuropäischen Raum kamen. Diese Hunde gelten als Ahnen des Rottweilers, der bis heute im Bundesheer Verwendung findet. Erst im 19. Jahrhundert setzte eine in Zuchtvereinen planmäßig organisierte Rassehundezucht ein, die durch Festigung der Gebrauchseigenschaften im Erbgut der verschiedenen Hunderassen diese für bestimmte militärische Aufgaben befähigte. Am 20. September 1899 wurde der Rassestandard des Deutschen Schäferhundes festgeschrieben. Die Gründung des österreichisch-ungarischen Polizei- und Kriegshunde-Vereins im Jahr 1914 hatte zum Ziel, der Armee Sanitäts- und Kriegshunde zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls 1914 wurde die k. u. k. Kriegshundeschule in Wien gegründet. Ihr Auftrag war es, Mensch und Hund zu einer Einheit zu formen und für den Kriegsdienst auszubilden. Eingesetzt als Wach-, Sanitäts-, Melde-, Kabel-, Polizei- und Zughunde leisteten sie hervorragende Dienste. Die militärische Indienststellung von Hunden gründet sich auf ihre den gleichartigen menschlichen zum Teile überlegenen Sinne. Die Verwendung der Hunde bedeutet in allen Fällen Schutz, Schonung und Ersparnis von Menschenmaterial“, erklärte der Kommandant gekonnt.

Weiters führte er aus: „Die Evaluierung des österreichischen Militärhundewesens 2010 erbrachte als Ergebnis die Aufwertung des Standortes Kaisersteinbruch durch ein Militärhundezentrum. Spezialhunde sind beim Jagdkommando und der Militärstreife sowie militärische Rettungshunde bei der Austrian Forces Disaster Relief Unit (AFDRU) längst Realität. Beim Kampf gegen Terror und Sprengstoffbedrohung sind seit 2014 Militärhunde eingebunden. Zum Aufspüren von Explosivstoffen gibt es keinen besseren Sensor als die Hundenase. Gilt es doch, durch den Einsatz von Militärhunden einen nicht unerheblichen Beitrag zur Risikominimierung für die Soldaten im In- und Ausland zu leisten.“

Im Anschluss wurden die modernste Hundezwingeranlage Österreichs besichtigt. In Kaisersteinbruch werden Rottweiler sowie deutsche und belgische Schäferhunde ausgebildet. Derzeit sind rund 180 Militärhunde im Dienststand des Bundesheeres. Danach sahen sich die Schüler/innen die Futterküche an, bevor die Vorführungen mit den Schutz- und Spürhunden startete. Die Ausbildung beginnt im Alter von 15 Monaten. Die Schutzhunde übernehmen Aufgaben bei der Bewachung von militärischen Objekten des Bundesheeres, die Spürhunde dienen zum Auffinden von Suchtmitteln und Sprengstoffen. Mittlerweile verfügt das Militärhundezentrum auch über zwei „Trümmerhunde“ zur Suche nach verschütteten Personen in eingestürzten Gebäuden.


 





Erlebnis Heiligenkreuz

[27.-28. April 2017] 

Klostertage erlebte der letzte Jahrgang des Militärrealgymnasiums vom 27. auf den 28. April 2017 im Stift Heiligenkreuz. Betreut von Frater Isaak, der die Jugendführungen im Stift koordiniert, begeisterte die Militärgymnasiasten/innen vor allem die Antwort auf die Grundfrage: Gibt es Gott - oder nicht?

Gleich zu Beginn ihres Aufenthalts wurden die Militärgymnasiasten/innen über die Geschichte ihres Aufenthaltsortes informiert und waren sichtlich von der Geschichte des Klosters gepackt. So befindet sich sogar eine Reliquie vom Kreuz Jesu in der Kreuzkirche. Unter anderem wurden Vergleiche zwischen Uniformen, die bei Mönchen „Habit“ heißen, hergestellt. Statt in Grün sind jene schwarz-weiß, wie es dem Orden der Benediktiner entspricht. Die Zisterzienser-Mönche folgen ihren Grundsätzen, indem sie seit 1133 beten und arbeiten - Letzteres auf unterschiedlichen Gebieten: in der Forstwirtschaft, in der Buchbinderei, bei Gebetsgruppen oder im Sport. Sie betreuen 22 Pfarren und bald drei zusätzliche Klöster: das Neukloster in Wiener Neustadt, das Zisterzienserkloster Stiepel in Bochum und Neuzelle (Brandenburg).

Der Klostergarten ist besonders schön und erinnert an den Garten Eden, wobei mit dem Begriff Paradies „bei Gott zu sein“ gemeint ist. Im Lese-Gang ist das Freiheitszeichen, das Kreuz, besonders sichtbar: „Gott liebt dich so sehr, dass er alles für dich tut. Aber das muss man erleben“, erklärte Frater Isaak. Die ehemalige Waffenkammer des Stiftes wurde auch besichtigt, es ist die ehemalige Bücherei. „Im Leben geht es um einen Kampf“, schilderte der Mönch. Im sogenannten Parlament des Klosters liegt sogar Friedrich der Streitbare, der letzte Babenberger, bestattet. „Das Mönchsleben ist ein anderer Lebensentwurf, aber mit der Liebe Jesus und der Verfügbarkeit innerlich erfüllt“, stellte der lebensfreudige Jugendbegleiter weiters dar. Der Psalm 4, Vers 8, war das Aha-Erlebnis für Frater Isaak: „Du legst mir größere Freude ins Herz, als andere haben bei Korn und Wein in Fülle“, und seitdem könne er dies erleben. Die Bibel sei seiner Ansicht nach ein Liebesbrief von Gott an uns. Die Jugend solle für das Gute quasi „radikalisiert“ werden!

Nach dem Morgengebet und die Heiligen Messe - die mutigsten Militärgymnasiasten/innen begannen übrigens mit den Mönchen um 05.15 Uhr in der Früh ihr Tagwerk - war Sport mit den Mönchen angesagt. Nach dem Mittagsgebet und dem ausgezeichneten Klosteressen gab es noch eine wunderschöne Begegnung mit einem Künstler, Pater Raphael: „Als freischaffender Künstler lebte ich in Berlin-Brandenburg. Durch meine Berufung zum Mönch von Heiligenkreuz und den damit verbundenen monastischen Dienst ist auch meine künstlerische Berufung nochmals gereift und tiefer geworden, durch konkrete Aufgaben vom Kloster konnte sich meine künstlerische Arbeit für Gott und den Menschen entfalten.“

Innerlich gestärkt und mit größerer Lebensfreude verließen die Militärgymnasiasten/innen das Kloster im Wienerwald.







Rückorganisation am MilRG im Laufen

[7. April 2017]

Man möge es nicht glauben, aber immer noch kommen Anfragen für Aufnahmen an das MilRG.

Man möge es nicht glauben, aber noch kursieren gerne Gerüchte, dass das MilRG vielleicht doch nicht aufgelöst werden würde.

Man möge es nicht glauben, aber der Prozess zur Schließung des MilRG ist längst im Laufen.

Faktum ist, dass keine neuen Schüler/innen am MilRG aufgenommen werden, sondern die letzten beiden Jahrgänge mit über 70 Burschen und Mädchen im Haus sind, die 2017 und 2018 hier ihre Reifeprüfung absolvieren werden. Das Lehrer/innen-Team des MilRG ist in höchstem Maße bemüht, diesen Weg sicherzustellen. Schüler/innen der 7. Klassen können im Falle des "Sitzenbleibens" nicht mehr am MilRG wiederholen, sondern müssen an andere Schulen Österreichs "ausweichen".

Faktum ist, dass das MilRG definitiv aufgelöst wird, wenngleich auch im ÖBH - seit 2016 mit Herrn Bundesminister Hans Peter Doskozil - Bestrebungen bestehen, eine neue schulische Ausbildung umzusetzen, die dem Heer Unteroffiziere und Offiziere bringt.

Faktum ist, dass die Schule und das Internat seit 2015 vom Schulerhalter (BMLVS) räumlich eingeschränkt wurden und Flächen im Erdgeschoß und im 2. Stock an das Institut 2 der MilAk (für Kursteilnehmer/innen) übergeben werden mussten. Mit 2017 hat die interne Rückorganisation der Schule begonnen, indem beispielsweise alle Ausstattungs- und Sachgüter sowie Unterrichtsmaterialien gelistet werden, Inventarisierungen stattfinden und die umfangreichen Bestände des Schularchivs (BORG an der Ther. MilAk und BRG für Berufstätige) sortiert, neu systematisiert und für einen Transfer vorbereitet werden. Hier werden nun von der Schulleitung, der Administration, Kustoden/innen und anderen viele Arbeitsstunden aufgewandt, denn schließlich gilt es, eine rund 50 Jahre existente Bildungseinrichtung zu schließen und "Hab und Gut" an die Schulbehörde oder den Schulerhalter zu übergeben. In knapp mehr als einem Jahr - also mit Ende Juni 2018 (!) - müssen die als Schule und Internat benützten Räumlichkeiten an das BMLVS übergeben werden können. (W.S.)

(c) NÖN vom 4. April 2017, Seite 6



"Treu bis in den Tod?"

[6. April 2017]

Am 6. April fand an der Theresianischen Militärakademie ein Symposium unter dem Titel "Treu bis in den Tod?" statt, an dem auch Schüler des MilRG teilnahmen. Die Veranstaltung war in einer Kooperation der MilAk mit dem Katholischen Bildungswerk Wien, dem Bildungszentrum St. Bernhard und der Absolventenvereinigung Alt Neustadt durchgeführt worden. 

Hier wurde der Begriff der "Treue" nicht nur in seiner Verwendung im Leitspruch der Akademie, sondern als Wert kritisch reflektiert, indem zum Beispiel diverse Zugänge aus unterschiedlichsten Bereichen (Geschichte, Politikwissenschaft, Germanistik etc.) thematisiert wurden. (W.S.) 

Näheres unter: http://www.miles.ac.at/miles/_Herbstsymposium/TherMAF2017/SymposiumTbidT2.php

Dieses Symposium bildete den Auftakt zu einer Reihe von Festveranstaltungen an der Akademie anlässlich des 300. Geburtstages von Maria Theresia. - vgl. z. B. https://vimeo.com/205912381 und http://www.miles.ac.at/miles/news/2017/300_Jahre_Maria_Theresia.php

(c) ÖBH Gerhard Seeger



Bußgottesdienst vor den Osterferien

[5. April 2017]

Nachdem sich viele Militärgymnasiasten/innen am Aschermittwoch auf Schikurs befunden hatten, fand am 5. April 2017 ein Bußgottesdienst statt, zu dem alle Schüler/innen eingeladen waren. Religionsprofessorin Dr.in Marianna Komáromi und der Rektor der St.-Georgs-Kathedrale, MMag. Stefan Gugerel, organisierten die Messe für das MilRG.

Vier Klassen des Militärgymnasiums füllten die ersten Reihen der St.-Georgs-Kathedrale am Abend des 5. April, die dunkle Stimmung in der Kirche ließ sie in die Meditation der Buße eintauchen. Die Teilnehmer/innen hatten sich gerade mit Asche bekreuzigt.

Die Kantorin Marie-Luise Schottleitner sang das fünfte Klagelied nach Jeremias, einzelne Worte des Gesangs wurden im Anschluss nach einleitenden Worten des Rektors einfach meditiert. Buße sei kein „Sich-schlecht-Fühlen“, in dessen Folge man nichts schaffe, sondern es sei ein neuer Anfang. Dr.in Komáromi hielt eine ergreifende Predigt, wo sie besonders die Bereitschaft, auf den anderen zuzugehen, betonte. „Um Erlösung erfahren zu können, ist es nicht genug, Gott allein um Vergebung zu bitten. Wir müssen einander verzeihen“, erwähnte sie.

Nach einem gemeinsamen Bußakt und den gegenseitigen Friedensgruß wurden die Fürbitten gesprochen. Das gemeinsame Vaterunser mit der Bitte „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ rundete die Gedanken und das Gebet des Gottesdienstes ab - und fast gleichzeitig strahlte die Sonne, gleich einem himmlischen Zeichen, wieder in die Kathedrale.

Als Symbol der Läuterung reichte der Rektor jeden Gottesdienstbesucher eine weiße Serviette, um sich von der Bußasche zu reinigen. Im Anschluss plauderten noch alle bei einem gemütlichen Fastenessen in der Sakristei der St.-Georgs-Kathedrale.  







MilRGler stranden auf dem Mond! – Werden sie überleben?

[30. März 2017]

Die bekannte gruppendynamische Übung „NASA-Bruchlandung“ wurde am 30. März 2017 im Rahmen einer vormilitärischen Übung für die Militärgymnasiasten/innen der 7. Klassen zum sozialwissenschaftlichen Experiment und gleichzeitig zur selbst erlebten Empirie.

Obwohl die Frühlingssonne zur Ausbildung im Freien eingeladen hätte, musste diese Ausbildung in den Klassenräumen des MilRG durchgeführt werden. Die Ausgangssituation besteht darin, dass die Teilnehmer/innen mit einer Bruchlandung auf dem Mond konfrontiert sind und die Überlebenden noch vorhandenen brauchbaren Gegenstände nach ihrer Wichtigkeit reihen müssen, um das Mutterschiff erreichen zu können. Nach einer persönlichen Reihung musste jede Gruppe einen Konsens finden. Als Helfer fungierten nicht nur die Erzieher, sondern auch Schüler/innen aus dem Abschlussjahrgang des MilRG.

Diese Übung wurde nicht nur zu dem Zweck durchgeführt, den Teilnehmern/innen einen Einblick in Bereiche der Psychologie (Entscheidungsverhalten, Gruppendynamik) zu geben, sondern sie wurde mit wissenschaftlichen Ansätzen verknüpft (Theorienbildung, Forschungsfragen-Formulierung, Hypothesenbildung, Methodik) und als empirischer Teil eines Forschungsprojektes simuliert. Erst nach Übungsschluss wurden die wissenschaftlichen Aspekte besprochen und das ausgearbeitete Forschungsdesign erklärt.  

„In den letzten Jahren haben wir immer wieder erlebt, dass die Schüler nicht so recht wissen, wie sie ihre VWA angehen sollen, und zwar mit guten Vorsätzen ans Werk gehen wollen, es aber zeitlich hinausschieben. Ziel war es, zu zeigen, dass Wissenschaft kein abstrakter Begriff ist, sondern etwas Greifbares, Erlebbares sein kann“, erklärte Olt Mag.a Julia Lechner, die für dieses Experiment verantwortlich zeichnete.







Finanzbildung – OeNB EuroFit Tour

[22. März 2017]

Am Mittwoch, dem 22. März, hielt Roman Rieger, Referent des österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums, Vorträge über die Funktion des internationalen Finanzwesens aus Sicht der Nationalbank für die vier Klassen des Militärrealgymnasiums.

Die sehr interessanten, mehrstündigen Präsentationen behandelte viele Themen, welche den Militärgymnasiasten/innen einen groben Überblick über die Finanzwelt geben sollten. Unter anderem wurde über die Funktion des Geldes, Preisstabilität und Finanzmarktstabilität gesprochen. Der vom Geographieprofessor Mag. Christoph Posch organisierte Vormittag wurde von den Militärgymnasiasten/innen sehr positiv aufgenommen, denn er informierte nicht nur zu den genannten Themen, sondern motivierte auch, einen kritischen Blick auf die Finanzwelt zu werfen. (K.L)


 





Unsere Oberstudienräte wurden 120!

[März 2017]

Seit genau dreißig Jahren sind beide Kollegen am Militärrealgymnasium, ihnen wurde gleichzeitig der Titel “Oberstudienrat“ verliehen und nun feierten sie gemeinsam "120 Jahre": OStR Mag. Othmar Holzer und OStRin Mag.a Edith Weissinger sind begeisternde Fremdsprachenlehrer. Generationen von MilRG-Schülern/innen haben Englisch, Spanisch oder Russisch bei den Jubilaren erlernt. Wir gratulieren!



Fremdsprachenwettbewerb Englisch

[8. März 2017]

Eric Haslwanter, Schüler der 7A-Klasse, nahm am 8. März 2017 am Fremdsprachenwettbewerb Englisch in St. Pölten teil, begleitet von seiner Lehrerin, Frau Mag.a Anja Angsüsser. Etwa 25 Schüler gingen an den Start. Eric erreichte als einer von 14 die zweite Runde. Für das Finale reichte es leider nicht. Alle Teilnehmer wurden mit einer Urkunde und der Aufforderung, es im nächsten Jahr wieder zu versuchen, verabschiedet. (A.A.)


Exkursion ins Technische Museum Wien

[6. März 2017]

Am 6. März fuhr die 8A-Klasse mit Professor Mag. Othmar Holzer nach Wien, um die Ausstellung „Die Zukunft der Stadt“ zu besichtigen. Die Führung fand im Technischen Museum Wien statt. Es wurden viele Bereiche der künftigen Stadtplanung gezeigt. Von der Stromversorgung bis zur Agrarwirtschaft in Türmen wurde eine Reihe von neuen Plänen für moderne Städte präsentiert. Aber auch über bereits Bestehendes, wie die Seestadt Aspern, die sich noch in der Entwicklungsphase befindet, konnte man vieles erfahren.

Die Stadt ist unbestritten der Lebensraum der Zukunft. Auf nur zwei Prozent der Weltoberfläche beherbergen die Städte rund die Hälfte der Weltbevölkerung – bis zum Jahr 2015 wahrscheinlich sogar mehr als zwei Drittel.

Diese globale Entwicklung wirft etliche Fragen auf: Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie wollen wir wohnen, wie können wir bauen, uns fortbewegen und uns mit Energie versorgen? Wie werden wir unsere Städte organisieren, und wem wird die Stadt gehören? Diesen Fragen gingen wir in der Ausstellung „Die Zukunft der Stadt“ in verschiedenen Ausstellungsbereichen nach: urban life, urban mobilty und urban energy. (L.G. u. O.H.)








Der letzte Schikurs des MilRG

[26. Februar - 4. März 2017]  

Nach Jahrzehnten der Tradition von Wintersportwochen am MilRG ist diese Zeit des besonderen sportlichen Angebots nun bedauerlicher Weise zu Ende. Der letzte Schikurse des MilRG fand vom 26. Februar bis 4. März im Salzburger Felbertal statt. 

Unsere Schülerinnen und Schüler sind äußerst sportlich und wurden stets durch kompetente Heeresschilehrer geführt und gefordert. Die regelmäßig durchgeführten Wintersportwochen für alle Schüler von der 5. bis 7. Klasse boten die Chance, nicht nur das Schifahren in allen Anforderungsstufen zu perfektionieren, sondern auch etwas für die Herausforderungen im alpinen Gelände zu lernen - vom Überleben (z. B. Iglu-Bau) bis zu Hilfeleistungen (z. B. Bergungen).

Heuer waren auch keine Gäste mehr aus unserer ehemaligen britischen Partnerschule Welbeck mit dabei, die immer voller Faszination mit uns die österreichische Bergwelt erleben durften und darüber ins Schwärmen gerieten. 

Unsere Schülerinnen und Schülern zeichneten sich bei der diesjährigen letzten MilRG-Wintersportwoche dahingehend aus, dass sie die Erste Hilfe und den Abtransport bei einem verunfallten Touristen tatkräftig unterstützten. Wir sind stolz auf unsere Burschen und Mädchen! (W.S.)







Eine besondere Entdeckung: MilRG als UNESCO-Modellschule!

[3. März 2017]

Im Rahmen von Räumungs- und Reinigungsarbeiten kam es am MilRG zu einer besonderen Entdeckung. Denn es fand sich das unten abgebildete Dokument, was uns zuerst einige Rätsel aufgab. Aber nach Recherchen lässt sich nun Folgendes dazu sagen:

In den 1960er Jahren wurden in Österreich Kooperationsprojekte von Bildungseinrichtungen mit der UNESCO entwickelt und realisiert. Unter anderem wurden dabei Modellschulen gesucht, die wegen ihrer besonderen Ausrichtung und ihrer Schwerpunkte international von Bedeutung sein konnten. Das BORG an der Ther. MilAk war aufgrund seines Alleinstellungsmerkmals höchst interessant, weshalb die "Österreichische Unesco-Kommission" mit unserem Haus damals ein "UNESCO-Modellschulprojekt" umsetzte. 

Das BORG an der Ther. MilAk - mit seinen Schwerpunkten in den Bereichen der Naturwissenschaften, des Sports und der vormilitärischen Erziehung - bekam beispielsweise in Amerika (Mexiko) Aufmerksamkeit, offensichtlich aber motiviert von der seit jeher umgesetzte spezielle Konzentration auf die politische Bildung, das Thema Schutz/Sicherheit und das internationale Verständnis. 

In UNESCO-Modellschulen geht es nämlich darum, Werte und Inhalte zu vermitteln, die seitens der UNESCO forciert werden: das Wissen und den Einsatz für Menschenrechte, Demokratie, Umweltschutz, Kultur/en und das Kulturerbe, die Sensibilisierung für Krisen und Konflikte und deren Ursächlichkeiten und Bewältigungen etc. 

Heute ist das MilRG leider nicht mehr Teil des Netzwerkes der österreichischen "UNESCO-Schulen". Aber dennoch wurde und wird vieles davon am MilRG gelehrt und gelebt. (W.S.)







Aschermittwoch: Bei ihm ist Erlösung in Fülle

[1. März 2017] 

Militärbischof Werner Freistetter betete am Aschermittwoch-Abend mit der Pfarrgemeinde die Vesper in der österlichen Bußzeit. Mit dabei waren auch Direktor Dr. Werner Sulzgruber, Religionsprofessorin Dr.in Komaromi und Mag. Serge Claus sowie die Militärgymnasiasten/innen der 8. Klassen, um das Aschenkreuz zu empfangen.

Die Beleuchtung in der Kathedrale lud zum Gebet ein, der Einzug war in Stille, bis der Ordinarius „Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn“ sang. Die Vesper in der österlichen Bußzeit aus dem Gotteslob 637 wurde abwechselnd von der Gemeinde und von der Kantorin Marie-Luise Schottleitner gesungen, begleitet wurden sie von Ines Schüttengruber als Organistin.

Die Kehrverse gaben sofort den Ton an: „Erbarme Dich meiner o Gott“, „Beim Herrn ist Barmherzigkeit, bei ihm ist Erlösung in Fülle“, „Durch Christi Wunden sind wir geheilt“.

Bevor der Ordinarius während der Vesper die Gläubigen mit der Asche bezeichnete, brachte er es in seiner Kurzansprache auf den Punkt, dass die Asche ein Zeichen der Bereitschaft zur Umkehr, der Buße und schließlich der Hoffnung sei. „… die Hoffnung auf die Auferstehung, denn die Asche besteht aus den Palmzweigen des Einzugs in Jerusalem, wo Jesus als König des Lebens begrüßt wurde. Die Fastenzeit ist auch eine Zeit der Übung, wie beim Militär. Man nimmt sich etwas zurück, wir reduzieren auf das Wesentliche. Durch das Zurückstellen eigener Ansprüche kann mehr Platz für den Nächsten entstehen, und auch für Gott!“, so Freistetter.







Faschingsdienstag

[28. Februar 2017]

Am vergangenen Faschingsdienstag lud Direktor Werner Sulzgruber nicht nur das Lehrer/innen-Team des MilRG, sondern auch das Kaderpersonal und die Erzieheroffiziere des Hauses zu einer gemeinsamen Jause ein. Der Startschuss erfolgte in der großen Pause. Über den Tag verteilt gaben sich die "Gäste" ein Stelldichein und wurden mit Krapfen verwöhnt - die allen das schulische Leben versüßten.


 





Militärgymnasiasten beim Theo Tag 2017

[23. Februar 2017] 

Am 23. Februar 2017 fuhren die katholischen Militärgymnasiasten/innen der Maturaklassen mit ihrer Religionsprofessorin Dr.in Marianna Komáromi nach Wien in die Kirchlich Pädagogische Hochschule / Strebersdorf zum Theo Tag 2017 unter dem Motto „Begegnung – Bildung – Berufung“ mit einem Treffen mit Kardinal Schönborn.

Der Tag war auf Schüler/innen der AHS und BHS ausgerichtet – über verschiedene Ausbildungswege und Berufsmöglichkeiten in Wien. „Mit zwei vortragenden Professoren, 16 Workshops und dem Wiener Kardinal war dieser Tag sehr informativ“, meinte Andreas aus der 8A.

Der erste Vortrag vom Dogmatiker Univ.-Prof. Dr. Josef Niewiadomski der Universität Innsbruck zielte darauf ab, darzustellen, dass Religion wichtiger als Ethik ist: Nur Gottes Autorität könne uns in Zeiten des Scheiterns der Ethik Orientierung geben, war seine Schlussfolgerung. Sehr erstaunt waren die Militärgymnasiasten/innen, dass Univ.-Prof. Niewiadomski der Doktorvater von Prof.in Komáromi gewesen ist.

Im Anschluss trug Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck von der Universität Wien im Bereich der Ethik und Naturwissenschaft vor (mit dem Titel "Eizellenspenden künftig auch in Österreich erlaubt?"). „Die Fragerunde von Prof. Beck über Ethik war besonders interessant“, erzählte Lukas.

„Der Theo Tag hat uns ein vielseitiges Programm an ‚Workshops‘ geboten, von Gefangenen- und Polizeiseelsorge, über Themen wie Fundamentalismus/Salafismus/Demokratie, Telefonseelsorge, Ethik in Unternehmen, bis zur Frage, wie sollte man mit Bettler/innen umgehen und ob man Eizellenspenden erlauben sollte“, erwähnte Laurenz.

Am Nachmittag war dann die Stunde mit Kardinal Dr. Christoph Schönborn, der die Fragen der knapp 400 Jugendlichen beantwortete. Er sprach sehr offen über persönliche Themen, wie z. B. wie viel er verdient, wann er betet, wie oft er beichtet und ob er gerne Papst geworden wäre. „Zwei von uns haben auch Fragen gestellt!“, meinte Laurenz. „Er hat sehr offenherzig und sympathisch auf mich gewirkt“, schilderte Max.

Nach einem abschließenden Gebet und einer Würsteljause fuhr die zufriedene Gruppe gegen 17 Uhr nach Wiener Neustadt zurück.







Pränataldiagnostik - Fluch oder Segen?

[17. Februar 2017]

Am 17. Februar fand auf Initiative von Prof. Mag. Leopold Horvath ein Vortrag über Pränataldiagnostik im Rahmen des Biologieunterrichtes der 8. Klassen des Militärgymnasiums statt.

In einem äußerst lebendigen Vortrag beleuchtete Oberstleutnant der Miliz Dr. Rudolf Bräuer, Gynäkologe und medizinischer Ausbilder beim Österreichischen Bundesheer das Thema „Vorgeburtliche Diagnostik“ aus medizinischer und auch aus rechtlicher und ethisch-moralischer Sicht.

Untermalt durch zahlreiche aussagekräftige Ultraschallfotos des sich entwickelnden Embryos wurden Möglichkeiten der modernen Medizin aufgezeigt, den Verlauf der Schwangerschaft zu begleiten und frühzeitig etwaige Probleme in der Entwicklung des Kindes zu diagnostizieren. Dabei wurde besonders auf einen heute relevanten  Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Fehlentwicklungen und dem Alter der Schwangeren verwiesen.

Dr. Bräuer wies  mit dem Satz „Wir Gynäkologen haben nur eine beratende Funktion!“ auf die Eigenverantwortung eines Paares hin, wie es mit dem Befund einer festgestellten Behinderung eines heranwachsenden Kindes umgeht.

Es wurde aber auch kritisch auf eine zunehmend zu beobachtende und moralisch bedenkliche Tendenz hingewiesen, nur ein perfektes Kind  bekommen zu wollen.

Großes Lob gebührt den  Schülerinnen und Schülern, die aus dem bereits im Biologieunterricht erworbenen Wissen kompetente Anknüpfungspunkte an den Inhalt des Vortrages bekundeten und durch ihre Fragen und ihre rege Beteiligung an Diskussionen großes Interesse an diesem Thema zeigten.

(L. H. Fotos Therese Pultz)

 



 



Challenge 2017 – bis an meine Grenzen!

[2.-3. Februar 2017]

Who dares winns, der Leitspruch der Britischen Spezialeinheit, und „rückblickend ein durchaus zutreffendes Motto der I AM A WINNER CHALLENGE 2017 des MilRG“, so die Ausbildungsleiterin Olt Mag.a Julia Lechner. Leider zum letzten Mal wurden Militärgymnasiasten zwei Tage lang vom 2. bis zum 3. Februar 2017 bis an ihre Grenzen im Raum Wiener Neustadt geführt.

Das Militärrealgymnasium führte eine 20-stündige „Belastungsübung“ unter Einsatz aller Erzieheroffiziere und Fähnriche aus dem ersten Jahrgang durch und bot den Militärgymnasiasten somit die Möglichkeit, ihre eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen und auch eine Vorbereitung auf die Kaderanwärterausbildung zu erleben.

„Ich bin gespannt, was auf uns zukommt! Draußen werden wir kaum schlafen, aber drinnen sicher nicht in einem Bett!“, meinte Christoph noch vor der Übung. Olt Lechner ergänzte, dass ab heuer das Ausscheidungsprinzip gelte, um auch mit negativem Stress umgehen zu können: „Die Militärgymnasiasten nehmen freiwillig daran teil, daher sind beeindruckende Leistungen möglich. Es geht um eine Selbsterfahrung. Jeder Teilnehmer macht das für sich selber, um sich und seine physischen und psychischen Grenzen besser einschätzen zu können. Daher ist jeder, der teilnimmt, bereits ein Gewinner.“

Die Challenge begann am Nachmittag mit einem anstrengenden Orientierungslauf mit drei Parcours im Akademiepark, anschließend galt es, ein Hindernis unter acht Minuten zu überwinden - ein Bärenhang ist dann doch nicht so einfach.

Nach der Herstellung der Adjustierung war die ABC-Ausbildung am Programm: In vielen Ländern lagern nach wie vor atomare, biologische sowie chemische (ABC-)Kampfstoffe und bei Umweltkatastrophen ist die Vorwarnzeit kurz. Nur eine schnell agierende und bestmöglich ausgerüstete Hilfseinheit hat dann die Chance, etwas gegen die Gefahr auszurichten.

Danach mussten kognitive Aufgaben gemeistert werden: mathematische Übungen und sinnerfassendes Lesen waren die Hauptdenkaufgaben dieses Teilbereiches.

Nach einem Vollzähligkeitsappell hörten die Teilnehmer gut bei der Befehlsausgabe zu; es galt nun, einen Gepäcksmarsch Richtung Flugfeld in der Nacht zu absolvieren. Nach einer Stunde Marschzeit übernahmen Fähnriche die Gruppen als Marschkommandanten, um ein zügiges Tempo zu sichern. Kaum am Flugfeld angekommen, gab es plötzlich ABC-Alarm. Das vorher Erlernte musste sofort angewandt werden und unter diesen erschwerten Bedingungen setzten die Militärgymnasiasten den Marsch Richtung Garnisonsübungsplatz fort. Endlich kamen sie beim Nachtlager an, das sie nun sauber ausgerichtet aufbauen mussten. „Die Kraft ist mir beim Marschieren und Laufen ausgegangen!“, schilderte Bernd. „Es bleibt eine interessante Erfahrung, das Gefühl zu bekommen, wie sich eine Belastungsübung anfühlt.“

Die Nachtruhe war von äußerst kurzer Dauer, weil eine Schlafentzugsphase erprobt wurde: Um 2.30 Uhr gab es Sportübungen am GÜPL, die Gruppen wurde noch mit zusätzlichen physischen und psychischen Übungen beansprucht. Um 4.30 Uhr wurde das Lager abgebaut und das Material verladen. Nun gab es wieder kognitive Übungen zu bewältigen; diesmal mussten sich die Teilnehmer Gesichtsausdrücke merken.  

Kurz darauf besuchte der Akademiekommandant Brigadier Karl Pronhagl die übenden Militärgymnasiasten und überzeugte sich von der großartigen Zusammenarbeit zwischen dem Kaderpersonal des Referats 2 der MilAk, den Fähnrichen und den Erziehern. In Anwesenheit des Akademiekommandanten bedankte sich Jan Mencl als Jahrgangssprecher im Namen seiner Kameraden bei den Ausbildern für die Durchführung und ihr Engagement.

Die nächste kognitive Übung war der Sandkasten Österreichs, wo Kenntnisse historischer oder geographischer Art abgefragt wurden. Danach wurde zur COBRA marschiert, wo um 7.30 Uhr die Gruppen abgeholt wurden.  

Beim anschließenden Frühstück, wo sich Brigadier Pronhagl, Oberst Mainhart und Direktor Sulzgruber ein Bild von den Teilnehmern machten und allen, welche die Übung durchgehalten hatten ihr Lob aussprachen, übergab der Akademiekommandant T-Shirts und MilAk-Kappen für die „Winners“. Gleichzeitig bedankte sich die Ausbildungsleiterin Olt Lechner für das große Engagement von allen Seiten. „Sich der Challenge zu stellen, heißt sich zu trauen und das Risiko einzugehen, zu scheitern. Es nicht zu probieren, ist schon ein Scheitern!“ Zwei Fähnriche erlebten die Challenge von beiden Seiten, denn früher hatten sie als Militärgymnasiasten teilgenommen, nun waren sie als Ausbilder involviert.

Im Anschluss führte die Ausbildungsleiterin noch mit jedem Einzelnen ein Feedbackgespräch: Es ging hierin vor allem um die nötige Selbstreflexion (Wann war der Augenblick, wo es einem am schlechtesten gegangen ist? Was hat geholfen weiterzumachen?).

Nach der befohlenen Ruhezeit nach dem Ende der Challenge konnten die Teilnehmer die Heimfahrt antreten und die Semesterferien genießen.








Höchstes Lob! - Unsere Schüler/innen am Burgball 2017

[27. Jänner 2017]

Der diesjährige Burgball war - mit seinem umfangreichen Unterhaltungsprogramm - bestens besucht. Für viele stand fest: eine unvergessliche Ballnacht!

Der Burgball gilt als das Ball-Ereignis in Wiener Neustadt schlechthin. Dabei ist vielen allerdings gar nicht bekannt, dass die Schüler/innen des MilRG in der Vorbereitung dieses großartigen Festes immer eine wichtige Rolle spielen und das MilRG stets tatkräftige Unterstützung leistet.

Am Ball selbst konnten sich heuer die Ehrengäste und die Besucher des "Kaffeehauses" (wo es ein Genuss war, der Klaviermusik von Mag. Serge Claus zu lauschen, und wo die wunderschöne Stimme einer professionellen Sängerin an dessen Seite erklang) davon überzeugen, wie fleißig sich die Militärgymnasiasten/innen engagierten.

Man vernahm allseits nur höchstes Lob für das professionelle Agieren der Schüler/innen in ihren Aufgaben, ihr ausgesprochen höfliches Auftreten und ihr vorzügliches Benehmen. Gäste fragten, wer diese Burschen und Mädchen seien, und staunten angesichts der Antwort, dass es sich um die Schüler/innen des MilRG handle - die letzten Jahrgänge, die diese einzigartige Bildungseinrichtung besuchen.

Direktor Werner Sulzgruber erzählte am Burgball gerne zur Ausbildung am MilRG und den schulischen Entwicklungen. Er freute sich sehr über seine Schüler/innen und war stolz darauf, wie sie das MilRG an diesem Abend repräsentierten! - "Ausgezeichnet!"







Militärgymnasiasten/innen eröffnen den Ball der Offiziere

[20. Jänner 2017]

Stolz konnten wieder Militärgymnasiasten/innen und Fähnriche der Theresianischen Militärakademie sowie italienische Kadetten den Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg am 20. Jänner 2017 eröffnen.

„Dieser Ball verlangt eine lange Vorbereitung“, schildert Valentina, „man muss die Grundkenntnisse des Linkswalzers beherrschen.“ Vier Mal mussten die Militärgymnasiasten/innen nach Wien in die Maria-Theresien-Kaserne fahren, um stundenlange Proben zu absolvieren. Am Freitag bei der Generalprobe vor dem Ball war dann alles überstanden, um am Abend vor dem großartigen Publikum auftreten zu können.

Neun Militärgymnasiastinnen und acht Militärgymnasiasten erlebten eine unvergessliche Ballnacht. „Es war ganz toll!“, erwähnt noch Max aus der 8A-Klasse. Die Mitternachtseinlage zur Ehren Maria Theresias – heuer wird ihr 300. Geburtstag gefeiert – war für die Zuschauer besonders spektakulär.

Lukas und Julian aus der 8B sprachen sogar mit dem Verteidigungsminister und waren erstaunt, wie zugänglich er ist. Der Minister wünschte den Schülern noch „viel Glück“.




 



Vielleicht doch ein Kuscheltyp? Genanalyse am MilRG

[17.-18. Jänner 2017] 

Mongolische Vorfahren? – Nikotinabhängig oder doch eher Kaffeesensibel? – Kraft – oder Ausdauertyp? –– Einfach angeboren dick? – Bindungsfähig?

Organisiert vom Biologieprofessor des Militärrealgymnasiums, Mag. Leopold Horvath. brachte Mag. Reinhard Nestelbacher von der Firma DNA Consult Sciencetainment in bewährt engagierter Weise den zukünftigen Maturanten/innen das Thema Gentechnik nahe. Diesmal standen bereits sieben Gene zur Auswahl, die die Studierenden aus ihrem eigenen Erbgut analysieren konnten.

Arbeiten, Forschen und Analysieren war das Motto dieser Projekttage, die am 17. und 18. Jänner 2017 am MilRG stattfanden und Einblicke in den Forschungsgegenstand und den Forschungsalltag der Molekularbiologen, Gentechniker und Forensiker gewährten.

Nach Isolierung und Reinigung der DNA aus Zellen der eigenen Mundschleimhaut, milliardenfacher Polymerisierung von bestimmten DNA-Sequenzen, den gesuchten Genen,  mithilfe der PCR-Methode und anschließender Analyse durch eine Agarose-Gelelektrophorese wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse sichtbar.

Die zahlreichen notwendigen Arbeitsschritte erforderten große Disziplin, geistige Präsenz und Durchhaltevermögen, um saubere Proben herstellen und sichere Ergebnisse erzielen zu können.

Die einzelnen Praxisteile waren immer durch erklärende Theorie unterbrochen, sodass die Schüler/innen auch begreifen konnten, welche Vorgänge gerade in der Praxis ablaufen. Dabei konnte, wie Mag. Nestelbacher betonte, bereits auf einem hervorragenden Wissensfundament aus dem Biologieunterricht aufgebaut werden.

Besonders wertvoll war für die Studierenden der Einblick in ein Forscherleben. Routine im Arbeitsalltag, Kommunikationsfähigkeit, Aufbau von Netzwerken, Fehlerkultur, Frusttoleranz und besonders die notwendige Begeisterung für das, was man tut, sind nur einige Persönlichkeitseigenschaften, die für ein erfolgreiches, motivierendes Arbeitsleben Voraussetzung sind, wie der Referent betonte.

Wissen organisieren – Erkenntnisse gewinnen – Schlüsse ziehen, das sind die geforderten Kernkompetenzen, die im Laufe der schulischen Ausbildung erworben werden sollen. Durch handlungsorientierten Projektunterricht mit Vermittlung der theoretischen Grundlagen lassen sich diese Ziele auf spannende und interessante Weise nahezu spielerisch erreichen. (L. H.)







Erstes Antreten im neuen Jahr 2017

[9. Jänner 2017]  

Um Punkt 07.30 Uhr ertönte das Ankündigungssignal und Brigadier Mag. Karl Pronhagl wurde die Anwesenheit der gesamten Theresianischen Militärakademie gemeldet. Der Kommandant wünschte ein gesundes 2017, erbat jedoch eine besondere Mitarbeit, um die Jahresziele zu erreichen.

Bgdr Pronhagl freute sich sehr, dass sich wirklich alle Mitglieder der Ther. MilAk im Burghof versammelt hatten und widmete allen Einheiten seine Aufmerksamkeit. Die Militärgymnasiasten/innen ermutigte er z. B. sich besonders anzustrengen und gab ihnen den Gedanken mit ins neue Jahr „Cool zu sein, ist Erfolg zu haben!“.

Ein kurzer Ausblick in das Lagebild des Österreichischen Bundesheers und die Auswirkungen auf die Militärakademie schlossen die Rede des Kommandanten ab.







Metalle in der Medizin

[13. Dezember 2016] 

Im österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum gab es einen spannenden Vortrag von ao. Prof. Mag. Dr. Markus Galanski vom Institut für Anorganische Chemie der Universität-Wien. Der MilRG-Prof OStR Mag Johann Galler lauschte mit seinem Maturanten Lukas Forsthuber den Antworten auf die Fragen: Magnesium gegen Krämpfe? Eisen gegen Anämie? Arsen gegen Magersucht? Gold gegen Rheuma und Arthritis?

„Am Dienstag, dem 13. Dezember 2016, fuhr ich mit OStR Galler nach Wien, um einen abendlichen Vortrag über Metalle in der Medizin zu besuchen“, erzählt Lukas. Dort wurden sie gleich mit einem bekannten Experiment. dem "Vulkanversuch", begrüßt. Im Anschluss begann der Vortrag, wo vor allem auf die Bedeutung des Eisens im Blut oder des Kaliums in den Knochen hingewiesen wurde. Auf der anderen Seite wurden auch die schädlichen und giftigen Eigenschaften für den menschlichen Körper anhand von Schwermetallen wie Blei und Quecksilber aufgezeigt. Trotzdem haben die Metalle eine wichtige Rolle in der Medizin, da man zum Beispiel Zink für den Aufbau von Wundheil-Enzymen benötigt. „Nach dem zirka einstündigen Vortrag besuchten wir das Buffet und besichtigten eine kleine Ausstellung über die Schönheit der Elemente, wo selbst mein Chemieprofessor noch ins Staunen kam“, schilderte Lukas weiter.

Nach zwei äußerst interessanten Stunden fuhren Lehrer und Schüler nach Wiener Neustadt, wo bereits die nächste Ausstellung in Aussicht gestellt wurde. (L. F.)







Science Goes School

[15. Dezember 2016]

Unabhängigkeit von Zentralbanken und fiskalpolitische Regeln als Maßnahmen zur Stabilisierung von Inflationsraten und Budgetdefiziten war das spannende Thema von Univ.-Prof. Dr. Harald Badinger von der Wirtschaftsuniversität Wien am Militärrealgymnasium. Die Maturanten/innen bekamen Einblick in die Arbeit eines Wirtschaftswissenschaftlers, die Komplexität wissenschaftlicher Studien und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen.

Im Rahmen der Serie „Science Goes School“ der Niederösterreichischen Forschungs- und Bildungsges.m.b.H hatten die Schüler/innen der achten Klassen des Militärrealgymnasiums am 15. Dezember die Gelegenheit, einem zweistündigen Vortrag inklusive Diskussion zum Thema „Im Spannungsfeld zwischen Einschränkungen und Autonomie: Lösungsansätze für Staatsversagen in Geld- und Fiskalpolitik“ beizuwohnen. Organisiert wurde der Vortrag von Prof. Mag. Posch als Beitrag zum Wirtschaftskundeunterricht im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Geographie und Wirtschaftskunde. Vortragender war Univ.-Prof. Dr. Harald Badinger von der Wirtschaftsuniversität Wien, Department für Volkswirtschaft, Institut für Internationale Wirtschaft. Dr. Badinger stellte in seinem Vortrag u. a. eine Studie vor, mit der versucht wurde, statistische Korrelationen oben genannter Themen in kausale Zusammenhänge zu bringen. Bei seiner Arbeit ist es dabei vor allem um folgende Fragen gegangen: Weshalb kommt es systematisch zu wirtschaftspolitischem Fehlverhalten von Regierungen, dessen Folgen für die Volkswirtschaft mitunter zu überhöhter Staatsverschuldung und zu hoher Inflation führen? Sollten wirtschaftspolitische Entscheidungsträger durch gesetzliche Regelungen in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt werden? Warum wurde die Geldpolitik in vielen entwickelten Ländern unabhängigen Zentralbanken übertragen? Hat dies zu einer Stabilisierung der Währungen beigetragen? Warum wurden in immer mehr Ländern fiskalpolitische Regeln wie Schuldenbremsen eingeführt und brachte sie stabilere Budgetverhältnisse in diesen Ländern? Auf durchaus universitärem Niveau, das den Zuhörern/innen volle Konzentration abforderte, versuchte Dr. Badinger, kompliziert aussehende Berechnungsmodelle in einfachen Worten zu erklären. (C. P.)







Rhetorik-Training für Maturanten am MilRG

[24. und 25. November 2016]

Am 24. und 25. November 2016 hielt Prof. Mag. Serge Claus einen Rhetorikkurs für die Maturanten/innen. Ziel war das Erwerben von Techniken und Methodenkompetenz für die kommende Matura.

Die Theorie durfte am ersten Tag nicht fehlen, Inhalte wie Redevorbereitung, allgemeine Präsentationstechniken, Aufbau einer Rede, Redeangst, Körpersprache, Sprache und Stimme wurden vermittelt. Der zweite Tag wurde eher dem Praktischen gewidmet: Jede/r Militärgymnasiast/in bereitete eine 5-minütige Rede vor und wurde anschießend analysiert.

Aus dem Feedback des Vortragenden und der Zuhörer sollen die Militärgymnasiasten/innen profitieren, indem ihnen ihr „blinder Fleck“ bei der Präsentation eines Referates oder einer Rede aufgezeigt wird. Genaue, nicht verletzende Feedback-Regeln wurden von Olt Mag.a Julia Lechner unterrichtet. Damit haben sie weitere Techniken erhalten und ihre Methodenkompetenz ausgeweitet und sollen für die Matura im Juni 2016 gerüstet werden.

Die Ausbildung geht nun im Dezember weiter, wo jeder Maturant mit Videoaufzeichnung gefilmt wird, sich dadurch selbst erfahren kann und ein konstruktives Feedback von seinen Mitschülern/innen erhalten kann.







Die Schönheit der Elemente

[8. November 2016]

Schon der Titel „Die Schönheit der Elemente" hatte OStR Mag. Johann Galler dazu bewogen, mit interessierten Militärgymnasiasten der beiden 7. Klassen  diese Ausstellung der Fakultät für Chemie der Universität Wien im Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum zu besuchen.

Am 8. November 2016 fuhr die interessierte Gruppe in den 5. Wiener Bezirk. Die Militärgymnasiasten zeigten sich von der Farbenpracht der für den Menschen so bekannten und wichtigen Elemente und Verbindungen, wie z. B. Gold, Eisen oder Schwefel, begeistert. Einige Schüler wurden in der Kaffeehaus-Atmosphäre des Museums von einer Privatvorlesung des Veranstalters, Univ.-Prof. Dr. Unfried, überrascht.

Die MilRG-Chemie-Gruppe konnte noch am Abend einem spannenden Vortrag des Leiters der Forschungsabteilung der Treibacher Chemischen Werke (des Industrie-Flaggschiffs von Kärnten und eines der High-Tech-Forschungsunternehmen Österreichs) lauschen. Dabei gewannen sie höchst interessante Einblicke in die wirtschaftlichen Zusammenhänge des Weltmarktführers in der Herstellung von Spezialprodukten: beispielsweise Zündsteinen für Feuerzeuge, der Abgaskatalysatortechnik, des Recyclings von Schwermetallen in der Trinkwasseraufbereitung oder -herstellung von Speziallegierungen für die Medizintechnik, etwa für Hüftgelenke, etc.







Erfolgreiche mündliche Reifeprüfung zum Herbsttermin 2016

[21. Oktober 2016]

"Alles bestanden!" Das war die gute Nachricht, die die Spannung bei den Kandidaten wegnahm. Frau Landesschulinspektorin Mag.a Hermine Rögner freute sich darüber, diese Ergebnisse zu verkünden, bevor sie mit der Kommission allen herzlichst gratulierte. Frau Oberleutnant Mag.a Julia Lechner durfte zuvor noch für zwei Absolventen den MilRG-Ring als Zeichen der Verbundenheit verleihen.




Bronze bei den CC-Landesmeisterschaften!

[19. Oktober 2016]

Die Cross Country-Landesmeisterschaft fand heuer am 19. Oktober 2016 in Wr. Neustadt statt. Die Mannschaft des MilRG hat wieder einmal bewiesen, dass sie zu den Besten zählt. Sie wurde Dritter, ein Trost, denn dies war die letzte mögliche Teilnahme für diese Schule.

Aufgrund der Ausphasung des Militärrealgymnasiums wird es nächstes Schuljahr nicht mehr genügend Schüler/innen geben, um eine entsprechende Mannschaft zu stellen.

Alle Militärgymnasiasten/innen liefen in der Kategorie Oberstufe III, Regelschule, die Mädchen liefen ca. 3.000 m und die Burschen ca. 4.000 m.

Umso schöner, dass bei der CC-LMS 2016 die Burschenmannschaft mit dem Schulsprecher Laurenz Grossmann, Michael Pelzmann, Lukas Forsthuber und Julian Sekvard in der Teamwertung auf den großartigen 3. Platz landete. Sie hatten zwar Heimvorteil, aber die widrigen Wetterbedingungen erleichterten den Laufbewerb überhaupt nicht. Der Laufparcours erstreckte sich von der Laufbahn des Sportplatzes der Theresianischen Militärakademie bis zum Laufhügel.

Die MilRG-Mädchen, Valentina Koller, Lena Hafner, Anja Eglsäer und Hanna Kampichler, sicherten sich den 5. Gesamtrang, die Teamwertung ist die Summe der erreichten Plätze, die vier Bestplatzierten wurden in die Wertung aufgenommen.

„Es war schon sehr unangenehm im Regen zu laufen, bei uns war es noch nicht so arg“, schilderte Valentina Koller aus der 8B, „aber die Burschen sind in den ganz starken Regen gekommen. Bei uns musste Hannah einspringen, aber sie war ausgezeichnet!“

Im heurigen Schuljahr findet keine Bundesmeisterschaft statt.

Herzliche Gratulation an die Militärgymnasiasten für ihre tollen Leistungen und ein großes Dankeschön an den Trainer Vzlt Peter Nebel. „Ich bin mit den Leistungen wirklich zufrieden!“, sagte er nach der Meisterschaft.







Vier Wachtmeister greifen zur einzigen Chance

[10.-12. Oktober 2016]

Vier Unteroffiziere aus Tirol, Vorarlberg und der Steiermark legen vom 10. bis 12. Oktober die Studienberechtigungsprüfung für den FH-Bachelor Militärische Führung erfolgreich ab und qualifizieren sich für die Truppenoffiziersausbildung 2017.

Um auch Unteroffizieren den Zugang zur Truppenoffiziersausbildung zu ermöglichen, führt die Theresianische Militärakademie die Zusatzprüfung für Unteroffiziere für den Fachhochschul-Bachelorstudiengang Militärische Führung durch. Am Militärrealgymnasium wird der Vorbereitungslehrgang zur Zusatzprüfung für UO seit 17 Jahren mit geblockten Modulen von 6 x 2 Wochen durchgeführt. Die schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik werden ergänzt durch zwei mündliche aus Geographie, Geschichte, Biologie, Darstellende Geometrie, Physik oder Chemie.  

Die Anmeldung für 2017 erfolgt über die Militärakademie bis zum 6. Dezember 2016 und Plätze sind noch frei.

Heuer hatten im Februar drei Wachtmeister vom Jägerbataillon 23 und ein Militärpolizist aus Graz den Vorbereitungslehrgang begonnen. Kurskoordinator Prof. Mag. Serge Claus sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Lehrgangs und der Zusatzprüfung. Dass alle auf Anhieb ausgezeichnet bestehen, sei seine schönste Belohnung.

Als ausgesprochen interessante und bereichernde Erfahrung in der Erwachsenenbildung bezeichnete Mag.a Marianne Neuber die Zusatzprüfung: „Das engagierte Verfolgen meiner Unterrichtseinheiten, zeitgerechte und verlässliche Erfüllung meiner Arbeitsaufträge, pünktliches Erscheinen und ausgesprochene Höflichkeit sind hervorzuheben. Besondere Wertschätzung gebührt den Herren Wachtmeistern für ihre Fortbildungsbereitschaft und ihren Fortbildungswillen parallel zu ihrer beruflichen Tätigkeit!“

„Für mich war es sehr interessant, mit „Schülern“ zu arbeiten, die mitten im Berufsleben stehen. Die Interessensschwerpunkte können besser erarbeitet werden und die Motivation ist eine völlig andere. Ich rechne jedem, der neben Beruf und Familie eine Ausbildung nicht nur beginnt, sondern auch abschließt sein Engagement hoch an. Gratulation an diesen Kurs!“, resümierte Prof.in Mag.a Sabine Koblizek.




 




Erster Marathon: Militärrealgymnasiastin am Ziel!

[9. Oktober 2016]

Am 9. Oktober 2016 ging der traditionsreiche Graz Marathon bereits zum 23. Mal über die Bühne. Mehr als 9.000 begeisterte Läuferinnen und Läufer machten den Kleine Graz Marathon einmal mehr zu einem riesigen und begeisternden Lauf-Fest. Unter ihnen befand sich auch Valentina Koller, eine Schülerin der 8B des Militärrealgymnasiums.

Auch wenn der Wetterbericht nicht sehr erfreulich war, fiel der Startschuss der längsten olympischen Laufdisziplin in der Leichtathletik bei Sonnenschein und frischen 5 Grad. Die Läufer trotzten kurzzeitigen Regenschauern und so erreichte bereits nach zwei Stunden und 24 Minuten der erste Läufer das Ziel, Valentina Koller absolvierte die 42,195 km in einer Zeit von 4 Stunden und 24 Minuten.

„Ich bin froh, dass ich meinen ersten Marathon hinter mir habe. Es war eine tolle Erfahrung, aber auch sehr anstrengend! Jetzt, wo ich das einmal erlebt habe, freue ich mich auf weitere Läufe und Marathons, bei denen mich vielleicht ja auch Klassenkameraden begleiten werden“, resümiert die 17-Jährige

Wir gratulieren!







Leistungsoptimierung mit situationsangepasster Führung

[6. Oktober 2016]

Am Nachmittag des 6. Oktober 2016 mussten die Maturanten/innen mit „Führen und Leiten im Team“ Erfahrungen sammeln. Nach einem Theorieblock konnten sie ihre Kenntnisse mit Übungen vertiefen.

Im Rahmen der vormilitärischen Ausbildung bereitete Olt Mag.a Julia Lechner, unterstützt vom Jahrgangserzieher Olt Daniel Stog, BA, die Ausbildung zum Führungsverhalten für beide Maturaklassen vor. Die Militärgymnasiasten/innen mussten zuerst einen Theorieblock absolvieren. Thema waren die klassischen Führungsstile nach Kurt Lewin: der autoritäre, der kooperative und der Laissez-faire-Führungsstil.

Danach wurde der Jahrgang in zwei Gruppen geteilt, und jene absolvierten im Wechsel spezielle Übungen, bei denen sie eigene Erfahrungen sammeln konnten.

Die erste Übung war der „Gefängnisausbruch“: Der eingeteilte Leiter bekam den Auftrag, diesen Gefängnisausbruch autoritär anzuleiten. „Es eignet sich hier nicht unbedingt, autoritär zu sein, sondern mehrere Perspektiven sind zu beachten!“, stellte Michael aus der 8B hierzu fest. Als Lernziel war praktisch zu erfahren, dass das Österreichische Bundesheer nicht autoritär, sondern situationsangepasst führt. Die Leistung wird durch einen an die Situation angepassten Führungsstil optimiert. Zur Erprobung des situationsangepassten Führens diente die Übung „Schutzweg“: eine Gruppe von A nach B zu führen, allerdings auf drei Autoreifen. „Hier mussten wir unseren eigenen Führungsstil kennen, um die Vor- und Nachteile auszutesten“, meinte Niko bei der Reflexionsphase.

„Als Ausbildungsleiterin war es interessant, die unterschiedlichen Herangehensweisen der Gruppen zu sehen. Jede Gruppe kommt auf eigene Lösungswege“, resümierte Mag.a Lechner.







Spannende Schulsprecherwahl

[3. und 5. Oktober 2016]

Am 3. Oktober wurden die Schulsprecherwahlen am Militärrealgymnasium durchgeführt, allerdings musste zwei Tage später eine Stichwahl stattfinden. Schulleiter Dr. Werner Sulzgruber freute sich über das Ergebnis und bedankte sich beim vorigen Schulsprecherteam.

Am 5. Oktober 2016 stand es nach der Stichwahl eindeutig fest: Der neue Schulsprecher des Militärrealgymnasiums heißt Laurenz Grossmann aus der Klasse 8A.

Der sympathische Wiener konnte seine Schulkameraden/innen überzeugen. Seine Vorhaben sind angesichts der Schulschließung zu sehen und er werde sich bemühen, dass die zwei letzten Jahrgänge nicht zu kurz kommen. Großes Bemühen soll auch noch in den Bereich der vormilitärischen Ausbildung einfließen, die Maturanten sollen noch dank gezielter Exkursionen einen guten Einblick in den beruflichen Möglichkeiten im Österreichischen Bundesheer bekommen. Er freue sich bereits mit seinem 1. Stellvertreter Nicolas Schalling aus der 8A und seinem 2. Stellvertreter Patrick Zippusch am baldigen Schulgemeinschaftsausschuss teilzunehmen. „Mitzugestalten“, sagte der frisch gewählte Schulsprecher, „ist die Möglichkeit, selbständig und im Team die eigene und schulische Zukunft zu planen!







Ökologie und Geschichte – Eine eindrucksvolle Exkursion in den Seewinkel

[4. Oktober 2016]

Mit dem Ziel, im Laufe ihrer vierjährigen Ausbildung repräsentative Lebensräume Österreichs im Rahmen des Biologieunterrichts kennenzulernen, unternahmen die Schüler/innen der beiden 8. Klassen des MilRG am 4. Oktober 2016 unter Leitung von Biologie-Prof. Mag. Leopold Horvath und Geschichte-Prof. Mag. Christoph Posch eine Exkursion in den ersten Nationalpark Österreichs.

Das erste Etappenziel führte die Militärgymnasiasten durch das Großtrappenschutzgebiet im Hansag zur Brücke von Andau am Einserkanal. Prof. Posch informierte – ausgehend von den Nachkriegsereignissen während der Besatzungszeit in Österreich und dem politischen Ringen um den Staatsvertrag – über die geschichtsträchtige Bedeutung dieser historischen Stätte und erläuterte die Bedeutung der Rolle des Österreichischen Bundesheeres und der Entscheidungsfähigkeit von Offizieren im Zuge des Bedrohungsbildes während des Ungarnaufstandes 1956.

In weiterer Folge wurde die Rolle des Einserkanals im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt des Neusiedlersees beleuchtet und anhand von Eckdaten die Besonderheiten eines Steppensees erklärt.

Nach einem kurzen Abstecher zum tiefsten Punkt Österreichs nahe Apetlon wurden verschiedene landschaftstypische Regionen des Nationalparks erkundet. Die erste Station betraf das Seevorgelände im Nationalparkgebiet Neudegg. Von der Aussichtsplattform eines ehemaligen ungarischen Grenzturms konnten die unterschiedlichen Schutzzonen des Nationalparks beobachtet sowie deren Erhaltung und Bewirtschaftung mit Hilfe von Graurindern, Wasserbüffeln und weißen Eseln nahegebracht werden.

Weiter ging es nach Illmitz zur Zicklacke, wo die Entstehung der Lacken und ihre Bedeutung für die spezifische Vegetation und für die Vogelwelt erklärt wurde.

Abschließend wurde das Nationalpark-Informationszentrum in Illmitz besucht, wo anhand von Bodenprofilen die unterschiedlichen ökologisch relevanten Bodentypen erklärt wurden. Ein Dokumentarfilm über den Nationalpark, seine ökologische und touristische Bedeutung rundete schließlich einen ereignisreichen und eindrucksvollen Tag ab. (L.H.)







"School-Opening" am MilRG

[22. September 2016]

Am vergangenen Donnerstag fand am MilRG ein Fest der Schulgemeinschaft zum beginnenden Schuljahr statt: unser "School-Opening". Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden nicht nur eine Fahnenweihe und die traditionelle Fahnenübergabe durchgeführt, sondern auch der langjährige Erzieher Mjr Volker Kleewein verabschiedet, der seit dem vergangenen Schuljahr im BMI tätig ist. Außerdem wurde Frau Prof. Mag.a Corda Hierhold feierlich verabschiedet, die 25 Jahre am MilRG engagiert tätig war und ab September 2016 nicht mehr am MilRG, sondern am BORG Wiener Neustadt unterrichtet. - Wir wünschen beiden für ihre berufliche Zukunft alles Gute! (W. S.)







Matura-Booster-Kurs "English in Action"

[12.-16. September 2016]

Jenen Schülern/innen, die nicht an einer der drei Sprachreisen teilnehmen konnten, wurde an unserer Schule der Intensivkurs “English in Action” angeboten. 15 Schüler/innen wählten diese kosteneffektive Alternative zu Sprachwochen im Ausland. Passend für die Schüler der 7. und 8. Klassen war dieser Kurs auf die Fertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Sprache im Kontext und Sprechen) der Englisch-Matura zugeschnitten.

In 30 Unterrichtseinheiten gelang es dem Lehrer Lewis Pendleton hervorragend, den Teilnehmern/innen Sprachflüssigkeit, Selbstbewusstsein und Motivation zu übermitteln, um Englisch zu sprechen. Beim Aushändigen der Zertifikate lobte der Native Speaker das Engagement und die Leistungen der Kursteilnehmer. (O. H.)







An der Côte d‘Azur

[10.-17. September]

Der Französisch-Intensivkurs fand heuer in Nizza statt, einer Hafenstadt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA), 30 Kilometer entfernt von der Grenze zu Italien zwischen Cannes und dem Fürstentum Monaco an der Côte d’Azur am Mittelmeer gelegen. Dort verbrachten die Militärgymnasiasten/innen mit ihrem Professor Mag. Serge Claus und ihrem Erzieher Olt Eric Lang vom 10. bis zum 17. September eine abwechslungsreiche Woche.

Bereits am Samstag, dem 10. September 2016, wurde gleich nach der Ankunft die Altstadt von Nizza besichtigt. Nachdem alle bereits um 3 Uhr in der Früh aufgestanden waren, wurde dies sehr anstrengend, vor allem bei 33 Grad im Schatten. Nichtdestotrotz war die Aussicht vom Château östlich der Altstadt zum Hafen, wo man mit einer Fähre nach Korsika fahren kann, oder zur Baie des Anges besonders schön. In der Altstadt sind sämtliche Straßennamen zweisprachig angeführt: Hier wird noch ein provenzalischer Dialekt gesprochen, das sogenannte Niçard, das zuletzt wohl auf eine Vermischung des einheimischen ligurischen Dialekts mit dem Latein der römischen Eroberer zurückging. „Die Stadt schaut sehr ‚italienisch‘ aus!“, bemerkte Patrick. In der Tat wurde Nizza erst mit dem Vertrag von Turin 1859 französisch, nachdem Napoleon III. die gegen die Habsburger errungene nationale Einigung Italiens unter der Herrschaft des Königs von Sardinien-Piemont unterstützt hatte.  

Die Schüler verbrachten die Sprachwoche bei Gastfamilien, die um sie sehr bemüht waren. Der Sonntag war dem Dorf Èze mit seinen schmalen, autofreien, mittelalterlichen Gassen gewidmet, das sich an der Mittleren Corniche, der Küstenstraße, befindet. Vom Kakteengarten aus bietet sich ein spektakulärer Blick auf die Steilküste und das Mittelmeer. Hier schrieb Friedrich Nietzsche nach eigenen Angaben im Winter 1883/84 einen Teil seines epochalen Werks „Also sprach Zarathustra“. Daran erinnert der Wanderweg Sentier-Frédéric Nietzsche mit 430 Höhenmetern Unterschied, welchen der Philosoph bei seinem Aufenthalt öfters gegangen ist und den die Gruppe auch nehmen musste, um den Bahnhof an diesem steilen Küstenabschnitt zu erreichen.

Ab Montag fand dann regelmäßig Unterricht statt: „Die vier Französisch-Einheiten in der Sprachschule am Vormittag waren sehr hilfreich für die Verbesserung des Wortschatzes und die Redegewandtheit in Französisch“, freut sich Laurenz aus der 8A. Jeden Nachmittag wurden interessante Ausflüge in die benachbarten Orte von Nizza unternommen: „Wir haben riesige Yachten und wunderschöne Gebäude gesehen, sei es in Antibes, Cannes oder Monaco“, schildert Laurenz weiter. Im Fürstentum war das Ozeanografische Museum sehr beeindruckend: „Eine der aufregendsten Erlebnisse war das Baby-Haie-Streicheln im Meeresmuseum von Monaco“. Am Cap Ferrat sah man den übergroßen Reichtum anhand der Villen, fast wie in Monte Carlo. In Antibes befinden sich einige der längsten Motoryachten der Welt.  

Kultur wurde außerdem durch das Picasso-Museum geboten, es befindet sich in einem Schloss in unmittelbarer Nähe zum Meer. „Das Meer war wunderschön, vor allem in den letzten zwei Tagen. Da gab es bis zu zwei Meter hohe Wellen, in die sich einige von uns waghalsig gestürzt haben. Das Springen von einer drei Meter hohen Felsplattform ins Wasser war ebenfalls sehr aufregend und spannend“, beschreibt Laurenz.

Am Freitag besuchte die Gruppe noch die Mühle Alziari, ein Haus mit 140 Jahren Geschichte in der Olivenölherstellung. Das Geschäft im Umkreis der Mühle hat sich seit über hundert Jahren kaum verändert. „Diese Woche war zweifelsohne für uns alle ein unvergessliches Erlebnis!“, resümiert Laurenz begeistert. (L. G.)

 




 



Sprachreise mit Shakespeare und Winston Churchill

[9.-17. September 2016]

Neun Tage durften Militärgymnasiasten/innen mit den Professorinnen Mag.a Christine Casson-Szabad und OStR Mag.a Olga Harant in Großbritannien mit Workplacements verbringen. Höhepunkte waren sicherlich Shakespeare „live“ zu erleben und das Schloss Winston Churchills zu besichtigen.

Am Vormittag des 9. September kam die Gruppe bereits in London Heathrow an, wovon sie dann gleich zum Tower of London fuhr. „Die Kronjuwelen waren etwas ganz Besonders!“, schildert Lena. Am späten Nachmittag ging es dann mit einem Thames Clipper zum London Eye Pier, das London Eye beeindruckte mit einer Höhe von 135 Metern als höchstes Riesenrad Europas. Das Fahren mit der „London Underground“, der ältesten U-Bahn der Welt mit der größten Netzlänge Europas, am nächsten Morgen war für manche eine neue Erfahrung. Die Militärgymnasiasten/innen hatten eine Walking Tour mit Guide: mit Start beim Houses of Parliament, inklusive Changing of the Guards, bis zum Buckingham Palace. Die Downing Street gefiel Santiago besonders: „Die Führerin hat auch sämtliche Gebäude erklärt, aber die Westminster Abbey war auch sehr schön“, erklärt er weiter. Begeistert waren die Gymnasiasten/innen von der Wachablösung, vor allem beim St. James’s Palace, wo die Scots Guards tätig sind. Die St. Paul’s Cathedral mit den Gräbern vom Admiral Nelson oder des Duke of Wellington faszinierten die Gruppe, die dann getrennt Covent Garden Market oder die Warner Bros. Studios besichtigten.

„Am nächsten Tag sind wir dann nach Exeter aufgebrochen, wo wir die Workplacements hatten, wir haben aber einen Zwischenstopp in Stratford-upon-Avon gemacht, um auf Shakespeares Spuren zu gehen“, schildert Santiago. „Der Guide war genial, er war wirklich wie Shakespeare selbst, der uns - quasi aus seinen Augen - durch seine Geburtsstadt geführt hat, aber auch dramatisch Sonette vorgetragen hat!“

In Exeter angekommen wurden die Militärgymnasiasten/innen von den Gastfamilien betreut. Die Workplacements waren in den Bereichen Retail (diverse Shops), Service for Industry (z. B. restaurants, cafes etc.), Child-Care (z. B. nurseries), Sports and Leisure (z. B. leisure centres) und Administration (offices). Santiago arbeitete täglich sieben Stunden in einem Hotel: „Ich habe gelernt, wie hart es sein kann, 300 Servietten in einer Stunde zu falten“, erzählt er, „aber ich war auch im Zimmerservice oder habe teilweise beim Frühstück serviert. Sprachlich habe ich sehr viele neue Vokabeln gelernt, indem ich mit den jungen Mitarbeitern ins Gespräch gekommen bin. Immer, wenn ich Hilfe brauchte, habe ich sie bekommen. Auch der Supervisor war sehr hilfsbereit und freundlich!“

Der 17. September ging es, äußerst interessant gestaltet, von Exeter über Blenheim Palace nach London Heathrow und schließlich in die Heimat. Die Führung durch den Blenheim Palace ließ den Geburtsort von Winston Churchill, der 1874 dort geboren wurde, entdecken. (S. L.)





Andalucía Mía

[8.-15. September 2016]

Vom 8. bis zum 15. September hatten alle Spanisch lernenden Schüler/innen des Militärrealgymnasiums in Wiener Neustadt die Möglichkeit, ihre Kenntnisse direkt in Spanien unter Beweis zu stellen. In Begleitung von OStR Mag. Edith Weissinger und Prof. Mag. Christoph Posch verbrachten die Schüler/innen eine Woche in Sevilla, der viertgrößten Stadt Spaniens, die zugleich ein wichtiges Wirtschafts- und Touristenzentrum ist. Von dort aus führte die 27-köpfige Gruppe mehrere Exkursionen durch.  

Nach einer langen Anreise mit Flugzeug und Bus kam die Gruppe Donnerstagabend in Sevilla an und wurden dort herzlich von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Schon am darauf folgenden Tag begann der Unterricht in der Sprachschule Giralda Center. Das Gelernte wurde nicht nur durch Gespräche in der Klasse vertieft, sondern die Militärgymnasiasten/innen bekamen auch die Möglichkeit, im Rahmen des Unterrichts direkt mit Passanten unter freiem Himmel zu sprechen. Nach den Unterrichtsstunden im Giralda Center besichtigten die beiden Jahrgänge der 7. und 8. Klassen gemeinsam mit einer Sprachlehrerin der Sprachschule mehrere Sehenswürdigkeiten und antike Monumente, die teils aus der Zeit der maurischen Belagerung stammen, wie z. B. der Torre del Oro oder die Reales Alcázares. Die imposante Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kirche weltweit. Weiters besuchte die Gruppe in Sevilla die Plaza de Toros, die Stierkampf-Arena mit dem angeschlossenen Museum.

Es wurden auch noch einige geschichtlich wichtige Städte Andalusiens besucht, wie z. B. Cádiz, Córdoba und Ronda. Für die meisten Teilnehmer/innen war die Stadt Cádiz mit anschießendem Nachmittag am Strand das Highlight der Woche. Aber auch die antike Stadt Córdoba beeindruckte. Dort bekamen die Militärgymnasiasten/innen die Möglichkeit, die weltberühmte Mezquita mit ihren 856 Säulen zu bewundern.

Die Woche war für jeden Teilnehmer ein aufregendes Erlebnis. „Wir hatten nicht nur die Chance, unsere sprachlichen Kenntnisse zu verbessern, sondern lernten die Mentalität und Lebensweise der Spanier kennen“, berichtete Sebastian. (K. L.)

 




Jugendcoaching am MilRG

[9. September 2016]

Mag.a Manuela Lacher-Eckhart stattete am 9. September 2016 dem Militärrealgymnasium einen Besuch ab und konnte bereits mit einigen Schülern/innen reden, aber auch mit dem Bataillonskommandanten und dem stv. Schulleiter. Nach dem ersten Besuch freue sich die ausgebildete klinische und Gesundheitspsychologin und Shiatsu-, Shonishin-Praktikerin auf die gute Zusammenarbeit. Jugendcoaching ist für die Jugendlichen und deren Eltern kostenlos.

Der Jugendcoach, Mag.a Manuela Lacher-Eckhart, arbeitet beim „Verein Integration: Niederösterreich“ und gehört zum Team „Jugendcoaching höhere Schulen“. Sie war vorher unter anderem an der HTL Mödling als Jugendcoach tätig, eine der größten Schulen, die sie je betreut habe, die Zusammenarbeit mit dem Internat und der Schulleitung wie hier am Militärrealgymnasium sei ihr also nicht fremd.

„Ich erwarte einen intensiven Austausch zwischen Lehrern/innen und Jugendcoach!“, äußerte sie bei ihrer Vorstellung. Die Pädagogen/innen seien die Informationsträger, sie spüren viel früher, ob es in der Klasse zu einem Konflikt kommen könne. „Die Jugendlichen sollen Vertrauen finden, dass die Dinge hier gut aufbewahrt sind. Die Teilnahme erfolgt auf freiwillige Basis, die Einsicht soll vom Schüler selbst kommen, dass es ihm wirklich etwas bringt“.

Jugendcoaching ist kostenlos und wird vom Sozialministerium als Service finanziert. Ein erstes Gespräch kann unverbindlich in Anspruch genommen werden.

Die Arbeit des Jugendcoach orientiert sich an den Stärken der Jugendlichen; es wird informiert und beraten: individuell und vertraulich. Jugendcoaching bietet die Möglichkeit, in einem ersten Gespräch mehr über die Beratungsmöglichkeiten im Jugendcoaching zu erfahren und Unterstützungsmöglichkeiten zu besprechen. Es hilft ebenfalls bei Entscheidungsfindungen.

„Der große Vorteil ist, dass Mag.a Manuela Lacher-Eckhart schulfremd ist und das vereinfacht vieles, die Angst der Beurteilung verschwindet zur Gänze“, meinte der Klassenvorstand der 7A.









RÜCKBLICK in das Schuljahr 2015/16:


Projekttage & Reisen

[24.-30. Juni 2016]

Mit dem Schulschluss beginnt gut und gerne die Zeit des Reisens, natürlich auch am MilRG. Denn wie man schon seit Johann Wolfgang von Goethe weiß: "Reisen bildet!"

In diesem Sinne waren im heurigen Schuljahr tatsächlich alle Klassen des MilRG unterwegs. Als Ziele der Gruppen finden sich neben erfahrungsreichen Orten im Inland, wie solchen im schönen Land Tirol, auch Aufenthalte im europäischen Ausland, beispielsweise in München und in Barcelona.


Tirol: Alpinpark - Weg der Extreme

Im Naturschutzgebiet der Innauen findet man streng geschützte Pflanzen- und Tierarten. Auf dem Weg zur Wallfahrtskirche Maria Locherboden hinauf erfuhren die Militärgymnasiasten im Rahmen ihrer Projektwoche am 24. Juni 2016 mit Moritz Falch von der westösterreichischen Biologenvereinigung viel über die Auswirkungen des trocken-heißen Klimas an den sonnigen Kalksüdhängen des Fiechter Köpfls.

Begonnen hatte die biologische Entdeckung nach der Stamser Hängebrücke, wo die Militärgymnasiasten zu einem Wasserfall, der fast in den Inn stürzt, gebracht wurden. Dort bewunderten sie die hinabströmenden Wassermassen. Die Teilnehmer wurden ersucht, für sie interessante Pflanzen zu suchen, damit der Biologe sie erklären kann. Dies nutzte er, um die besondere Situation der Au zu beleuchten: Die befinde sich zwischen den Kalkgebirgszügen und sonstigen Gesteine am Berg. Die Au sei außerdem noch auf Grund der häufigen Überschwemmungen nährstoffreich und durch das Wasser entsprechend gut verteilt. Bei Hochwasser könne alles überschwemmt werden, das Wasser reiße Steine der gegenüberliegenden Gebirgszüge mit und vermischen sich im Au-Gebiet. Mit Hilfe von Salzsäure zeigte Moritz Falch die verschiedenen Gesteinsarten. Aufgrund der unterschiedlichen säurischen oder basischen Veranlagung der Steine, aus denen die unterschiedlichen Gebirgszüge bestehen, wachsen demnach säuren- oder basenverträgliche Pflanzen in deren Nähe. Im Anschluss erläuterte der freie Mitarbeiter der Grünen Schule der Universität Innsbruck die mitgebrachten Blumen, auch mit Hilfe des Geruchssinns. Kosmopoliten sind Pflanzen, die unter extremen Bedingungen an jedem Ort der Welt überleben können.

Der Weg der Extreme ging dann weiter mit einem Höhenunterschied von 250 m Richtung Maria Locherboden, eine Wanderung durch den urwaldartigen Auwald und entlang der trockenen Kalksteilhängen des Locherbodens. Hier erlebten die Militärgymnasiasten die unglaubliche Artenvielfalt eines inneralpinen Auwaldgebietes und seiner naturnahen Schotterflächen. Am Trockenhang unterhalb des Locherbodens wächst noch das Federgras, eine Pflanze, die sonst nur in Mittelmeerländern und in asiatischen Steppen beheimatet ist. Auf dem Weg wurden die Bäume wie Fichten, Borken, Haselnusssträucher und Föhren erklärt. Die Militärgymnasiasten wurden auch auf das EU-Projekt „Natura 2000“ aufmerksam gemacht: Es handele sich vorrangig um den Naturschutz von Au-Gebieten durch Schutz von Flora, Fauna und Habitat (Richtlinie 92/43/EWG, kurz FFH-Richtlinie).




 

München                             

München empfing die 7A-Klasse mit Klassenvorstand OStR Mag. Othmar Holzer und Mathematikprofessorin Judith Bruckschwaiger am 27. Juni mit freundlichem Frühsommerwetter. Der geführte Rundgang durch die Innenstadt hinterließ einen ersten Eindruck von München, der beim Abendessen im romantischen Augustinerbrau kulinarisch vertieft wurde.
Der nächste Tag begann naturwissenschaftlich im Deutschen Museum mit der Spezialführung „Physik im Alltag“. Der Nachmittag setzte in der BMW-Welt mit einer Werksführung im BMW-Werk fort. Wir staunten über die fast vollautomatische Herstellung von Kraftfahrzeugen. Der Abend im Englischen Garten endete doch wieder „münchnerisch“ im riesigen Biergarten.
Am letzten Tag gewannen wir einen Einblick in die moderne Filmindustrie in den Bavaria Filmstudios. Nach einem wilden Ritt im 4D-Kino waren wir sogar aktiv beim Dreh von verschiedenen Sendungen dabei, was wirklich Spaß machte. Wir ließen dann den Abend in der schön gelegenen Jugendherberge München Park beim Tischtennis- und Fußballspielen aktiv ausklingen. (O.H.)




Hoch hinaus – mit Blick auf die Vergangenheit

Erlebbare Geschichte, so lautete das Motto der Projekttage für die SchülerInnen der 7B-Klasse und Teilen der 6B-Klasse in Osttirol und Kärnten.

Zunächst stand ein Besuch des aufgelassenen Benediktinerstiftes Millstatt am Programm, das die ursprüngliche Heimat des St.Georg Ritterordens darstellte, welcher im 15. Jahrhundert unter Friedrich III. an die Burg in Wr. Neustadt geholt wurde und der heutigen St.-Georgs-Kathedrale ihren Namen gab.

Am frühen Abend wurde Quartier im Seminarzentrum des Österreichischen Bundesheeres in Iselsberg bezogen, wo wir sehr herzlich aufgenommen und die nächsten Tage hervorragend versorgt wurden.

Am Dienstag genossen die Schülerinnen und Schüler unter Leitung und fachkundiger Führung ihrer Begleitlehrer Prof. Mag. Christoph Posch und Prof. Mag. Leopold Horvath bei herrlichstem Bergwetter eine 8-stündige Wanderung durch das Gschlösstal in den Hohen Tauern. Ziel war der Gletscherlehrweg zum Schlatenkees am Großvenediger.

Die gewaltigen landschaftsformenden Naturkräfte hinterließen einen imposanten Eindruck ebenso wie die im ständigen Wandel begriffenen Eismassen. Besonders einprägend war der Gletscherschliff im Vorfeld des Schlatenkees und die riesigen Seitenmoränen – Zeitzeugen des letzten Gletschervorstoßes von 1850.

Der Mittwoch machte Zeitgeschichte hautnah spürbar, indem ein Teil der Kampflinie der Südfront des 1. Weltkrieges, das Gebiet Plöckenpass – Kleiner Pal erwandert und erkundet wurde. Diese stellte das Zentrum der Kampfhandlungen der Karnischen Front dar, wobei die schwersten verlustreichsten Kämpfe vor genau 100 Jahren, 1916, stattgefunden haben. Mehrere Soldatenfriedhöfe geben Zeugnis davon.  Die Anlage am Kleinen Pal wird vom Verein der Dolomitenfreunde unter tatkräftiger Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres erhalten und restauriert. Sie stellt ein Symbol für die Sinnlosigkeit des Krieges dar.

Der Ruf nach weiteren Unternehmungen dieser Art war nach Abschluss der Projekttage unüberhörbar. Pädagogik im Freien als Gemeinschaftserlebnis – der Funke der Begeisterung scheint auf manche Schüler übergesprungen zu sein! (L.H.)





Ins Land, wo die Zitronen blühen

Zwar nicht wie weiland Goethe nach Italien, aber doch auch in südliche Gefilde zog es vierzehn Schülerinnen und Schüler der 6B mit ihren Spanisch- und Deutschprofessorinnen OStR Mag. Edith Weissinger und Mag. Christine Casson-Szabad: Barcelona empfing die Reisenden mit strahlendem Sonnenschein, einer Siesta am Strand und einer anschließenden Küstenrundfahrt, die einen reizvollen Blick auf Barcelonas Skyline erlaubte und die Gelegenheit bot, ausgiebig Meeresluft zu schnuppern.

Die eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten und die Schönheit Barcelonas ließen die nächsten Tage wie im Flug vergehen. Die Klasse schlenderte durch Barcelonas Altstadt, ließ die prachtvollen Kirchen Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia und Santa Maria del Mar auf sich wirken, frönte den kulinarischen Genüssen im Trubel des Marktes Mercat de la Boqueria, genoss den weiten Blick über die Stadt vom Hausberg Barcelonas mit seiner Befestigungsanlage, dem Castell de Montjuïc, besichtigte das monumentalste und imposanteste Bauwerk Antoní Gaudís, die Sagrada Familia und auch den Park Güell, der ebenso von Gaudis Kunst geprägt ist.

Natürlich durfte für die Fußballfans das größte Fußballstadion Europas, das Stadion Camp Nou, nicht auf dem Besichtigungsprogramm fehlen und auch das Ambiente beim Fußballmatch Spanien-Italien konnte inmitten von spanischen Fans in einer landestypischen Tapas-Bar erlebt werden.

Unsere sehr angenehme Unterkunft lag nicht nur in attraktiver Nähe zu einem der wundervollen Sandstrände Barcelonas, sondern auch zu einem der vielen nahe gelegenen Restaurants, in dem die Gruppe den letzten Abend der Reise bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen ließ.

Vollgepackt mit unvergesslichen Eindrücken, begleitet von den Bildern Barcelonas, der Wärme des Südens und der Fröhlichkeit Spaniens landeten wir am vorletzten Schultag auf dem Flughafen Schwechat, wo uns Vzlt Dinhopl schon erwartete und uns mit einem Bus des Bundesheeres wieder sicher ins MilRG brachte. (C. C.)